Studie: Ausländische Hilfskräfte werden ausgebeutet

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Bau, Fleischindustrie oder Pflege: Im Niedriglohnsektor werden ausländische Hilfskräfte ausgebeutet, zeigt eine Studie. Migrationsexperten fordern verbesserte Beratungsangebote, auch weil die Regierung Einwanderung erleichtern will. Einblicke.

Gerade beugt sich Oskar Brabanski von der Beratungsstelle Faire Mobilität in Nürnberg über den Fall eines Paketfahrers aus Rumänien. Ihm wurden 2.000 Euro netto im Monat versprochen, wenn er in Deutschland Pakete ausfährt. Hier angekommen, hat er dann für 250 Arbeitsstunden im Monat 1.600 Euro netto bekommen. "Wenn wir uns das ausrechnen, sind das knapp über sechs Euro netto und damit deutlich unter dem gesetzlichen Mindestlohn", sagt Brabanski.

Was Oskar Brabanski beschreibt, ist kein Einzelfall im Niedriglohnsektor - im Bau, der Fleischindustrie,oder der heimischen Pflege. Das zeigt eine neue Studie des Sachverständigenrats für Integration und Migration, einem unabhängigen Gremium aus Wissenschaftlern.

Der Migrationsexperte mahnt eine bessere Beratung von Betroffenen an. Zumal die Bundesregierung plant, die Einwanderung von Arbeitskräften nach Deutschland zu erleichtern. Sie will zum Beispiel mit einem Punktesystem die Einwanderung von Arbeitskräften mit ausländischem Berufsabschluss aus Drittstatten erleichtern. Außerdem will sie für Branchen mit besonders großem Bedarf Kontingente für eine kurzzeitige Beschäftigung schaffen.

Die Studie schlägt vor, Beratungsangebote, wie sie Oskar Brabanski in Nürnberg macht, auszubauen. Arbeitnehmer haben in Deutschland viele Rechte, aber ausländische Arbeiter kennen diese oft nicht. Sie darüber zu informieren, sei wichtiger als Gesetze zu verschärfen, sagt Kolb vom Sachverständigenrat. Auch ein Verbandsklagerecht hält er für eine denkbare Möglichkeit.vorgelegt, das derzeit im Bundestag beraten wird.

Für das Forschungsprojekt haben Holger Kolb und zwei weitere Forscherinnen 38 qualitative Interviews nicht mit ausländischen Arbeitskräften selbst sondern mit Menschen geführt, die zu ihnen Kontakt haben, wie etwa Gewerkschaften und Beratungsstellen. Dem Sachverständigenrat für Integration und Migration gehören neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an. Er wird unter anderem von der Stiftung Mercator und dem Bundesinnenministerium gefördert.

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