Wegen baulicher Mängel schließt die Technische Universität Berlin ihr Hauptgebäude. Die Exzellenz der Berliner Hochschule befindet sich im Niedergang data-manual=googleTeaserText
Alles und alle müssen raus: Geschichtsprofessor Friedrich Steinle rollt mit einer Mitarbeiterin seine Sachen aus dem Hauptgebäude der TU Berlin. Wegen „erheblicher baulicher Mängel“ schließt die Technische Universität bis auf Weiteres ihr Hauptgebäude und schickt Studierende und Forschende ins Home-Office.
Ein unerhörter Vorgang? Nein, ein weiteres Kapitel des Verfalls der Hauptstadt. r kann sie nicht mehr hören, „Buzzwörter wie Solidarität, Zielorientierung, Teamgeist“, in die seine Chefs diese Katastrophe verpacken. Nasskalt pfeift der Eisheiligenwind die Straße des 17. Juni entlang, wo ein großer Teil des Campus der Technischen Universitätliegt.
Gerade hat der wissenschaftliche Mitarbeiter eines „nicht sehr großen Instituts“ seinen Monitor, Bücher, Kisten voller Unterlagen aus seinem Büro geräumt, in sein Auto geschafft und dann den Rollwagen an die Kollegin übergeben. Auch sie nutzt die letzten Minuten, die sie hat, um ihre Sachen aus dem Gebäude zu retten. Nicht nur die Touristen bleiben aus, auch Berlinern gefällt ihre eigene Stadt nicht mehr. Außer fürs Kaputtsparen scheint sich dort niemand mehr für irgendetwas zuständig zu fühlen. Klage einer Anwohnerin.
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