Angesichts steigender Infektionszahlen kündigt Ministerpräsident Markus Söder Verschärfungen an, die besonders Ungeimpfte betreffen könnten.
Alles Wichtige zur Landespolitik und Geschichten aus dem Freistaat - direkt in Ihrem Postfach. Kostenlos anmelden. Konkret kann sich Söder vorstellen, dass überall dort die 3-G-Plus-Regel zum Tragen kommt, wo derzeit die weniger strenge 3-G-Regel gilt.
Das heißt, dass neben Genesenen und vollständig Geimpften nur noch Menschen mit einem negativen PCR-Test Zugang bekommen könnten. Ein negativer Antigen-Schnelltest würde dann nicht mehr ausreichen. Wo derzeit noch 3-G-Plus gilt, könnte wiederum bald 2G gelten. Was dann bedeuten würde, dass etwa in Clubs, Diskotheken oder Bordellen nur Einlass bekäme, wer geimpft oder genesen ist. Auch ein negativer PCR-Test wäre dann keine Eintrittskarte mehr. Darüber hinaus kündigte Söder an, die Regeln für 3G, 3-G-Plus und 2G in Hotspots noch stärker zu kontrollieren. Einen generellen Lockdown schloss er erneut aus. Um die Impfquote weiter nach oben zu treiben, brauche es einen"Impf-Ruck", sagte Söder. Mit Blick auf die Debatte um den nicht geimpftenvom FC Bayern München, sagte Söder, es wäre ein"gutes Signal, wenn Personen des öffentlichen Lebens, auch Fußballspieler, noch mal ein klares Signal fürs Impfen setzen". Söder plädierte zudem für die Überlegung, eine Drittimpfung unabhängig vom Alter zu empfehlen. Über die teils sehr hohen Inzidenzen im Süden und Südosten Bayerns sagte er:"Dort, wo die Zahlen am höchsten sind, sind die Impfquoten am niedrigsten." Es gebe"einen direkten Zusammenhang, den man sehen kann". Ähnlich wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek dies bereits am Mittwoch getan hatte, kritisierte Söder den Plan der Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP im Bund, die"epidemische Lage von nationaler Tragweite" Ende November auslaufen zu lassen und durch weniger umfassende Vorgaben für Corona-Beschränkungen zu ersetzen, die am 20. März 2022 endgültig enden sollen."Absurd", sagte Söder, schließlich könne heute niemand sagen, wie die Lage bis dahin aussehe. Er halte es für"sinnvoll, dass wir möglichst bald zwischen Bund und Ländern zusammenkommen und beratschlagen, wie es weitergeht", auch bei der Steuerung der Belastung in den Kliniken.
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