Eine Space-Simulation mit steiler Lernkurve: In „Starminer“ baut der Spieler Mineralien im Weltraum ab. Die Aussicht ist top, die Bedienung zu komplex.
Selbst wenn Weltraumreisen noch weit entfernte Zukunftsmusik sind, hält das den Menschen nicht davon ab, mit der Kulisse herumzuspielen – im wahrsten Sinne des Wortes.
In Spielen wieerforschen die Spieler fremde Planeten, in „Helldivers 2“ merzen sie böse Aliens aus. Doch wo kommen die Ressourcen eigentlich her, die hier reihenweise verbaut und verschossen werden? Wie viel Organisation so ein Unterfangen in Wahrheit benötigt, wird oft übersehen. Zeit für einen Perspektivwechsel: In der neuen Strategie-Simulation „Starminer“ kann der Spieler selbst die Führung übernehmen und Ressourcen abbauen, Schiffe aufrüsten, die Crew versorgen und räuberische Elemente davon abhalten, diese hoffentlich lukrative Expedition am Rand des Universums zu sabotieren.
Obwohl sich das Spiel noch im Early Access befindet, bietet „Starminer“ jetzt schon eine einzigartige Erfahrung zwischen Space-Entspannung und Effizienz-Knobelei. Der große Haken ist seine ausufernde Komplexität – in Kombination mit Bugs. Bevor der Spieler mit der Kampagne zu einer wichtigen Mission aufbricht, empfiehlt „Starminer“, das mehrteilige Tutorial zu absolvieren. Das ist auch notwendig, da das Spiel über viele Regeln, Features und Menüs verfügt.
Eine Mischung aus Strategie und Simulation: Der Spieler erteilt nicht nur Befehle von seiner Raumstation aus, er muss auch selbst Hand anlegen – und das fängt bereits mit dem Steuern der einzelnen Schiffe an. Diese 360-Grad-Freiheit, direkt vor dem wunderschönen Planeten-Panorama, fühlt sich fantastisch und immersiv an, braucht aber viel Eingewöhnungszeit und dutzende Kollisionen, um irgendwann geradlinig den Zielpunkt zu erreichen. Bei Bedarf können Korrektoren und der Autopilot helfen.
Starminer hat eine steile Lernkurve: Der Spieler muss lernen, wie er Schiffe steuert, die Anzeigen managt und die richtigen Entscheidungen trifft. übermittelt werden. Mehr dazu in unserer So bildet sich der Spieler mit jeder Partie zu einer immer besseren Führungskraft heran und lacht den Problemen mit Expertise ins Gesicht. Angefangen mit wenigen Schiffen, kontrolliert man irgendwann eine ganze Flotte und managt die Zusammenarbeit der einzelnen Stationen miteinander. Sieht nicht nur cool aus, fühlt sich auch gut an.
Erfolg bedeutet in diesem Fall nicht nur Spaß, sondern auch Stolz auf die eigene Leistung. Trotzdem fehlt es in „Starminer“ an Herausforderungen, die nichts mit dem Bedienen zu tun haben. Notfälle kommen selten vor und drücken sich dann lediglich in Zahlen aus, was das Ernstnehmen erschwert. Bedrohungen wie Aliens lassen sich erst spät blicken.
Zu viel Tell, zu wenig Show: Abseits von seiner spektakulären Grafik und seinen hunderten Features für Knobler fehlt es „Starminer“ zurzeit noch an weiteren Spielanreizen. Die meisten Inhalte beschäftigen sich mit Technologien und Ressourcen, der Faktor Mensch geht beispielsweise komplett unter. Die Geschichte ist wiederum lediglich ein austauschbarer Sci-Fi-Rahmen, die Charakter-Interaktionen erfolgen nur über Textboxen. Wenn zudem die deutsche Übersetzung sehr oft streikt, mindert das die Qualität zusätzlich.
Auf dem Papier klingt das Crossover zwischen Strategie und Simulation vielversprechend, in der Praxis sind es zwei Spielsysteme, die erst mühsam erlernt werden müssen und momentan noch nicht lang genug motivieren. Es bleibt abzuwarten, wann und ob Indie-Entwickler CoolAndGoodGames mit seiner Version 1.0 alle Stärken ausbaut und alle Schwächen entfernt.
Early Access Entertainment Simulation Spiele Starminer
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