Das „WoHo“ hat im zweiten Durchgang die Zustimmung des Bezirksparlaments erhalten. Die Grünen hatten eine erneute Abstimmung durchgesetzt, nachdem das Projekt eigentlich abgelehnt worden war.
Sondersitzung in Kreuzberg: Die Bezirksverordnetenversammlung ist am Donnerstagabend zusammengekommen, um über ein Hochhausprojekt abzustimmen. Erneut. Denn bereits am 28. Mai hatte die BVVIn einer chaotischen Sitzung hatten Linke, SPD und FDP am 28.
Mai gegen das Vorzeigeprojekt von Grünen-Baustadtrat Florian Schmidt votiert. Die CDU hatte sich bei der Abstimmung enthalten und die Stimmen der Grünen alleine hatten nicht ausgereicht. Da allerdings zwei Politiker:innen der Grünen bei der Sitzung fehlten, hatte die Fraktion eine Vertagung der Abstimmung beantragt. Bei der Sondersitzung am Donnerstagabend waren alle Grünen vertreten – und die CDU stimmte für das Hochhaus.
Somit ist der Bebauungsplan für das Gelände genehmigt und das Areal wird von einem Gewerbe- zu einem Mischgebiet erklärt, auf dem das „WoHo“ entstehen kann. Jan Thomas Alter, Co-Vorsitzender der CDU-Fraktion, begründete seine Zustimmung wie folgt: „Es gibt bei dem Projekt viele Risiken, aber eben die Möglichkeit, Wohnraum zu schaffen.
“ Entstehen sollen zahlreiche Sozialwohnungen, eine Wohngemeinschaft für Demenzkranke, eine frei zugängliche Dachterrasse sowie ein kleines Schwimmbad. SPD und Linke wollen an der Stelle ebenfalls Wohnungen errichten, sprechen sich aber gegen das „WoHo“ aus und für eine Bebauung, die nicht höher als 60 Meter ist. Das „WoHo“, kurz für Wohnhochhaus, sei nicht ökologisch und füge sich auch nicht gut ins Stadtbild ein, war zuvor von den Linken geäußert worden.
Die Fraktion kritisierte, dass das Projekt durch einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan keine Umweltprüfung durchlaufen müsse.
„Und das bei einem Projekt, das angeblich so grün sein soll. “ Baustadtrat Schmidt hatte bereits zuvor betont, es sollten dringend benötigte Gewerbeflächen entstehen sowie zahlreiche Wohnungen, davon sogar bis zu 90 Prozent gefördert. Ein Drittel der Wohnungen mit Wohnberechtigungsschein, ein weiteres Drittel durch Genossenschaften.
„Hier soll es nicht heißen: oben reich, unten arm. Es soll gemischt werden“, sagte der Stadtrat. Sein Vorzeigeprojekt hat nun einen großen Schritt gemacht. Wann und in welcher Form es umgesetzt werden soll, kann nun weiterhin geplant werden.
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