Heute kann jeder Bahnverbindungen im Netz schnell heraussuchen. Früher gab es dafür sehr dicke Kursbücher. Unser Autor reist mit einem im Lehnstuhl.
Bahn fahren in den 60er Jahren – hier sind Fussballfans von Gladbach unterwegs zu einem Spiel Foto: Werner Otto/picture alliance
Will ich hingegen verreisen, bleibe ich einfach in meinem Lehnstuhl sitzen. Denn ich besitze ein Kursbuch. Nein, das hat nichts mit dem verstorbenen Großdenker Hans Magnus Enzensberger zu tun. Es handelt sich um einen dicken, in braunem Pappband gebundenen Schmöker, herausgegeben von der Deutschen Bundesbahn. Vollständige Sätze sind dort selten, dafür aber für den Uneingeweihten rätselhafte Tabellen voller Zahlen und Symbole.
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Die Beispiele zeigen, dass die Bundesbahn vor 61 Jahren einen unschätzbaren Vorteil bot: Das Schienennetz war engmaschig, selbst kleinste Orte besaßen einen Bahnanschluss. Die Fahrtzeiten jedoch dehnten sich ins schier Unendliche. Die Gleise waren alt und die Lokomotiven durften nur in seltenen Fällen schneller als 100 Stundenkilometer fahren. Investiert wurde wenig.
„Schon als wir in der Wiege lagen, da träumten wir vom Liegewagen. Jetzt kann man nachts im Wagen liegen und sich in allen Lagen wiegen.“ So kunstvoll gereimt warb die Bundesbahn 1962 in meinem Kursbuch für Nachtzüge. Heutzutage hat die Deutsche Bahn den Betrieb von Schlaf- und Liegewagen ersatzlos eingestellt.
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