The Witcher 3 Remastered im PC-Test: Benchmarks mit GeForce RTX, Radeon RX und Intel Arc zu DLSS, FSR, Raytracing und Pathtracing sowie der Vergleich alt gegen neu.
The Witcher 3 Remastered ist seit Dienstag, dem 29. September, für den PC erhältlich und stellt die überarbeitete Fassung des 2015 erschienenen Rollenspiels von CD Projekt Red dar. ComputerBase hat in stundenlanger Arbeit umfassende Benchmarks und Technik-Analysen zur PC-Version erstellt, die Grafikqualität von DLSS, FSR sowie Raytracing und Pathtracing untersucht und einen direkten Vergleich zwischen alter und neuer Version erstellt. Zum Einsatz kamen dabei unter anderem eine Radeon RX 9070 XT und eine Radeon RX 7900 XTX.
Der neue AMD-Treiber Adrenalin 26.9.2 steht mittlerweile als Game-Ready-Treiber für The Witcher 3 Remastered zum Download bereit. Er wurde auf einer Radeon RX 9070 XT und einer Radeon RX 7900 XTX mit Rasterizer-, Raytracing- sowie Pathtracing-Grafik getestet. Der Gesamteindruck der Analysen ist trotz einiger Kritikpunkte sehr positiv.
Grafikvergleich: Remaster statt Remake
Wichtig ist festzuhalten, dass es sich um ein Remaster und kein Remake handelt. Es kommt also nach wie vor die Technik des Originals zum Einsatz, die allerdings verbessert wurde. Bei einem Remake hätten die Entwickler von vorne angefangen. Die grafischen Unterschiede sind dennoch schnell zu erkennen und fallen generell positiv aus.
Ein direkt sichtbares Beispiel sind die besseren Texturen. Dasselbe gilt für die erweiterte Vegetation sowie die verbesserten NPCs und Monster. Besonders auffällig ist, dass die Entwickler die Beleuchtung grundlegend geändert haben. Das Original war schon immer ein erstaunlich dunkles Spiel, das Remaster ist dagegen deutlich heller.
Die größten optischen Unterschiede entstehen jedoch durch verbessertes Raytracing und Pathtracing. Raytracing hatte CD Projekt dem Titel bereits Ende 2022 per Update spendiert. Während Reflexionen und Schatten vom neuen Raytracing kaum angepasst wurden, ist die Beleuchtung deutlich verbessert worden. Zuvor war die Umsetzung mehr schlecht als recht. Pathtracing setzt noch einen drauf, benötigt dafür aber einen High-End-PC.
Hohe Anforderungen an den Gaming-PC
Eine Nachricht vorweg: Die Anforderungen an den heimischen Gaming-PC sind erstaunlich hoch. The Witcher 3 Remastered ist damit klar das schönste The Witcher 3 und insgesamt immer noch ein schönes Spiel. Es ist aber auch mit der Überarbeitung definitiv kein Grafikkracher mehr.
Zwar wurden auch die Animationen verbessert, sie stammen im Kern aber unverändert aus dem Jahr 2015, was man deutlich sieht. Zudem bleibt die Anzahl der Grafikdetails auch in der Remaster-Version deutlich niedriger als in modernen Spielen. Damit ist die Grafikqualität des Spiels mitsamt allen Features gut, mehr aber auch nicht. Für ein verbessertes Spiel aus dem Jahr 2015 ist das dennoch beachtlich, sodass das Urteil gut keinesfalls negativ zu verstehen ist.
Moderne PC-Features und Widescreen
Auch bei den PC-Features haben die Entwickler das Spiel in die Moderne überführt. Neben Raytracing und Pathtracing gibt es DLSS 4.5 Super Resolution, FSR Upscaling 4.1 sowie XeSS. Auch bei der Frame Generation sind alle Techniken von Nvidia, AMD und Intel vertreten. Mit Reflex, Anti-Lag 2 und XeLL sind zudem alle latenzreduzierenden Maßnahmen mit dabei. Zu guter Letzt wird auch DLSS Ray Reconstruction unterstützt.
Radeon-Besitzer müssen stattdessen mit den Spiel-Denoisern Vorlieb nehmen, die es zumindest ebenfalls für Pathtracing gibt. ComputerBase hat zudem Screenshots in den Auflösungen 3.440 x 1.440 (UWQHD) und 2.560 x 1.440 (WQHD) aufgenommen, was dem 21:9- und dem klassischen 16:9-Format entspricht. Daran lässt sich erkennen, wie das Spiel mit Widescreen-Auflösungen umgeht.
In Anbetracht dessen, dass die meisten Publisher normalerweise für jeden kleinen DLC Geld verlangen, ist das Vorgehen von CD Projekt Red vorbildlich, auch wenn die Verantwortlichen Spieler damit auf den dritten DLC heiß machen wollen. Und den wird es nicht kostenlos geben. Zwischen Ankündigung und Release lag bei The Witcher 3 Remastered nur ein Monat.
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