Wie dachte Elif Eralp vor ihrem Einzug ins Abgeordnetenhaus? Was in alten Aufrufen der Linke-Politikerin steht und welches Netzwerk sie mitgründete.
Wie dachte Elif Eralp vor ihrem Einzug ins Abgeordnetenhaus? Was in alten Aufrufen der Linke-Politikerin steht und welches Netzwerk sie mitgründete.war. Der Verein wird seit 2012 formal vom Verfassungsschutz beobachtet und von der Behörde dem linksextremistischen Spektrum zugerechnet.
Eralp sei während ihres Jurastudiums eingetreten und anschließend „über Jahre passives Mitglied“ gewesen, erklärte die Linke. 2025 sei sie wegen „teilweise anderer politischer Ansichten“ Doch Eralps politische Vergangenheit reicht darüber hinaus. Bereits 2019 gehörte die heutige Spitzenkandidatin zu den Gründern von Links*Kanax.
Das Netzwerk fordert in seinem Gründungsmanifest „offene Grenzen für alle Menschen“, will „Kapitalismus, Rassismus und postkoloniale Machtverhältnisse bekämpfen“ und tritt für „globale Bewegungsfreiheit“ ein.beschreibt Eralp ihre Rolle selbst: „Im Juni 2019 habe ich gemeinsam mit Genossinnen und Freundinnen der Linken, als Erstunterzeichnende des Gründungsmanifests, das Netzwerk Links*Kanax gegründet.
“Das Manifest richtet sich an Menschen, die „Kapitalismus, Rassismus und postkoloniale Machtverhältnisse bekämpfen“. Das Netzwerk tritt für „demokratischen Sozialismus“ und „globale Bewegungsfreiheit“ ein. An anderer Stelle ist von einem „brutalen kapitalistischen System“ die Rede. Zu den konkreten Forderungen gehören „offene Grenzen für alle Menschen“.
Bundesländer mit linker Regierungsbeteiligung sollten außerdem „alle bisher nicht genutzten Spielräume“ ausschöpfen, um Abschiebungen zu verhindern und ein Bleiberecht durchzusetzen.die Forderung nach offenen Grenzen. Sie verwies darauf, dass diese aus dem damaligen Parteiprogramm und dem Wahlprogramm von 2017 stamme.
„Wir, die wir diese Forderung vertreten“, schrieb Eralp, seien kein kleiner Kreis innerhalb der Partei.erschien im Januar 2020 unter dem Titel „Für eine antirassistische und migrantische Klassenpartei“ und war als Beitrag zur Strategiedebatte der Linken gedacht. Unter den Unterzeichnern der Linkspartei steht „Elif, Eralp, Linke Berlin“. Auch Links*Kanax unterzeichnete den Text. Gefordert werden darin unter anderem Wahlrecht und Bleiberecht für Migranten, ein vereinfachter Zugang zur Einbürgerung und die „Legalisierung des Aufenthalts aller Illegalisierten“.
Eine migrantische Linke brauche zudem eine „kompromisslose Absage an Imperialismus“. Am Ende des Papiers heißt es, Migranten seien nicht als Opfer zu betrachten, sondern als „Klassenschwestern und -brüder“, mit denen man gemeinsam „das kapitalistische System stürzen“ wolle. Dies müsse „unsere Handlungsmaxime sein“. Die „Konkurrenz und Spaltung in der Arbeiter*innenklasse“ nutze „nur dem Kapitalismus“, sagte Eralp.
Deshalb müssten die Kämpfe „gegen Rassismus und Ausbeutung“ miteinander verbunden werden. Als Beispiele nannte sie unter anderem die Krankenhausbewegung und „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“.weiterhin unter Eralps Mitgliedschaften aufgeführt. Dort schreibt Eralp auch, es gehe ihr um „die Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse und eine Verschiebung nach links“ sowie darum, an „darüber hinausgehenden kapitalismusüberwindenden Perspektiven“ zu arbeiten. Inzwischen hat Eralp ihre politische Rolle abgeändert. 2021 zog die Juristin ins Abgeordnetenhaus ein.
Bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September führte sie die Linke als Spitzenkandidatin mit Dabei hat sich Eralp in einzelnen Fragen auch von Positionen innerhalb ihrer Partei abgegrenzt. Im März kritisierte sie gegenüber dereinen Zionismus-Beschluss der niedersächsischen Linken als „einseitig“. Sie bemängelte unter anderem, dass das Hamas-Massaker vom 7. Oktober darin keine Erwähnung finde.
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