Tomaten lieben Sonne und gleichmäßige Pflege. Wir erklären die häufigsten Fehler beim Balkonanbau und geben praktische Tipps für eine reiche Ernte.
Frische Tomaten vom eigenen Balkon - für viele gehört das längst zum Sommer dazu. Doch aus der erhofften Ernte wird oft nichts. Statt praller, roter Früchte hängen nur wenige kümmerliche Exemplare an der Pflanze .
Der Grund sind meist ganz typische Anfängerfehler. Dabei lassen sich viele Probleme mit einfachen Handgriffen vermeiden. Tomaten lieben Wärme - und vor allem direkte Sonne. Ein heller Standort allein reicht nicht.
Damit die Pflanzen viele Blüten und Früchte bilden, brauchen sie idealerweise täglich sechs bis acht Stunden Sonneneinstrahlung. Wenn die Sonne fehlt, wachsen die Pflanzen zwar in die Höhe, bleiben aber dünn und instabil. Die Ernte fällt deutlich kleiner aus. Wer nur wenig Sonne hat, sollte robuste Cocktail- oder Balkontomatensorten wählen.
Sie kommen oft besser mit schwierigen Bedingungen zurecht als große Fleischtomaten. Kaum etwas stresst Tomatenpflanzen so sehr wie falsches Gießen. Viele Hobbygärtner lassen die Erdve komplett austrocknen und greifen erst zur Gießkanne, wenn die Blätter hängen. Das kann Folgen haben.
Bekommt die Pflanze nach längerer Trockenheit plötzlich sehr viel Wasser, platzen die Früchte häufig auf. Auch Blütenendfäule - dunkle Stellen an der Unterseite der Früchte - wird durch ungleichmäßige Wasserversorgung begünstigt. Besser ist es, regelmäßig und gleichmäßig zu gießen. Die Erde sollte leicht feucht bleiben, aber nie dauerhaft nass sein.
An heißen Sommertagen brauchen Balkonpflanzen oft morgens und abends Wasser. Ideal ist Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser bei Zimmertemperatur. Zu kaltes Wasser stresst die Pflanze unnötig. Der nächste Fehler passiert oft schon beim Einpflanzen.
Viele Balkongärtner unterschätzen, wie viel Platz Tomaten brauchen. Sie wachsen schnell, bilden ein großes Wurzelwerk und benötigen viel Erde, Wasser und Nährstoffe. Kleine Balkonkästen oder Mini-Töpfe sehen zwar dekorativ aus, trocknen im Sommer aber extrem schnell aus. Die Folge: Die Pflanze gerät unter Stress, wächst langsamer und trägt weniger Früchte.
Für eine einzelne Tomatenpflanze sollte man etwa 15 bis 20 Liter Erdvolumen einplanen. Besonders hochwachsende Sorten brauchen sogar noch mehr Platz. Wichtig ist außerdem eine gute Drainage, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann
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