Über 1.100 Betriebe in der Region hat die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg befragt. Das Ergebnis ist erschreckend.
Eine Menge Zahlen, eine handvoll Balkendiagramme und viele ernste Gesichter: Bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse zu den Auswirkungen der Nordbrückensperrung auf die Betriebe insind befragt worden.
Mehr als neunzig Prozent bekamen die Auswirkungen zu spüren. Und mehr als siebzig Prozent klagen über eine schlechtere Erreichbarkeit. Für denWas das konkret bedeutet, wird klar, als einzelne Sprecher und Vertreter zu Wort kommen. Kreishandwerksmeister Michael Christmann berichtet von den Auswirkungen der deutlich gestiegenen Fahrzeiten.
Je mehr Fahrzeuge und Mitarbeiter ein Handwerksbetrieb habe, desto schlimmer wirke sich das Verkehrschaos aus, es beginne ja schon morgens mit der Anfahrt zum Betrieb. Er selbst fährt in seinem Stuckerei-Betrieb in der Bonner Altstadt dank Lastenrad so oft es geht, einfach am Stau vorbei. Und er versucht, Anfahrtszeiten in stauarme Zeiten zu legen. Von Kollegen weiß er, dass es viele noch schlimmer trifft.
Einzelne Betriebe hätten starke Existenzängste. Ältere Kollegen würden überlegen, ihre Betriebe Jahre früher zu schließen, als geplant. Bildquelle: Britta Schwanenberg Auch Apothekerin Andrea Forst-Raasch kommt zu Wort. Sie ist Vorsitzende des Einzelhandelsverbandes und berichtet von Tagen, an denen zwanzig bis dreißig Prozent weniger Kunden in ihrer Apotheke stehen, weil sie die Anfahrt scheuen.
Ihr Rezept für einen besseren Umgang mit den Jahren der Brückensperrung? Bessere Kommunikation der Stadt, was Baustellen und andere Verkehrsprojekte angeht.
Außerdem wünscht sie sich mehr Park&Ride Flächen und weniger Einbahnstraßenverkehr in der Innenstadt.werden Lösungsvorschläge gesucht. Und was die Finanzierung angeht, hat IHK-Hauptgeschäftsführer Hubertus Hille auch schon eine Idee. Der Bund, als Hauptschuldiger in der Nordbrückenmisere könne da auch Infrastrukturprojekte mit finanzieren.
Schließlich sei die Autobahnbrücke in Bundesverantwortung. Eine Seilbahn bis in den Rhein-Sieg-Kreis, sogar darüber müsse man nachdenken und dringend andere Sanierungsprojekte frühzeitig angehen. Wer es zahlt? Gerne auch der Bund.
Die Autobahnbrücke sei eine Bundesautobahn. Am Bonner Hauptbahnhof ist am Morgen eine Frau von einem Güterzug erfasst worden. Sie wollte im Gleisbett eine Flasche aufsammeln.6 bis 13 Jahre - so viel fordert die Staatsanwaltschaft für die sechs Männer, die mehrere Tonnen Drogen geschmuggelt haben sollen. Hohe Haftstrafen nach Drogenschmuggel erwartetWelche Gefahren birgt der Rhein?
Sanierung auf der Kippe: Die Kostenprognose lag bei gut 60 Millionen Euro. Jetzt liegt sie bei 138 Millionen. Wie kann das sein?
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