Die fehlgeschlagene Giftinjektion bei der Mörderin Christa Pike zwingt den Chef des Strafvollzugs in Tennessee zum Rücktritt. Gouverneur Lee zieht derweil die Notbremse und stoppt sämtliche Hinrichtungen im US-Bundesstaat.
Die fehlgeschlagene Giftinjektion bei der Mörderin Christa Pike zwingt den Chef des Strafvollzugs in Tennessee zum Rücktritt. Gouverneur Lee zieht derweil die Notbremse und stoppt sämtliche Hinrichtungen im US-Bundesstaat.
Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung der zum Tode verurteilten Christa Pike tritt der Leiter der Gefängnisbehörde im US-Bundesstaat Tennessee zurück. Gouverneur Bill Lee teilte mit, Frank Strada habe seinen Rücktritt eingereicht und werde sein Amt noch in diesem Monat verlassen. Pike hatte am Mittwoch zwei Injektionen mit dem normalerweise tödlichen Mittel Pentobarbital überlebt. Nach Angaben ihrer Anwälte ist die 50-Jährige bewusstlos und wird in einem Krankenhaus künstlich beatmet.
Sie war 1995 wegen des Mordes an ihrer 19-jährigen Klassenkameradin Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Lee hatte bereits am Donnerstag weitere Hinrichtungen in Tennessee bis zum Jahresende ausgesetzt und eine unabhängige Untersuchung angeordnet. Strada erklärte, er sei weiterhin überzeugt, dass seine Behörde ihre Pflichten nach dem geltenden Hinrichtungsprotokoll erfüllt habe. Sein Rücktritt liege während der Untersuchung jedoch im besten Interesse der Bevölkerung Tennessees.
Pikes Hinrichtung wäre die erste einer Frau in Tennessee seit mehr als 200 Jahren gewesen. Ihre Anwälte forderten den Gouverneur nach dem gescheiterten Versuch erneut auf, ihre Strafe umzuwandeln. Lee hatte eine Begnadigung zuvor abgelehnt und erklärt, er wolle rechtmäßig verhängte Urteile vollstrecken lassen. Es war bereits die zweite gescheiterte Hinrichtung in Tennessee in diesem Jahr.
Im Mai wurde eine Exekution abgebrochen, nachdem medizinisches Personal keine Vene des Verurteilten punktieren konnte. Seit der Wiederzulassung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976 wurden nach Angaben des Death Penalty Information Center 18 Frauen hingerichtet.
Rubbel die nächste Story frei
Gefangene Todesstrafe Tennessee
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Bahrain-Grand Prix verlegt nach Sepang: Eine neue Herausforderung für die F1-FahrerAls Reaktion auf die eskalierte politische Lage im Nahen Osten wurde der Großer Preis von Bahrain nach Sepang, Malaysia, verlegt. Der Text schildert die Vorbereitung, die Trainingsreihen, die Rekordtemperaturen, die technischen Strafanzeigen und die Sicherheitswarnungen der FIA für die Fahrer. Der Artikel bietet einen tiefgehenden Einblick in die Logistik, das Wetter und die Dynamik der Formel-1‑Saison der Saison
Weiterlesen »
Mit Wutrede gegen Europa will Chef-Banker die USA rettenDer Chef von JPMorgan Chase wettert mit frisierten Zahlen gegen Europa. Jamie Dimon will mit seiner Wutrde offenbar das Misstrauen der globalen Kapitalmärkte gegenüber den USA zerstreuen.
Weiterlesen »
9 Dinge, die nicht in die Spülmaschine dürfen (aber die jeder einräumt)Obwohl die Spülmaschine ein echter Haushaltsheld ist, gibt es Dinge, die dort nichts zu suchen haben. Manche Materialien vertragen die Hitze oder die Reinigungsmittel nicht, andere können sogar die Maschine beschädigen. Daher gilt: Einige Dinge gehören einfach nicht in die Spülmaschine.
Weiterlesen »
Lewis Hamilton erhält Verwarnung, Ferrari muss Buße zahlenDas Urteil im Hamilton-Fall ist da. Wie erwartet kommt er selbst mit einer Verwarnung davon - Ferrari allerdings nicht. Satte 10.000 Euro muss die Scuderia zahlen. In ihrem Urteil erklären die Rennkommissare das so: 'HAM näherte sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 80 bis 85 km/h langsam Kurve 9, als BOR, der sich in einer Auslaufrunde und nicht auf einer schnellen Runde befand, sich von hinten mit etwa 240 km/h näherte, was zu einer Annäherungsgeschwindigkeit von etwa 155 bis 160 km/h führte.' 'HAM bewegte sich am Ende der Geraden von der Mitte der Strecke in Richtung der Ideallinie, was BOR dazu zwang, zu bremsen und ein Ausweichmanöver durchzuführen. Die Rennkommissare erkennen an, dass HAMs rechter Außenspiegel beschädigt wurde, wie durch Foto- und Videobeweise bestätigt wurde, und dass er keine Funkwarnung vom Team erhalten hatte.' 'Beide Teamvertreter gaben an, dass solche Warnungen normalerweise nicht ausgesprochen werden, wenn sich das herannahende Fahrzeug nicht in einer schnellen Runde befindet. BOR bestätigte zudem, dass er die Situation unter Kontrolle hatte.' 'Dennoch waren die Rennkommissare der Ansicht, dass HAM das deutlich schnellere, sich nähernde Fahrzeug unnötig behindert hat, indem er mit langsamer Geschwindigkeit auf die Ideallinie fuhr. Die Tatsache, dass BOR sich nicht in einer schnellen Runde befand, ändert nichts an dieser Schlussfolgerung.' 'Die Rennkommissare prüften zudem, ob der Vorfall als gefährliche Behinderung einzustufen sei. Dabei berücksichtigten sie insbesondere die hohe Annäherungsgeschwindigkeit sowie die Tatsache, dass ein Fahrer, der sich bewusst ist, dass einer seiner Spiegel beschädigt ist, besondere Vorsicht walten lassen sollte, bevor er auf die Ideallinie fährt. BOR behielt jedoch die Kontrolle und wa rin der Lage, HAM auszuweichen.' 'Die Rennkommissare werteten den beschädigten Spiegel und die Tatsache, dass sich BOR nicht in einer schnellen Runde befand, als mildernde Umstände.'
Weiterlesen »
