In Berlin öffnet neue S-Bahn-Strecke. Doch künftig soll auch die Siemensstadt eine Verbindung in die City bekommen. Für zwei Linien könnte es eng werden.
In Berlin öffnet neue S-Bahn-Strecke. Doch künftig soll auch die Siemensstadt eine Verbindung in die City bekommen. Für zwei Linien könnte es eng werden. Probefahrt auf der Linie S15: Eine S-Bahn hält am Gesundbrunnen.
Vom 15. Juni an soll alle zehn Minuten ein Zug fahren. Aber wie lange?schafft neue Verbindungen zur wichtigsten Fernbahnstation von Berlin. Doch wie diese Route befahren wird, ist ungewiss.
Angesichts knapper Kapazitäten könnte ihr eine andere Strecke Konkurrenz machen.geht der erste Teil der neuen Nord-Süd-S-Bahn in Betrieb. Dort werden Vier-Wagen-Züge alle zehn Minuten verkehren. Die S15 wird mit rund vier Kilometern die kürzeste Linie der S-Bahn Berlin sein. Doch nun wurde bekannt, dass die neue Verbindung wieder verschwinden könnte.
Denn auch die geplante Linie S6 soll in die neue Tunnelstation am Hauptbahnhof führen. Aber der Platz ist begrenzt. Die S6 beginnt in Gartenfeld und soll den Siemens-Campus, der in Siemensstadt entsteht, über Jungfernheide und Westhafen zunächst mit der Innenstadt verbinden. Geplanter Betriebsstart: Ende 2029.
Bis dahin möchte die Deutsche Bahn dieDie Tunnelstation am Hauptbahnhof hat allerdings eine begrenzte Kapazität. Sie ist ein Provisorium, das nach Beseitigung von Problemstellen im Untergrund durch einen größeren S-Bahnhof ersetzt werden soll. Unter dem Stadtbahnviadukt sind falsch gebaute Betonteile der geplanten Fortführung des Tunnels derzeit noch im Weg. Ab 15.
Juni in Betrieb: der Bahnsteig im provisorischen Endbahnhof der S15. Das Bild zeigt: Zwischen dem Aufzug und der Kante an Gleis 21 reicht der Platz für Fahrgastwechsel nicht. In der Interimsstation, die am 15. Juni in Betrieb geht und 20 Millionen Euro gekostet hat, reicht der Bahnsteig nur für S-Bahn-Züge mit maximal vier Wagen.
Zudem ist vorgesehen, dass nur auf der östlichen Seite Fahrgastbetrieb stattfindet. Das andere Bahnsteiggleis ist mit einem stabilen Geländer abgesperrt worden. Selbst wenn Gleis 21 für den S-Bahn-Verkehr hergerichtet würde: Es wäre schwierig bis unmöglich, dort tatsächlich Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen, so die Bahn. So wurde der Aufzug auf dem provisorischen Bahnsteig so platziert, dass zwischen dem Aufbau und der westlichen Kante für einen Fahrgastwechsel zu wenig Platz wäre.
Gäbe es dort Gedränge, könnte es gefährlich werden, heißt es. Die Verteilerebene des neuen S-Bahnhofs unter der Invalidenstraße in Mitte. Auf den Wandpaneelen erinnert ein Design mit maritimen Farben an den nahen Humboldthafen. Zwar haben die Planer an Weichenverbindungen gedacht.
Bei der Bahn lässt man aber ausdrücklich offen, ob der provisorische Endbahnhof unter der Invalidenstraße Platz für mehr als eine S-Bahn-Linie hat. Äußerungen während des Pressetermins am Donnerstag erwecken den Eindruck, dass sich dort nur eine S-Bahn-Linie stabil betreiben ließe. Das würde bedeuten: Das Land Berlin, bei diesem Thema vertreten vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg , müsste sich für eine einzige S-Bahn-Linie entscheiden. Beobachter erwarten, dass die Verantwortlichen gegen die S15 zum Gesundbrunnen und für die S6 nach Gartenfeld votieren werden.
Der Siemens-Campus gilt als Prestigeprojekt, Wenn die provisorische Tunnelstation entbehrlich wird und die nächsten Abschnitte der neuen Nord-Süd-S-Bahn ans Netz gehen, wird die Kapazität steigen. Bis dahin werden allerdings noch Jahre vergehen, und die Berliner müssen so lange weitere Großbaustellen verkraften. Rugby-Spieler im Gleisdreieck-Park: Am Rand der Grünanlage soll ein S-Bahnhof entstehen, der es Fahrgästen erlaubt, in die U-Bahn-Linien U1, U2 und U3 umzusteigen.
Der dritte Bauabschnitt der geplanten 7,2 Kilometer langen zweiten Nord-Süd-S-Bahn soll sogar erst Mitte der 2040er-Jahre fertig werden. Das Teilstück zwischen Potsdamer Platz und den beiden Stationen an der Yorckstraße soll die Reise zwischen Teilen von Schöneberg und Kreuzberg zum Hauptbahnhof verkürzen. Am Gleisdreieck wird man in die U-Bahn-Linien U1, U2 und U3 umsteigen können.soll auf drei Ebenen eine Stationsanlage entstehen, die vor allem Moabit und die Europacity erschließen soll.
„Wir wollen in Kürze in die Planung für den neuen S-Bahnhof einsteigen“, sagt Projektleiter Holger Ludewig. Doch die Bahn wartet noch auf den Auftrag des Landes Berlin. Ob und wann gebaut wird, ist ungewiss. Es gäbe mehrere Varianten: während des bis Ende 2029 dauernden Interimszustands oder vor dessen Ende. Klar ist: Die S-Bahn-Strecke in Mitte,
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