Sporting Lissabon beendet die Zusammenarbeit mit Olympiasprinterin Cátia Azevedo nach 18 Jahren. Die 32-Jährige war erst vor wenigen Monaten Mutter geworden und hatte wieder mit dem Training begonnen.
Der portugiesische Sportverein Sporting Lissabon hat sich von der Olympia sprinterin Cátia Azevedo getrennt. Die 32-Jährige war erst vor wenigen Monaten Mutter geworden und hatte gerade wieder mit dem Training begonnen. Die Trennung wurde vom Verein in einem Instagram-Post bekannt gegeben. Azevedo lief 18 Jahre lang für den Klub und wurde dort zur Olympionikin.
Sporting Lissabon trennt sich von Cátia Azevedo
Die Nachricht von der Trennung löste heftige Reaktionen aus. Viele Nutzer zeigten sich empört über den Zeitpunkt. Besonders deutlich kritisierte Marta Pen, zweimalige Olympia-Teilnehmerin im Mittelstreckenlauf, den Verein. In einer Instagram-Story schrieb sie, es sei unglaublich, dass der Verein, in dem Cátia aufgewachsen sei und zur Olympionikin wurde, sie in diesem neuen Lebensabschnitt nicht unterstütze. Azevedo teilte den Beitrag später selbst.
Laut übereinstimmenden portugiesischen Medien hatte Sporting der Sprinterin ein Angebot zur Vertragsverlängerung um eine Saison gemacht, allerdings zu den gleichen Bezügen wie bisher. Die 32-Jährige lehnte ab. Der Verein trennte sich auch von Ana Mafalda Ferreira (Mittelstrecke, Langstrecke und Crosslauf), Carlos Nascimento (Sprint), Omar Elkhatib (Sprint), Rui Pinto (Lang- und Mittelstrecke) und Tiago Pereira (Dreisprung und Triathlon).
Cátia Azevedo: Rekordhalterin und Mutter
Cátia Azevedo hat fast ihre gesamte Karriere bei Sporting Lissabon verbracht. Sie hält den nationalen Rekord über 400 Meter mit einer Zeit von 50,59 Sekunden. Nur fünf Wochen nach der Geburt ihres Sohnes stand sie wieder auf der Tartanbahn. Ihre Ziele sind, den eigenen Rekord über 400 Meter zu verbessern und sich 2028 in Los Angeles zum vierten Mal für Olympia zu qualifizieren.
Die Trennung von ihrem Heimatverein könnte ihre Pläne beeinflussen. Azevedo hat noch nicht bekannt gegeben, wie es für sie weitergeht. Der Verein Sporting Lissabon hat sich zu den Gründen der Trennung nicht weiter geäußert.
Reaktionen und Zukunft von Cátia Azevedo
Die Reaktionen auf die Trennung fallen überwiegend kritisch aus. Viele Fans und Sportler zeigen Solidarität mit Azevedo. Marta Pen warf dem Verein mangelnde Unterstützung vor. Azevedo selbst hat sich bisher nicht ausführlich geäußert, teilte aber den Beitrag von Pen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Trennung auf die sportliche Zukunft der Sprinterin auswirkt. Azevedo will weiterhin an ihrer Karriere arbeiten und sich für die Olympischen Spiele 2028 qualifizieren. Sporting Lissabon hat sich von mehreren Athleten getrennt, was auf eine umfassende Umstrukturierung hindeutet.
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