Die ARD Mediathek erreicht 56 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren, Netflix 71 Prozent. Prime Video verliert 10 Prozentpunkte, YouTube bleibt stabil.
Die ARD Mediathek ist mit 56 Prozent Reichweite der führende Streamingdienst in Deutschland, gefolgt von Netflix mit 71 Prozent, wie aus aktuellen Zahlen hervorgeht. Die kommerziellen Anbieter Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video erreichen damit nicht die ersten beiden Plätze. Gleichzeitig unterscheidet sich die Mediennutzung stark zwischen den Generationen.
Reichweiten und Verluste der Streamingdienste
YouTube bleibt mit 71 Prozent stabil. Amazon Prime Video verliert 10 Prozentpunkte, die ARD Mediathek 5 Prozentpunkte und Netflix 3 Prozentpunkte. Joyn legt dagegen um 3 Prozentpunkte zu. Diese Zahlen messen die Nutzung und Reichweite, nicht die persönliche Präferenz der Nutzer.
Bereits 2025 erreichten die Streamingangebote von ARD und ZDF insgesamt mehr Menschen als die kommerziellen Anbieter. Bei der regelmäßigen Nutzung lag Netflix vor Video. Zudem schauen 71 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal pro Woche lineares Fernsehen. Streamingdienste nutzen 46 Prozent mindestens wöchentlich. Mehr als die Hälfte der gesamten Sehdauer entfällt weiterhin auf Live-TV.
Generationen nutzen Medien unterschiedlich
Besonders groß sind die Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Von den 14- bis 29-Jährigen sehen 2026 nur 44 Prozent mindestens einmal pro Woche das laufende Fernsehprogramm. Streamingdienste erreichen dagegen 72 Prozent, andere YouTube-Videos 77 Prozent und Videos oder Stories auf Social Media 80 Prozent.
Bei den 30- bis 49-Jährigen entfallen 36 Prozent der Sehdauer auf laufendes oder aufgenommenes Fernsehen und 30 Prozent auf Streamingdienste. Bei den 50- bis 69-Jährigen macht Fernsehen dagegen 74 Prozent der Bewegtbild-Nutzungsdauer aus. Menschen ab 70 Jahren verbringen sogar 93 Prozent ihrer Sehdauer allein mit laufendem Fernsehen.
Auch Audio-Angebote nutzen die Generationen unterschiedlich. Insgesamt hören 76 Prozent mindestens wöchentlich Radio, Musikstreaming erreicht 46 Prozent und Podcasts 25 Prozent. Bei den 14- bis 29-Jährigen liegt Musikstreaming mit 85 Prozent deutlich vor Radio mit 52 Prozent.
Spotify erreicht mit 44 Prozent den höchsten Wert. YouTube Music, das 2026 erstmals abgefragt wurde, kommt auf 30 Prozent. Amazon Music erreicht 21 Prozent und die ARD Audiothek 15 Prozent.
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