'Ich bin Typ Feuer': Der Schauspieler Philipp Hochmair geht in seiner Kunst bis ans Äußerste. Da muss wenigstens das Essen meditativ sein.
hat seinen Koffer zu seiner Berliner Wohnung hochgeschleppt, weil er gerade aus Südtirol kommt, wo er zwei verschiedene Solo-Abende gegeben hat, Goethes"Werther" und Kafkas"Amerika". Er hat den Koffer ausgeräumt, sein T-Shirt ausgezogen und sich einen schwarzen Zylinderhut aufgesetzt. Er hat eine CD aufgelegt, die er selbst gestaltet hat, Schiller-Balladen kombiniert mit Techno-Musik, was einen sehr lauten, sehr rhythmischen Sound ergibt.
Nach den ersten Minuten in Hochmairs kleiner Wohnung ist aber auch klar: Wer mit einer solchen Energie unterwegs ist, braucht etwas, das ihn wieder runterbringt. Bei Hochmair ist es das Essen beziehungsweise die Art, wie er es zubereitet: nämlich ayurvedisch. Hochmair schnippelt gelbe Karotten, während er Kokosfett in einer Pfanne erhitzt.
Aber bis dahin erzählt Hochmair erst einmal, wie er, der Österreicher, überhaupt zu Ayurveda, der indischen Heilkunst, kam. Die längste Zeit habe er sich auf Raststätten von Hotdogs und Dosenbier ernährt oder auf Filmsets das Catering-Essen in sich hineingeschlungen."Aber das geht sich in meinem Alter nicht mehr aus", sagt er."Wenn du auf Knopfdruck funktionieren möchtest, musst du dich richtig ernähren.
Doch aufgewachsen ist Hochmair mit einem österreichisch-barocken Begriff von Kulinarik. Üppig muss es sein, der Alkohol muss fließen,"man hat ein Bild im Kopf von Braten und Wein als Sinnbild für Glück". Die Theaterwelt ist auch nicht gerade ein Ort der Achtsamkeit, nach den Vorstellungen saß Hochmair mit Kolleginnen und Kollegen in der Kantine zusammen, aß, trank, rauchte.
Also fuhr Hochmair ins indische Kerala und begann, sich mit den Prinzipien von Ayurveda beschäftigen. Dass es verschiedene Typen von Persönlichkeit gibt, die von den Elementen Feuer, Erde, Wasser, Luft und Äther beeinflusst werden. Je nachdem, welches Element dominiert, ernährt man sich dann.
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