Während Nicolò Bulega am ersten Superbike-Testtag auf dem Misano World Circuit ein Ducati-Quartett anführte, bestätigte sich Kawasaki als zweite Kraft. Bimota und Yamaha in den Top-10.
Nach dem letzten MotoGP-Rennen hatten auch hartgesottene Fans der Motorrad-WM einiges zu verdauen. Der Drama-GP hinterließ Spuren. Zum Marquez-Zarco-Unfall-Schock kam das vermeidbare Strafen-Chaos. Am Vormittag des ersten Testtages auf dem Misano World Circuit hatte Nicolò Bulega in 1:32,128 min für die Bestzeit gesorgt.
Die um 14 Uhr gestartete zweite Session begann schleppend – die meisten Piloten verlängerten die Mittagspause um eine gute Stunde. So gab es zu Beginn ein selten gewordenes Bild: Eine Honda führte die Zeitenliste an! Werksfahrer Somkiat Chantra war mit einer mittleren 1:34 min praktisch alleine unterwegs und hatte mit Yamaha-Testfahrer Alessandro Delbianco und Supersport-Pilot Alessandro Zaccone eine überschaubare Konkurrenz. Es war der aufstrebende Superbike-Rookie Alberto Surra , der den Thailänder nach 52 Minuten von Platz 1 verdrängte.
Dann ging es Schlag auf Schlag und die Rundenzeiten purzelten. Nach 1,5 Stunden führte Garrett Gerloff mit der einzigen Kawasaki in 1:33,318 min vor den Bimota-Piloten Alex Lowes und Ducati-Werkspilot Iker Lecuona. Zahlreiche Fahrer, zum Beispiel Bulega, Sam Lowes , Yari Montella und Jonathan Rea weilten jedoch weiterhin in der Box.
Bei Halbzeit waren alle Teilnehmer auf der Strecke und das Aruba.it-Duo glänzte mit den ersten Rundenzeiten unter 1:33 min, wobei Lecuona in 1:32,523 min die Nase vorn hatte. Die Supersport-Fraktion wurde von Philipp Öttl in 1:37,723 min angeführt – am Vormittag hatte der Bayer eine 1:37,106 min vorgelegt. Zu Beginn der letzten Stunde hatten die meisten Piloten ihre Rundenzeit vom Vormittag unterboten. Mittlerweile hatte Bulega den Spieß umgedreht und lag in 1:32,063 min vor seinem Teamkollegen.
Als Fünfter hielt Gerloff hartnäckig mit einem Ducati-Quartett mit. Yamaha, BMW und Honda waren nicht in den Top-10 zu finden. Nach dem letzten MotoGP-Rennen hatten auch hartgesottene Fans der Motorrad-WM einiges zu verdauen. Der Drama-GP hinterließ Spuren.
Zum Marquez-Zarco-Unfall-Schock kam das vermeidbare Strafen-Chaos. Am Ende gingen einige wenige Piloten auf Zeitenjagd. Den Anfang machte der Kawasaki-Pilot aus Texas, der nach drei Sektorbestzeiten aber im letzten Abschnitt alles vergab. Auf den vorderen Positionen tat sich in den letzten Minuten nichts mehr.
Den ersten Testtag beendete Bulega mit 0,3 sec Vorsprung auf Lecuona als Schnellster. Auf den Plätzen 3 und 4 folgten die Ducati-Privatiers Yari Montella und Sam Lowes. Best of the Rest wurde Gerloff auf Kawasaki. Bester Bimota-Pilot am Mittwoch war Axel Bassani auf der siebten Position.
Der Italiener büßte 0,7 sec auf die Tagesbestzeit ein. Mit einer Zeit von 1:33,182 min verbesserte sich in der Schlussphase Xavi Vierge als bester Yamaha-Pilot auf Platz 9. Michael van der Mark hielt als Zwölfter die BMW-Fahne hoch. Ein Ausrufezeichen setzte Jake Dixon, trotz einer beschaulichen 17.
Position: Der lange verletzte Engländer fuhr in 1:33,941 min die beste Zeit eines Honda-Piloten. Philipp Öttl war in 1:37,392 min der schnellste Supersport-Pilot der zweiten Session, und war damit etwas langsamer als am Vormittag.
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