SPD-Spitzenkandidat und Berliner Regierender Bürgermeister Kai Wegner wird für liegende Angaben über Telefonate mit Bundeskanzler Olaf Scholz belegt. Die SPD kritisiert, Wegner sei 'schlicht und einfach ein Lügner'.
Wegner ist „schlicht und einfach ein Lügner“: SPD -Spitzenkandidat zu neuen Erkenntnissen zum 3. Januar Die Bundesregierung korrigiert Angaben Wegners zu einem Telefonat mit dem Kanzler am Tag des Strom-Anschlags.
Die SPD setzt den Regierenden Bürgermeister weiter unter Druck. und Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner am Tag des Berliner Stromausfalls hat der SPD-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat Steffen Krach schwere Vorwürfe gegen Wegner erhoben.
„Seit Monaten erfahren die Berlinerinnen und Berliner von Kai Wegner nur scheibchenweise die Wahrheit und immer nur auf Druck der Medien“, erklärte Krach. Das von Wegner mehrfach angeführte Gespräch mit dem Bundeskanzler habe nun also gar nicht stattgefunden.
„Wer solche Dinge frei erfindet und die Wahrheit verschweigt, ist schlicht und einfach ein Lügner“, so Krach. Es müsse zudem geklärt werden, warum das Kanzleramt dabei mitgemacht habe. Darunter leide das Ansehen der Politik insgesamt. Krach forderte Wegner auf, reinen Tisch zu machen und darzulegen, was er am 3.
Januar getan habe. Alle anderen Kabinettsmitglieder könnten dies.. Eine Sprecherin teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit, Merz sei am 3. Januar 2026 zwar in die Kommunikation mit Wegner eingebunden gewesen, „jedoch hat kein unmittelbares Gespräch oder Telefonat stattgefunden".
Anderslautende frühere Auskünfte beruhten auf einem „Missverständnis in der Kommunikation". Ein Gespräch habe es lediglich mit Kanzleramtsminister Thorsten Frei gegeben. Am 17. März hatte ein Regierungssprecher noch von mehreren Gesprächen Wegners mit Merz und Frei berichtet.
Am 3. Januar hatten mutmaßliche Linksextremisten nach Angaben der Ermittler einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke verübt. In der Folge waren im Südwesten Berlins rund 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten sowie mehr als 2000 Gewerbebetriebe teils tagelang ohne Strom und vielfach auch ohne Heizung. , weil er ein etwa einstündiges Tennismatch am ersten Tag zunächst verschwiegen hatte.
Nach Angaben der Senatskanzlei ist bis heute nicht lückenlos dokumentiert, mit welchen Stellen er an jenem Tag Kontakt hatte. Wegner bat später um Entschuldigung für Fehler in seiner Kommunikation.
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