Simone Biles hat über ihre Hauterkrankungen seborrhoische Dermatitis und Ekzeme berichtet, die sie während der Vorbereitung auf Olympia 2024 belasteten. Mit der Kampagne Skin to Believe In setzt sie sich für mehr Aufklärung ein.
Die Turnerin Simone Biles, 29 Jahre alt, hat öffentlich gemacht, wie sehr sie unter zwei Hauterkrankungen gelitten hat. Sie litt an einer chronisch-entzündlichen Hauterkrankung namens seborrhoische Dermatitis im Gesicht und auf der Kopfhaut sowie an Ekzeme n an den Armen. Die ersten Beschwerden traten während ihrer Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris auf. Biles, die bereits 11 Olympia- und 30 WM-Medaillen gewonnen hat, berichtete in einem Interview mit dem Magazin People von ihrem Leidensweg.
Hauterkrankungen belasten Biles im Alltag
Im Interview schilderte Biles, wie sehr Juckreiz und schuppende Haut ihren Alltag beeinträchtigten. Sie habe sich so stark gekratzt, dass sie sogar einen Kamm benutzte und blutete. Sie habe gedacht, dass sie so nicht leben könne, da sie sich ständig kratze, unglücklich und unwohl fühle. Schließlich habe sie jemanden aufsuchen müssen, der ihr Linderung verschaffen konnte.
Zunächst nahm Biles die Symptome nicht ernst und ging nicht zum Hautarzt. Sie erklärte, sie sei damals irgendwie in Verleugnung gewesen und habe versucht, ihre Beschwerden mit frei verkäuflichen Mitteln zu behandeln. Hinzu kam ihr voller Terminkalender: Zwischen Training, Reisen und Wettkämpfen blieb wenig Zeit für einen Termin beim Dermatologen.
Verschlimmerung und Arztbesuch in Paris
Mit der Zeit beschränkten sich die Beschwerden nicht mehr auf ihr Gesicht und ihre Kopfhaut. Auch an ihren Armen bemerkte Biles Veränderungen. Sie dachte zunächst, es würde wieder besser werden, aber dann wurden einige ihrer Symptome viel schlimmer. In Paris wurden die Hautprobleme für Biles zur Belastung. Sie machte sich Sorgen, dass die sichtbaren Symptome im Fernsehen zu sehen sein könnten.
Bei den Olympischen Spielen schuppte sich ihre Haut überall, und sie hatte Angst, dass es jemand im Fernsehen sehen könnte. Deshalb ging sie schließlich zum Arzt. Dieser Schritt war für sie notwendig, um Linderung zu finden und die Erkrankung zu behandeln.
Kampagne Skin to Believe In für Aufklärung
Mit der Kampagne Skin to Believe In möchte die Olympiasiegerin ihre Erfahrungen nutzen, um mehr Aufmerksamkeit für Hauterkrankungen zu wecken. Dabei geht es Biles darum, die Stigmatisierung von Menschen mit sichtbaren Hautproblemen zu verringern. Sie betonte, dass sie in den letzten Jahren ihrer Karriere gelernt habe, zu sich selbst zu stehen – zu dem, wer sie ist, und zu dem, was sie durchgemacht habe.
Die Kampagne soll anderen Betroffenen Mut machen und das Bewusstsein für Hauterkrankungen schärfen. Biles hofft, dass ihre Geschichte dazu beiträgt, dass Menschen mit Hautproblemen sich nicht verstecken müssen und offen über ihre Erfahrungen sprechen können.
Hintergrund und Bedeutung der Erkrankungen
Seborrhoische Dermatitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die vor allem Bereiche mit vielen Talgdrüsen wie Gesicht und Kopfhaut betrifft. Ekzeme sind entzündliche Hautreaktionen, die mit Juckreiz und Rötungen einhergehen können. Beide Erkrankungen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und erfordern oft eine langfristige Behandlung.
Simone Biles ist eine der erfolgreichsten Turnerinnen aller Zeiten. Mit 11 Olympia-Medaillen und 30 WM-Medaillen hat sie zahlreiche Rekorde aufgestellt. Ihr offener Umgang mit ihren Hautproblemen zeigt eine neue Seite der Ausnahmesportlerin und unterstreicht die Bedeutung von körperlicher und mentaler Gesundheit im Leistungssport.
Die Kampagne Skin to Believe In wird von Biles unterstützt, um Vorurteile abzubauen und Betroffenen zu helfen. Durch ihre Bekanntheit kann sie eine breite Öffentlichkeit erreichen und das Thema Hauterkrankungen enttabuisieren.
Rubbel die nächste Story frei
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