THW Kiel besiegt VfL Gummersbach 29:26 dank Andreas Wolff

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THW Kiel besiegt VfL Gummersbach 29:26 dank Andreas Wolff
THW Kiel, Vfl Gummersbach, Handball-Bundesliga

Der THW Kiel gewinnt das Topspiel der Handball-Bundesliga gegen den VfL Gummersbach mit 29:26. Torhüter Andreas Wolff glänzt mit 14 Paraden.

Der THW Kiel hat am Sonntag das Topspiel der Handball-Bundesliga gegen den VfL Gummersbach mit 29:26 (13:15) gewonnen. Vor heimischer Kulisse in der Opel Handball-Bundesliga avancierte Nationaltorhüter Andreas Wolff mit 14 Paraden zum Matchwinner. Für den Rekordmeister endete damit eine brutale Woche versöhnlich.

Verletzungssorgen vor dem Topspiel

Für den THW Kiel gab es vor der Partie die nächste Hiobsbotschaft. Nachdem Weltmeister Emil Madsen bereits wochenlang fehlen wird, hat es nun auch Eric Johansson erwischt. Der Schwede zog sich bei der 26:32-Pleite in Magdeburg eine Verletzung im Bereich des rechten Kniegelenks und der Wade zu und muss zwei bis drei Wochen pausieren.

Kiel brauchte dringend einen Stimmungsaufheller. Dyn-Experte und Europameister von 2016, Tobias Reichmann, verriet vor dem Spiel: Man werde es nicht glauben, aber er sei am Mittag von Andreas Wolff bekocht worden. Er sei bei ihm zu Hause gewesen und Wolff habe ihn zum ersten Mal bekocht. Es habe sehr lecker geschmeckt.

Gummersbach startet effizient

Zu Beginn standen jedoch nicht Wolff und sein THW im Fokus, sondern die Gäste aus Gummersbach. Immer wieder kombinierten sie sich in den Anfangsminuten bis zum Kreis durch, von wo Ellidi Vidarsson nach neun Minuten zum 7:4 traf. Ein Start nach Maß für den VfL.

Der THW hatte mit Ball deutlich mehr Probleme und scheiterte immer wieder an VfL-Keeper Bertram Obling. Die Wurfquote nach elf Minuten sprach Bände: Kiel verwandelte nur 50 Prozent der Würfe (5/10), Gummersbach hingegen alles (7/7).

Symptomatisch für Kiels Auftritt war auch DHB-Star Julian Köster: Gegen seinen Ex-Klub versuchte der 26-Jährige alles, traf in der Anfangsviertelstunde aber nur mit einem seiner fünf Versuche. Zu wenig gegen ein hocheffizientes und gut eingestelltes Gummersbach. Doch Kiel berappelte sich vom zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand, spielte weiter mutig nach vorne und rettete ein 13:15 in die Pause.

Mega-Talent Rasmus Ankermann sagte zum Auftritt des THW bei Dyn: Wir kommen nicht gut ins Spiel und liegen deshalb zurück. Unsere Abwehr steht, aber die Emotionen und die Leidenschaft haben etwas gefehlt. Das ist in den letzten 15 Minuten besser geworden und deshalb konnten wir uns rankämpfen. Wir müssen die Bälle im Tor versenken.

Wolff und Obling glänzen

Das klappte aber erstmal nicht wirklich, nach dem Seitenwechsel war es stattdessen ein wildes Hin und Her. Beide Mannschaften gingen ins Tempo und kamen zu vielen Chancen, doch die Keeper Obling und Wolff, beide mit 14 Paraden, liefen zur Höchstform auf.

Nach 38 Minuten war es dann so weit: Julian Köster (6 Tore) brach auf halblinks durch und traf für Kiel zum 18:18-Ausgleich. Alles war wieder offen. Rune Dahmke drehte das Spiel danach ganz, und Gummersbach hatte plötzlich Ladehemmung: Über acht Minuten blieb der VfL ohne eigenen Treffer.

Dann die Vorentscheidung: Der ansonsten so starke Gummersbacher Ellidi Vidarsson war frei vor Wolff am Kreis, kam aber nicht am DHB-Helden vorbei (20:23). Auf der anderen Seite traf der Isländer wenig später Kiels Domen Makuc am Hals und kassierte seine dritte Zeitstrafe – Platzverweis in der 48. Minute.

Kiel bewahrt die Ruhe

Das ließ sich der THW nicht mehr nehmen: Kiel bewahrte die Ruhe und Köster machte mit seinem sechsten Tor zum 28:24 in der 55. Minute alles klar. Somit endete eine Woche der schlechten Nachrichten mit einem wichtigen 29:26-Sieg im Duell der Traditionsklubs.

Für Kiel war es ein wichtiger Erfolg im Kampf um die oberen Tabellenplätze, während Gummersbach eine bittere Niederlage einstecken musste. Die Partie bot alles, was ein Topspiel verspricht: Spannung, Dramatik und herausragende Torhüterleistungen.

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