Sächsisches Innenministerium löscht kritischen Social-Media-Beitrag zur Berliner Linken nach Unterlassungsforderung

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Sächsisches Innenministerium löscht kritischen Social-Media-Beitrag zur Berliner Linken nach Unterlassungsforderung
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Das sächsische Innenministerium hat einen kritischen Social-Media-Beitrag zur Berliner Linken gelöscht, nachdem die Partei per Anwaltspost Unterlassung gefordert hatte. Minister Armin Schuster wies parteipolitische Motive zurück.

Das sächsische Innenministerium hat einen kritischen Social-Media-Beitrag zur Berliner Linke n gelöscht, nachdem die Partei per Anwaltspost eine Unterlassungserklärung gefordert hatte. Die Löschung teilte das Ministerium in Dresden in einer Erklärung mit. Ressortchef Armin Schuster (CDU) wies zugleich den Eindruck zurück, der Beitrag auf den offiziellen Kanälen des Ministeriums bei X und Instagram habe aus parteipolitischen Gründen einem Wettbewerber schaden sollen.

Hintergrund: Wahlsieg der Linken in Berlin

Der CDU-Politiker Armin Schuster hatte nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin vor anderthalb Wochen Bedenken über eine mögliche Regierungsbeteiligung der Partei geäußert. Dabei ging er auf die Berliner Linke ein und bezeichnete den Wahlsieg der Partei als Schlag ins Gesicht rechtschaffener Bürger. Daraufhin forderte die Linke das Ministerium über eine Anwaltskanzlei auf, bis zum 2. Oktober eine Unterlassungserklärung abzugeben.

Die Berliner Linke sieht in den Äußerungen eine Verletzung ihrer Rechte. Sie geht auch gegen weitere Politiker vor, die über Social Media der Partei Antisemitismus und Nähe zu Clans vorgeworfen haben. Nach Angaben eines Parteisprechers schickte ein Anwalt ähnliche Schreiben an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und die Innenminister anderer Länder.

Weitere Politiker betroffen

In Hessen verweigert Innenminister Roman Poseck (CDU) eine Unterlassungserklärung. Sein Ministerium sieht bei Posecks Äußerung das Neutralitätsgebot nicht verletzt. Er hatte auf dem Instagram-Kanal des Ressorts einen Beitrag zu einem Video der Linke-Jugend veröffentlicht und von einem Clan-Problem der Berliner Linken gesprochen.

Poseck wollte nach eigenen Angaben vor einer Einflussnahme auf die Politik warnen. Die gemeinsame öffentliche Darstellung von Clanchefs und Personen des öffentlichen Lebens folge nach Erfahrung der Sicherheitsbehörden einer Strategie, Politik zu beeinflussen. Es sei seine Aufgabe, klare Kante gegen jede Form von Clankriminalität, Extremismus oder Antisemitismus zu zeigen.

Reaktionen und rechtliche Schritte

Die Löschung des Beitrags durch das sächsische Innenministerium erfolgte nach der Unterlassungsforderung der Linken. Minister Schuster betonte, dass keine parteipolitischen Motive eine Rolle gespielt hätten. Die Linke setzt ihre rechtlichen Schritte gegen mehrere Politiker fort, die sie mit Antisemitismus und Clannähe in Verbindung gebracht haben.

Die Auseinandersetzung wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende rechtliche Auseinandersetzung zwischen Parteien und Regierungsvertretern über Äußerungen in sozialen Medien. Während die Linke auf Unterlassung pocht, verweisen die betroffenen Ministerien auf ihre Pflicht, über Sicherheitsrisiken aufzuklären.

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