Der FC Rot-Weiß Erfurt knüpft an die Leistungen der Vorsaison an und belegt nach sechs Spieltagen den Sonnenplatz. Für Sportdirektor Franz Gerber ist die Tabelle allerdings noch nicht aussagekräftig.
Franz Gerber steht bei jedem Spiel im Steigerwaldstadion direkt neben der Trainerbank auf einem Stuhl. Von dort hat er den besten Überblick. Dass seine Mannschaft von oben grüßt und als Regionalliga-Spitzenreiter in die Pokalpause gegangen ist, ist für den Sportdirektor des FC Rot-Weiß Erfurt noch nicht aussagekräftig:"Das ist eine schöne Momentaufnahme. Erst nach zwölf Spieltagen kann man unsere Chancen besser einschätzen.
Bis dahin stehen Erfurt noch Topspiele wie das Thüringen-Derby gegen Jena oder das Auswärtsduell beim punktgleichen Verfolger Greifswalder FC bevor. Gerber geht davon aus, dass Mannschaften wie Altglienicke, Cottbus oder der BFC Dynamo aufholen und in den kommenden Wochen an die Tabellenspitze heranrücken werden.
Vor allem freut sich Gerber über die Tatsache, dass sein Sohn Fabian als Cheftrainer mit dem gesamten Team den mit 13 neuen Spielern umformierten Kader so schnell eingespielt hat und man in den ersten sechs Partien noch unbesiegt geblieben ist."Dass dies in so kurzer Zeit gelungen ist, ist die eigentliche Überraschung. Damit konnte niemand rechnen.
Welche Strahlkraft der Erfurter Fußball zurückerlangt hat, beweisen auch die Zahlen aus den ersten drei Heimspielen. Im Schnitt kamen 6871 Besucher ins Stadion. Bei der Liveübertragung im Free-TV des Duells gegen Chemie Leipzig schalteten nach Angaben des Senders 320.000 Zuschauer ein."Das zeigt, was für ein Werbeträger der Verein für die Stadt Erfurt inzwischen wieder geworden ist", sagte Gerber.
Und noch eine gute Nachricht konnte der Klub vermelden. Im seit mehr als fünf Jahre laufenden Insolvenzverfahren kündigte der im April neu berufene Verwalter Olaf Spiekermann an, den Insolvenzplan noch im September beim Amtsgericht Erfurt einzureichen. Zahlreiche Fragen seien in den vergangenen Wochen geklärt worden. Stimmen die Gläubiger dem Plan zu, könnte der Verein noch in diesem Jahr die Eigenständigkeit zurückerlangen.
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