Führende Reiseveranstalter garantieren: Für bereits gebuchte Sommerurlaube drohen keine unerwarteten Preissteigerungen – das steckt dahinter.
Die Unsicherheit war groß: Angesichts steigender Energiekosten und Preissprüngen bei Kerosin hatten viele befürchtet, im Nachgang zur Buchung noch kräftig für den Sommerurlaub draufzahlen zu müssen.
Nun gibt es Entwarnung. Tui, Dertour und Alltours haben zugesichert, die Preise für gebuchte Reisen stabil zu halten. Damit setzen die Unternehmen auf Sicherheit – zumindest für jene, die bereits gebucht haben. Laut eigenen Angaben der Reiseveranstalter werden Urlauber:innen mit bestehender Buchung vor höheren Kosten geschützt.
Preiserhöhungen aufgrund der Kerosinentwicklung sind für sie ausgeschlossen. Das bestätigte zum Beispiel Tui-Sprecher Aage Dünhaupt gegenüber dem 'Tagesspiegel' mit den unmissverständlichen Worten: 'Bei uns fällt nichts aus.
' Darüber berichtet der 'Spiegel'. Auch Alltours-Sprecher Jens Völmicke gibt sich zuversichtlich und kündigt an, dass die gebuchten Sommerurlaube wie geplant stattfinden können. Sollte es dennoch zu Änderungen im Flugplan kommen, wollen die Anbieter betroffene Kund:innen frühzeitig informieren und gemeinsam Lösungen finden. Die Preisstabilität gilt allerdings nur für Buchungen, die bereits abgeschlossen sind.
Wer jetzt erst bucht, sollte mit höheren Preisen rechnen. Christoph Debus, Chef der Rewe-Touristiktochter Dertour, erklärt: 'Im Moment steigt der Kerosinpreis. Wenn dies auf dem Niveau bleibt, können wir Kostensteigerungen für zukünftige Buchungen nicht ausschließen.
' Branchenseitig bleibt die Lage also in der Schwebe, die Entwicklung der Treibstoffkosten wird weiter genau beobachtet. Grundsätzlich dürfen Reiseveranstalter steigende Kosten bei Pauschalreisen nachträglich an die Kundschaft weitergeben. Das muss allerdings innerhalb klarer Grenzen vertraglich geregelt sein. Es gilt: Der Grund für die steigenden Kosten darf nicht vom Reiseveranstalter verursacht sein, etwa durch falsche Planung beim Einkauf.
Betroffene Kund:innen müssen spätestens 20 Tage vor Beginn ihrer Reise schriftlich informiert werden. Außerdem darf der Preis nicht um mehr als acht Prozent angehoben werden. Andernfalls steht Urlauber:innen ein Sonderkündigungsrecht zu.
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