Siemens Healthineers senkt wegen schwacher Diagnostik in China die Prognose. Umsatzplus nur 4,5 bis 5%, Ebit -15%. Was das für Anleger bedeutet.
Siemens Healthineers senkt wegen schwacher Diagnostik in China die Prognose. Umsatz und Gewinn bleiben hinter Erwartungen, das operative Ergebnis sinkt deutlich. Die Sparte soll ausgegliedert werden.
Die Diagnostik-Sparte von Siemens Healthineers bekommt die Verwerfungen auf dem chinesischen Gesundheitsmarkt heftig zu spüren. Der Erlanger Medizintechnik-Konzern kappt deshalb seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr: Der Umsatz werde auf vergleichbarer Basis nur noch um 4,5 bis 5,0% wachsen, teilte die Siemens-Tochter am Donnerstag mit. Bisher hatte Siemens Healthineers mit 5 bis 6% Zuwachs gerechnet.
Der bereinigte Gewinn je Aktie werde maximal bei 2,30 Euro liegen, bisher hatte der Vorstand um Bernd Montag 2,20 bis 2,40 Euro in Aussicht gestellt. Im zweiten Quartal verfehlte Siemens Healthineers die Erwartungen der Analysten.
„Obwohl das Umfeld schwierig bleibt, ist unser synergetischer Kern aus Imaging und Precision Therapy weiter mit gutem Momentum auf Kurs“, sagte CEO Montag. „Zudem ergreifen wir Maßnahmen für die Zukunft des Unternehmens: Wir leiten die nächsten Schritte zur Schaffung von Optionen für Diagnostics ein und bringen eine Weiterentwicklung des Führungsteams auf den Weg. “ In einem ersten Schritt soll die Sparte ausgegliedert werden, wie aus einer Präsentation hervorgeht.
Montag hatte bereits mehrfach erklärt, das Geschäft mit Laborstraßen und zugehörigen Reagenzien habe wenig Synergien mit dem Kerngeschäft mit MRTs, Röntgengeräten und Operationsrobotern. Im abgelaufenen zweiten Quartal brach die Diagnostik-Sparte in China ein, weltweit büßte sie auf vergleichbarer Basis 6,5% Umsatz ein und schrieb kaum noch Gewinn. Die Regierung in Peking schraubt seit Jahren an umfassenden Reformen im Gesundheitssystem, die sich nun bei den Lieferanten niederschlagen.
Das drückte auch den operativen Gewinn: Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen fiel um 15% auf 836 Mill. Euro, stärker als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg vergleichbar nur um 3,1% auf 5,68 Mrd. Euro.
Der Iran-Krieg hat Deutschlands größtem Immobilienkonzern Vonovia höhere Finanzierungskosten beschert: Der Fokus liegt daher weiter auf dem Schuldenabbau, das Kerngeschäft liefert im ersten Quartal „starke Ergebnisse“. Noch vor wenigen Monaten hat Elon Musk heftig gegen den KI-Entwickler Anthropic ausgeteilt. Nun arbeitet er mit dem Startup zusammen. Mit ihrem IPO will SpaceX eine neue Führungsstruktur etablieren, durch die sie Aktionärsrechte massiv einschränkt.
Doch sind viele Investoren bereit, die schweren Nachteile in Kauf zu nehmen. Ted Turner ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Der Unternehmer veränderte die Medienwelt unter anderem mit dem Nachrichtensender CNN fundamental. Ottobock steht offenbar kurz vor dem Verkauf des Rollstuhlgeschäfts.
Eine Transaktion sei noch im zweiten Quartal möglich, so der Vorstand. Evotec rutscht wegen hoher Umbaukosten und fehlender Lizenzerlöse tief in die roten Zahlen. Umsatz und operatives Ergebnis brechen ein, der Verlust steigt deutlich.
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