Der Marineschiffbauer TKMS hat nach Zuwächsen im ersten Halbjahr seine Prognose für das laufende Jahr bestätigt.
Dabei profitiert der Bauer von U-Booten und Überwasserschiffen weiter von hohen Ausgaben der Regierungen für ihr Militär. Das zum Industriekonzern thyssenkrupp gehörende Unternehmen kann trotz Rückgängen beim Neugeschäft auf einen rekordhohen Auftragsbestand von 20,6 Milliarden Euro bauen.
"TKMS ist auf Kurs und wächst weiter", kommentiert Konzernchef Oliver Burkhard die Entwicklung. "Den aktuellen Auftragsbestand können wir wie geplant mit unseren eigenen Werftstandorten abdecken. Mit Blick nach vorne prüfen wir aber schon jetzt mögliche internationale Partnerschaften.
"Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um zehn Prozent auf 1,17 Milliarden Euro, wie TKMS am Montag in Kiel mitteilte. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 14 Prozent auf 60 Millionen Euro. Grund dafür waren deutliche Verbesserungen im U-Boot-Geschäft sowie Ergebnissteigerungen bei Atlas Electronics. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit 27 Millionen Euro 41 Prozent weniger.
So stiegen unter anderem die Kosten für Forschung und Entwicklung sowie den Vertrieb. Für 2025/26 erwartet TKMS weiter ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent sowie eine bereinigte operative Gewinnmarge von mehr als sechs Prozent. Im ersten Halbjahr lag diese bei 5,1 Prozent. Auch die Mittelfristziele wurden bestätigt.
So reagieren Anleger auf die ZahlenAngesichts positiver Zahlen und einer bestätigten Prognose schicken Anleger das Papier vorbörslich via Tradegate um 3,68 Prozent nach oben auf 81,80 Euro. Im Sog der TKMS-Geschäftszahlen legen auch einige Branchenkollegen zunächst zu: Rheinmetall gewinnt auf Tradegate zwischenzeitlich 0,96 Prozent auf 1.218,80 Euro. HENSOLDT verliert hingegen zeitweise 2,22 Prozent auf 73,22 Euro und auch bei RENK sind Verluste von 0,83 Prozent auf 48,60 Euro zu sehen.nas/zb/lkm/DP/menKIEL
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