Wie eine ganze Reihe anderer Notenbanken zuvor hat nun auch die Schweiz das negative Zinsterritorium verlassen. Die Zinsen wurden von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) um 0,75 Prozentpunkte angehoben auf 0,5 Prozent.
Frankfurt, 22.09.2022Die Schweizerische Nationalbank hebt ihren Leitzins erneut an. Die Notenbank erhöht den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 0,50%. Mit dem Schritt wollen die Währungshüter dem erneut gestiegenen Inflationsdruck entgegenwirken, wie die SNB am Donnerstag nach ihrer Zinssitzung erklärte. Zudem soll ein Übergreifen der Teuerung auf bisher weniger betroffene Waren und Dienstleistungen erschwert werden.
Es sei nicht auszuschließen, dass weitere Zinserhöhungen nötig seien, um die Preisstabilität in der mittleren Frist zu gewährleisten, betonten die Währungshüter. Die SNB hatte bereits Mitte Juni die Zinsschraube mit einem Schritt um einen halben Prozentpunkt erstmals seit fünfzehn Jahren wieder angezogen. Seither ist die Teuerung in der Schweiz weiter gestiegen. Für August wiesen die Statistiker eine Inflation von 3,5% aus.
So werden Sichtguthaben der Banken bei der SNB nur bis zu einer bestimmten Grenze zum SNB-Leitzins verzinst, erklärten die Währungshüter am Donnerstag. Dieser liegt nun bei 0,5%. Sichtguthaben oberhalb dieser Grenze würden zu null verzinst. Darüber hinaus werde die SNB liquiditätsabschöpfende Maßnahmen einsetzen, hieß es weiter. Damit will die SNB sicherstellen, dass die kurzfristigen besicherten Geldmarktzinsen weiterhin nahe beim Leitzins liegen.
„Die Inflation liegt deutlich über unserem Zielwert von zwei Prozent, und es besteht die Aussicht, dass die Inflation länger hoch bleiben wird als bisher angenommen“, begründete Notenbank-Gouverneurin Ida Wolden Bache den Schritt. „Wir erhöhen den Leitzins mit dem Ziel, die Inflation zu senken.“Die japanische Notenbank hingegen hielt heute die Füße still. Im Gegensatz zu vielen anderen Notenbanken stemmt sie sich nicht gegen die Inflation im Land.
Daher sah sich Japans Zentralbank aber genötigt, erstmals seit 1998 zur Stützung des schwächelnden Yen in den Devisenmarkt einzugreifen. Dies gab ein Regierungsvertreter am Donnerstag bekannt. Mit Käufen der eigenen Währung verschafft die Bank of Japan dem Yen damit eine Atempause. Dadurch fiel der Dollar zunächst auf 142,90 Yen, nachdem er zuvor auf ein 24-Jahres-Hoch von 145,89 Yen gestiegen war.
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