Oliver Sim, Teil des Londoner Pop-Trios The xx, veröffentlicht mit „Hideous Bastard“ sein Soloalbumdebüt mit queeren Torchsongs.
I am ugly – ich bin hässlich, lauten die ersten Worte auf Oliver Sims Debütsoloalbum „Hideous Bastard“. Im Vorfeld der Veröffentlichung feierte ein Promotion-Kurzfilm in Cannes Premiere: Ein etwa 20-minütiger XXL-Videoclip, in dem Regisseur Yann Gonzalez vier Songs des Werks bebildert.
„Mein eigenes Album zu veröffentlichen und Reaktionen auf meine Musik zu bekommen, bedeutet mir eine Menge“, erklärt Sim der taz. „Aber die Arbeit daran war schon ein großer Teil des Heilungsprozesses. Die Songtexte handeln von Scham und Angst, die dazu geführt haben, dass ich mich versteckt habe. Dass ich einen Song wie ‚Hideous‘ gemacht habe, hat so viele Gespräche angestoßen, die ich dringend gebraucht habe.
„Viele von diesen zwanghaften Verhaltensweisen, mit denen ich heute auf die Umwelt reagiere, kommen aus meiner Kindheit“, hat Sim wenig überraschend festgestellt. Aber wie er diesen Film benutzt, um eine Botschaft an sein früheres Ich zu senden, ist berührend. Der Junge im Pyjama strahlt mit dem Fernseher um die Wette, wenn sich die Lippen der beiden Männer berühren. „Hätte ich diesen Kuss als Kind im Fernsehen gesehen, er hätte mir soo viel bedeutet.
Aber wo The xx immer etwas kalt und kratzig klingen, sind die Songs von Oliver Sim warm und leicht wie eine Daunendecke, getragen von einem großen Soundbett, das zu einem bis in die letzte Körperpore zu dringen scheint. Als Sänger lebt sich Sim hier, ohne Romy Madley Croft als Duettpartnerin, in allen Tonhöhen aus. Manchmal pitcht er seine Stimme künstlich in Tiefen, dass es schon wieder eine Parodie von Männlichkeit darstellt.
„Die Zusammenarbeit war eine ganz andere als bei The xx, wo wir alles gemeinsam entscheiden. Jamie hat sich wirklich auf meine Klangwelt eingelassen, das finde ich extrem großzügig und cool von ihm.“
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