Saudi-Arabiens Ex-Geheimdienstchef Turki bin Faisal al Saud fordert Deutschland auf, sich an einer Militäroffensive gegen die Huthi im Jemen zu beteiligen. Ein GCC-EU-Treffen in Riad steht bevor.
Saudi-Arabien plant Insidern zufolge eine neue Militäroffensive gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Terror-Miliz im Jemen. Die Regierung in Riad setzt dabei auch auf militärische Unterstützung anderer Länder, darunter Frankreich und Großbritannien. Jetzt fordert Saudi-Arabien s Ex-Geheimdienstchef Turki bin Faisal al Saud (81) auch Deutschland auf, sich zu beteiligen.
Turki fordert deutsche Beteiligung an Sicherheitssystem
Turki bin Faisal al Saud kritisierte, dass nicht nur die USA, Israel und Iran Verantwortung trügen. Auch Europa profitiere von der Stabilität in der Region, tue aber wenig, um diese zu sichern. Das überlasse man lieber den Amerikanern und anderen.
Er habe vor Monaten ein militärisches Sicherheits- und Überwachungssystem für die Arabische Halbinsel und die Meerenge Bab al-Mandab vorgeschlagen. Kein europäisches Land habe sich beteiligen wollen. Dabei hätte Europa enorm von der Sicherung der Meerenge profitiert: Schiffe könnten ungehindert zum Suezkanal und weiter nach Europa fahren. Europa hätte sich engagieren sollen.
Unterstützung durch Frankreich und Großbritannien
Bereits Unterstützung leisteten einige Länder. Frankreich engagiere sich, Großbritannien unterstütze mit Luftbetankung, Ägypten und weitere Länder könnten folgen, sagte Turki. Pakistan und die Türkei unterstützten bereits mit Nachschub, Munition und Geheimdienstinformationen.
Aber es sei nicht allein Amerikas Aufgabe, Handelswege zu schützen. Die ganze Welt sollte sich daran beteiligen.
GCC-EU-Treffen in Riad geplant
Im nächsten Monat finde in Riad ein Treffen zwischen dem Golfkooperationsrat (GCC) und der Europäischen Union statt. Wir wollen dort ein seit 30 Jahren diskutiertes Handelsabkommen zwischen Europa und dem GCC unterzeichnen, erklärte Turki. Das könnte der Anfang einer Zusammenarbeit sein, der Sicherheitsfragen folgen sollten.
Die geplante Offensive Saudi-Arabiens gegen die Huthi-Miliz im Jemen ist Teil der Bemühungen, die Stabilität in der Region zu erhöhen und die Schifffahrtswege zu sichern. Die Huthi werden vom Iran unterstützt und kontrollieren weite Teile des Jemen.
Die Meerenge Bab al-Mandab ist ein strategisch wichtiger Seeweg für den internationalen Handel. Eine Sicherung würde den Schiffsverkehr zum Suezkanal und nach Europa erleichtern. Europäische Länder haben sich bisher zurückgehalten, was Turki kritisiert.
Das bevorstehende Treffen zwischen dem GCC und der EU in Riad könnte ein Handelsabkommen hervorbringen, das seit 30 Jahren diskutiert wird. Turki sieht darin einen möglichen Beginn für eine Zusammenarbeit, die auch Sicherheitsfragen umfassen sollte.
Deutschland steht nun vor der Frage, ob es sich an der Militäroffensive beteiligt. Turki betont, dass die ganze Welt Verantwortung tragen sollte, nicht nur die USA.
Die Situation im Jemen bleibt angespannt. Die Huthi-Miliz wird für Angriffe auf Schiffe im Roten Meer verantwortlich gemacht. Saudi-Arabien führt seit Jahren eine Militärkoalition gegen die Huthi an.
Die internationale Gemeinschaft ist gespalten über das Vorgehen. Während einige Länder Saudi-Arabien unterstützen, fordern andere eine politische Lösung. Turki plädiert für mehr europäisches Engagement.
Die geplante Offensive könnte die Lage im Jemen weiter verschärfen. Humanitäre Organisationen warnen vor einer Verschlechterung der Versorgungslage. Millionen Menschen im Jemen sind auf Hilfe angewiesen.
Saudi-Arabien bemüht sich um Unterstützung, um die Huthi zurückzudrängen. Die Meerenge Bab al-Mandab ist dabei von zentraler Bedeutung. Eine Kontrolle würde den Einfluss auf den Schiffsverkehr erhöhen.
Europa hat ein Interesse an stabilen Handelswegen. Die Sicherung der Meerenge könnte den Handel mit Asien und Afrika erleichtern. Bisher haben europäische Länder jedoch gezögert, sich militärisch zu engagieren.
Das GCC-EU-Treffen in Riad könnte neue Impulse geben. Ein Handelsabkommen würde die wirtschaftliche Zusammenarbeit stärken. Turki hofft, dass darauf Sicherheitskooperationen folgen.
Die Forderung nach deutscher Beteiligung ist Teil einer breiteren Strategie. Saudi-Arabien sucht Verbündete, um die Huthi zu bekämpfen. Deutschland könnte eine Schlüsselrolle spielen.
Die Entscheidung über eine Beteiligung liegt bei der deutschen Regierung. Bisher gibt es keine offizielle Reaktion. Die Diskussion über militärisches Engagement ist in Deutschland umstritten.
Die Lage im Jemen bleibt komplex. Verschiedene Akteure verfolgen unterschiedliche Interessen. Eine Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht.
Turki bin Faisal al Saud war von 1977 bis 2001 Leiter des saudischen Geheimdienstes. Er ist bekannt für seine kritischen Äußerungen zur westlichen Politik. Seine Forderungen haben Gewicht in der Region.
Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, Stabilität zu schaffen. Der Jemen-Konflikt hat bereits zu einer der schlimmsten humanitären Krisen geführt. Eine weitere Eskalation wäre verheerend.
Die geplante Offensive könnte den Druck auf die Huthi erhöhen. Ob sie erfolgreich sein wird, ist ungewiss. Die Huthi haben sich in der Vergangenheit als widerstandsfähig erwiesen.
Die Unterstützung durch Frankreich und Großbritannien zeigt, dass Saudi-Arabien nicht allein ist. Weitere Länder könnten sich anschließen. Die Dynamik im Konflikt könnte sich ändern.
Das GCC-EU-Treffen in Riad ist ein wichtiger Termin. Ein Handelsabkommen wäre ein Zeichen der Zusammenarbeit. Sicherheitsfragen könnten folgen, wenn Europa bereit ist, sich zu engagieren.
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