Die Tarifverhandlungen für rund 160.000 Beschäftigte der Deutschen Post sind gescheitert. Nun droht ein Streik: Die Gewerkschaft Ver.di will eine Urabstimmung über einen Arbeitskampf einleiten.
Die Deutsche Post und die Gewerkschaft Ver.di haben sich in ihrem Tarifstreit weiter nicht einigen können. Damit ist die am Mittwoch begonnen dritte Verhandlungsrunde gescheitert,und der Konzern mitteilten. Ver.di kündigte eine Urabstimmung unter ihren bei der Post angestellten Mitgliedern über einen Arbeitskampf an.
Damit droht dem Unternehmen und seiner Kundschaft ein regulärer Streik, nachdem die Gewerkschaft bereits mehrmals zu Warnstreiks aufgerufen hatte, die dazu führten, dass Millionen Briefe und Pakete zeitweise nicht zugestellt wurden. Ver.di fordert mit Hinweis auf die hohe Inflation 15 Prozent mehr Lohn für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten des Konzerns, bei einer Laufzeit von einem Jahr. Bei den massiven Warnstreiks seit Mitte Januar hatten sich der Gewerkschaft zufolge knapp hunderttausend Beschäftigte beteiligt.
Bei den aktuellen Gesprächen in Düsseldorf hatte der Bonner Konzern nach eigenen Angaben ein Paket auf den Tisch gelegt, das in der Spitze Lohnerhöhungen von bis zu 20,3 Prozent bei einer Laufzeit von zwei Jahren bedeutet hätte. »Verdi hat eine historische Chance verspielt, die Zukunft der Deutsche Post in Deutschland zu sichern«, sagte Post-Personalvorstand Thomas Ogilvie.
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