Streik am Flughafen: So viel verdient das Sicherheitspersonal

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Ein Streik des Flughafen-Sicherheitspersonals legt am Donnerstag den Luftverkehr lahm. Was verdienen die Menschen, die für Sicherheit am Airport sorgen?

Ein Streik des Flughafen-Sicherheitspersonals legt den Luftverkehr erneut lahm. Was verdienen die Menschen, die bei der Passagier- und Gepäckkontrolle am Airport für Sicherheit sorgen? Nicht nur Bahnpassagiere, sondern auch Flugreisende sind aktuell von einer Streikwelle betroffen: Nach den Lufthansa-Beschäftigten geht nun das Sicherheitspersonal am Flughafen für mehr Geld auf die Barrikaden.

Für Donnerstag hat die Gewerkschaft Verdi dieaufgerufen: Berlin, Köln, Hamburg, Stuttgart und Karlsruhe/Baden-Baden. Am Freitag folgt das Luftsicherheitspersonal in Dresden, Leipzig, Hannover, Dortmund und Weeze sowie die Beschäftigten in der Personal-, Waren- und Frachtkontrolle in München. Die Gewerkschaft begründet den Streik damit, dass in fünf Verhandlungsrunden keine Einigung über eine Erhöhung der Tariflöhne der Sicherheitskräfte an Flughäfen erzielt werden konnte. "Die Arbeitgeber hatten zuletzt zwar ein verbessertes, aber weiter unzureichendes Angebot vorgelegt. So kommen wir nicht zueinander“, sagt Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper.verhandelt für rund 25.000 Beschäftige privater Sicherheitsfirmen, die an Flughäfen in der Passagier- und Gepäckkontrolle sowie in weiteren sicherheitsrelevanten Servicebereichen tätig sind. Die Gewerkschaft fordert 2,80 Euro mehr Lohn pro Stunde, höhere Funktionszulagen sowie Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Überstunde, der neue Tarifvertrag solle zwölf Monate gelten.bieten laut dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen 2,70 Euro mehr die Stunde, die Monatslöhne würden so um 432 Euro bis 470 Euro steigen. Auch bei den Zulagen und Zuschlägen werden Verbesserungen angeboten, allerdings nicht im geforderten Umfang. Zudem will Verdi eine Laufzeit von 12 Monaten vereinbaren, die Arbeitgeber wollen 24 Monate.Derzeit verdienen Sicherheitsmitarbeiter an Verkehrsflughäfen in der höchsten Entgeltgruppe – als "Luftsicherheitsassistenten" – 20,60 Euro die Stunde. Bei 160 Arbeitsstunden im Monat kommen sie so auf ein Grundgehalt von 3296 Euro brutto. Dazu kommen Zuschläge für Nachtarbeit, Sonntagsarbeit und Feiertagsarbeit sowie Überstunden. Es gibt aber auch Sicherheitsmitarbeiter, die teils deutlich weniger verdienen. Für Tätigkeiten wie Bordkartenkontrolle, Sicherung des Zutritts zum Sicherheitsbereichs und Flugzeugbewachung sieht der Tarif Stundengrundlöhne von 17,84 Euro, in einigen Bundesländern nur 16,95 Euro vor. Wer die Prüfung zur Luftsicherheitskontrollkraft besteht, kann seinen Grundlohn je nach Bundesland auf 18,32 bis 19,49 Euro steigern. Noch weniger gibt es in den untersten Entgeltstufen. "Qualifizierte Servicetätigkeiten und Fluggastdienste, die eine luftsicherheitsspezifische und/oder flughafenspezifische Ausbildung" voraussetzen, werden mit 14,46 Euro die Stunde entlohnt. "Einfache Servicedienstleistungen und Fluggastdienste" sogar nur mit 13,83 Euro. Das hier auf 174 Arbeitsstunden gerechnete Monatsregelentgelt liegt somit lediglich bei rund 2400 für einfache und 2500 Euro für qualifizierte Tätigkeiten.Ähnlich wie die Lokführergesellschaft GdL argumentiert auch Verdi, dass sich die Bedingungen für die Flughafenbeschäftigten verbessern müssen, um überhaupt genug Personal zu bekommen. "Schon jetzt gibt es einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, die bereit sind, rund um die Uhr, an Wochenenden und an Feiertagen äußerst flexibel an den Flughäfen zu arbeiten – die Sicherheit imist nicht zum Nulltarif zu haben", sagt Verdi-Verhandlungsführer Pieper. "Die Beschäftigten erwarten von ihren Arbeitgebern einen fairen Umgang, faire Löhne und Arbeitsbedingungen."Krankengeld falsch gerechnet?

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