Beyond the Breaking News

Stablecoins: Warum Europas Finanzsystem unter Druck gerät

Amazon Nachrichten

Stablecoins: Warum Europas Finanzsystem unter Druck gerät
AppleGoogleMicrosoft

Amazon, Meta und Google könnten bald eigene Digitalwährungen in der EU ausgeben – und Europas Zahlungsverkehr dauerhaft umkrempeln.

Amazon , Meta und Google könnten bald eigene Digitalwährungen in der EU ausgeben – und Europas Zahlungsverkehr dauerhaft umkrempeln. Amazon , Meta oder Google könnten bald eigene Digitalwährungen ausgeben – und damit tiefer in den Alltag von Hunderten Millionen Europäern eingreifen als jede Bank.

Was nach Krypto-Nische klingt, hat das Potenzial, die Kontrolle über den europäischen Zahlungsverkehr grundlegend zu verschieben. – seit Juli 2025 in Kraft – schuf erstmals einen bundesrechtlichen Rahmen für Dollar-Stablecoins; börsennotierte Technologiekonzerne können Token ausgeben, unterliegen dabei aber erhöhten Anforderungen. Die gemeinnützige Bürgerbewegung Finanzwende, die sich über Spenden und Stiftungsförderung finanziert, warnt: Diese Tokens könnten künftig auch in die EU drängen.

Wie die Analyse aufzeigt, besitzen Alipay, Amazon und Alphabet bereits E-Geld-Lizenzen in der EU – und erfüllen damit die Grundvoraussetzung, um unter der europäischen Kryptoverordnung MiCA sogenannte E-Money-Tokens herauszugeben. Der entscheidende Hebel ist dabei nicht die Finanztechnik selbst, sondern das Ökosystem dahinter. Allein über Facebook und Instagram erreicht Meta mehr als die Hälfte der EU-Bevölkerung.

Ein hauseigener Stablecoin ließe sich dort als Zahlungsmittel für Werbebuchungen, In-App-Käufe oder Peer-to-Peer-Überweisungen einbetten – ohne einen einzigen Neukunden gewinnen zu müssen. Hinzu kommen Einnahmen aus Transaktionsdaten, eingesparte Kartengebühren und Zinserträge auf die Stablecoin-Reserve. Die Finanzwende-Analyse identifiziert eine strukturelle Lücke in der europäischen Regulierung. MiCA regelt klassische Aufsichtsthemen wie Eigenkapital, Reservevorgaben und Stresstests.

Die Plattformdimension – also Datenmacht, Quersubventionierung und algorithmische Bevorzugung eigener Zahlungsmittel – bleibt weitgehend unangetastet. Ein Big-Tech-Stablecoin, der im eigenen Ökosystem günstiger und bequemer funktioniert als jede Alternative, könnte Wettbewerber effektiv verdrängen. Die Risiken gehen über den Wettbewerb hinaus. Massiv skalierte Stablecoin-Reserven in Staatsanleihen könnten bei einem Vertrauensverlust Abverkaufswellen auf den Finanzmärkten auslösen.

Im Krisenfall wäre die EZB möglicherweise gezwungen einzuschreiten – ein Szenario, das bereits bei Metas Libra-Projekt Regulatoren auf den Plan rief. Die Lehre aus Libra sei laut der Studie eindeutig: Nicht der Stablecoin an sich war das Problem, sondern die Kombination aus globaler Plattformmacht und Währungsemission. : Rund 60 Prozent aller Kartentransaktionen in der Eurozone laufen über Visa und Mastercard. Stablecoins von Big Tech könnten diese Abhängigkeit weiter verschärfen.

Die EZB solle ihre bestehenden Eingriffsrechte nach MiCA nutzen, um einzelne Stablecoins bei Risiken für die Finanzstabilität zu untersagen. Ferner sollten die EU-Gesetzgeber ein kategorisches Verbot von Big-Tech-Stablecoins erwägen – nicht für alle Emittenten, sondern gezielt für Plattformkonzerne mit besonderem Skalierungspotenzial. Die Zeit drängt: Big Tech befindet sich laut Finanzwende noch in einem frühen Stadium der Stablecoin-Entwicklung. Genau das sei die Chance, präventiv zu handeln – bevor ein neues "Libra 2.0" Fakten schafft.

Ein erstes Signal kommt aus Brüssel: Die EU-Kommission startete am 20. Mai 2026 eine

GooglePlease follow us on Google to support us
Wir haben diese Nachrichten zusammengefasst, damit Sie sie schnell lesen können. Wenn Sie sich für die Nachrichten interessieren, können Sie den vollständigen Text hier lesen. Weiterlesen:

heise_de /  🏆 20. in DE

Apple Google Microsoft Regulierung Wettbewerb

 

Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen

Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.

Arla und DMK formen Europas Molkerei-GigantenArla und DMK formen Europas Molkerei-Giganten11.200 Landwirte, 28.800 Jobs und ein Milchpool von 19,4 Milliarden Kilo – zwei der größten Molkereiunternehmen Europas schließen sich zusammen. Das Unternehmen trägt künftig den Namen Arla.
Weiterlesen »

XRP Kurs unter 1,30 Dollar - warum die Käuferseite trotzdem siebenfach stärker istXRP Kurs unter 1,30 Dollar - warum die Käuferseite trotzdem siebenfach stärker istAnzeige / WerbungZum Auftakt in den Juni 2026 zeigt der XRP Kurs ein ungewöhnliches Bild: Am 29. Mai brach er unter die Marke von 1,30 Dollar und landete bei 1,28 Dollar, doch die Daten hinter dem Rückgang
Weiterlesen »

Rente unter Druck: Warum junge Menschen laut Wirtschaftsweisen deutlich mehr zahlen müssenRente unter Druck: Warum junge Menschen laut Wirtschaftsweisen deutlich mehr zahlen müssenDer Sachverständigenrat sieht die Sozialbeiträge bis 2040 bei fast 50 Prozent. Die junge Generation zahlt den Preis für die wirtschaftliche Entwicklung.
Weiterlesen »

Fußball-Investments: Warum US-Investoren Europas Fußball erobernFußball-Investments: Warum US-Investoren Europas Fußball erobernUS-Investoren stecken Rekordsummen in europäische Klubs. Die Fußball-WM wird die Bewertungen weiter in die Höhe treiben. Die Klubs locken mit Tradition, globalen Marken – und Renditefantasie.
Weiterlesen »



Render Time: 2026-07-11 00:09:31