In den USA schließt Starbucks Dutzende Filialen, in der chinesischen Region Xinjiang eröffnet der Konzern nun aber zwei neue Cafés. Ein US-Politiker kritisiert das scharf und fordert, die neuen Filialen wieder zu schließen.
Die US-Kaffeekette Starbucks hat in der vergangenen Woche zwei Cafés in der chinesischen Region Xinjiang eröffnet – und gerät dafür nun politisch unter Druck. Der Vorsitzende des China-Sonderausschusses im US-Repräsentantenhaus, John Moolenaar, forderte das Unternehmen auf, die Geschäfte angesichts der Unterdrückung der Uiguren wieder zu schließen.
Der Republikaner bezeichnete die Eröffnung als »schockierend und moralisch bankrott«. Die beiden Filialen, um die es geht, befinden sich in der Regionalhauptstadt Ürümqi. Eine liegt am Großen Basar und eine am internationalen Flughafen. In Xinjiang leben viele Angehörige der überwiegend muslimischen Minderheit der Uiguren.
Menschenrechtsorganisationen werfen der chinesischen Regierung vor, diese Minderheit zu unterdrücken. Volkswagen beendete seine umstrittene Präsenz in der chinesischen Uigurenregion 2024. Der Autobauer stand wegen seines dortigen Werks jahrelang in der Kritik. Umgekehrt wurden H&M undwill.
Die Maßnahme ist Teil der Firmensanierung und betrifft etwa ein Prozent der rund 18.000 Standorte in Nordamerika. Das Unternehmen erwartet Restrukturierungskosten von rund 300 Millionen Dollar. Starbucks schraubte außerdem seine Expansionserwartungen zurück. Im Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern nun weltweit mit rund 440 Neueröffnungen von eigenen und lizenzierten Filialen.
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