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Trump kündigt 50 Prozent Zölle auf kanadische Importe im Wert von 20 Milliarden Dollar an

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Trump kündigt 50 Prozent Zölle auf kanadische Importe im Wert von 20 Milliarden Dollar an
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US-Präsident Donald Trump hat einen Zusatzzoll von 50 Prozent auf eine Vielzahl kanadischer Produkte wie Eishockeyschläger, Wein, Käse, Zement, Möbel und Kleidung angekündigt. Die Maßnahme, die auf einem fast hundert Jahre alten Handelsgesetz basiert, soll im August in Kraft treten und ist Teil einer zunehmend angespannten Handelspolitik gegenüber Kanada.

Eishockeyschläger, Wein, Käse - diese Aufzählung aus typisch kanadischen Produkten ist keine Einkaufsliste, sondern stellt einen Teil der neuesten Zollforderungen dar, die der US-Präsident Donald Trump gegen Kanada angekündigt hat.

Es geht um einen Zusatzzoll von 50 Prozent auf Importe in die USA mit einem Wert von etwa 20 Milliarden Dollar, was ungefähr 17,5 Milliarden Euro entspricht. Die genaue Liste der betroffenen Waren liest sich wie ein Klischee-Bingo für Kanada, neben den genannten Artikeln sind unter anderem auch Zement, Möbel und Kleidung enthalten. Das Weiße Haus bestätigte, dass Trump die Maßnahme unterzeichnet hat und nannte als Begründung die angebliche diskriminierende Behandlung amerikanischer Produkte wie Autos, Alkohol und Milchprodukte.

Die rechtliche Grundlage bildet ein fast hundert Jahre altes Handelsgesetz aus dem Jahr 1930, und die Zölle sollen 30 Tage nach der Unterzeichnung, also voraussichtlich am 19. August, in Kraft treten.

Allerdings sah sich Trump zuletzt mit rechtlichen Hindernissen konfrontiert: Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs in den USA verbot es ihm, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz Zölle zu erheben. Seitdem sucht er nach anderen rechtlichen Wegen, um Zölle durchzusetzen. In der Vergangenheit kam es zudem mehrfach vor, dass er Zölle androhte, letztlich aber davon absah. Erst vor wenigen Tagen hatte Trump Kanada aus einem anderen Grund mit höheren Zöllen gedroht.

Auf seiner Plattform Truth Social behauptete er, die USA würden durch die Luftverschmutzung infolge von Waldbränden in Kanada hohe Kosten entstehen, die zwangsläufig den bestehenden Zöllen hinzugerechnet werden müssten. In großen Teilen des Nordostens der USA hatte es in der vorherigen Woche Rauchschwaden gegeben, nachdem Dutzende Wälder im benachbarten Kanada gebrannt hatten. Zeitweise warnten Behörden in Washington vor schlechter Luftqualität, und ein Brandgeruch lag in der Luft.

Diese Rhetorik und die wiederholten Drohungen sorgen für erhebliche Spannungen in den Beziehungen zwischen den beiden Nachbarn. Kanadische Vertreter reagierten mit Unverständnis und verwiesen auf die enge Partnerschaft. So betonte der kanadische Premierminister, dass Kanada den USA im Kampf gegen Waldbrände im Nachbarland Hilfe angeboten habe, als der US-Bundesstaat Georgia im Jahr 2024 von einem Hurrikan verwüstet wurde.

Die Botschaft war klar: Statt Kanada, den engsten Freund der USA, zu bedrohen, solle Trump bedenken, dass er vielleicht eines Tages selbst auf Hilfe angewiesen sein werde. Solche Appelle scheinen jedoch wenig Wirkung auf den US-Präsidenten zu zeigen, der weiter auf Konfrontation setzt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der geplanten Zölle auf beide Volkswirtschaften wären enorm, insbesondere für den kanadischen Exportsektor, der stark von den USA abhängig ist. Gleichzeitig würden US-Verbraucher und Unternehmen durch höhere Preise für kanadische Produkte belastet.

Ob die Maßnahme tatsächlich umgesetzt wird oder ob Trump erneut einen Rückzieher macht, bleibt abzuwarten. Der diplomatische Streit unterstreicht jedoch die zunehmende Unberechenbarkeit in der Handelspolitik der USA und die Herausforderungen für traditionelle Allianzen in Nordamerika

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