Volker Weininger gehört zu den beliebtesten Büttenrednern im Kölner Karneval. Im Gespräch mit EXPRESS.de spricht der „Sitzungspräsident“ über seine Anfänge, das „Herrengedeck“ und Affinität zur deutschen Sprache.
Mit dem Geld habe ich ganz unspektakuläre Dinge gemacht. Ich habe einen Kredit fürs Auto abbezahlt, außerdem sind meine Frau und ich sind zum ersten Mal im Sommer gemeinsam in Urlaub gefahren. Als Lehrbeauftragter an der Uni hätte ich es mir damals einfach nicht erlauben können, einen Monat nicht zu arbeiten und in Urlaub zu fahren. Den Rest habe ich zur Seite gelegt.Das werde ich nie vergessen.
Die Figur gibt es schon seit dem Ende der 1990er Jahre. Das war im Café Hahn in Koblenz, da gab es zu Karneval die „Blaue Bütt“, wo ich 15 Jahre aufgetreten bin. Anfangs spielte das Thema Alkohol und dass ich während der Rede einige Kölsch zische, überhaupt keine Rolle. Das kam erst später dazu. Als ich mich 2012 beim Vorstellabend in Köln präsentiert habe, hatte ich also schon eine fertige Figur im Gepäck.
Ist es für Sie in der Figur des angesäuselten Präsidenten leichter, auch zu später Stunde noch den Saal zu kriegen?Das mag vielleicht für Herrensitzungen stimmen, weil da vielleicht mancher denkt: „Na, schau, jetzt sind wir auf Augenhöhe.“ Aber keine Rednerin und kein Redner tritt im Karneval gern zu später Stunde auf. Gerade am Anfang, als mich noch keiner kannte, war es mir deshalb wichtig, nicht jede Anfrage blind anzunehmen.
Sieht man sich als Kabarettist, der Sie ja auch sind, in der Pflicht, auf aktuelle Themen wie Ukraine-Krieg, AfD oder Klimawandel einzugehen?Bei mir steht die Politik nicht so im Vordergrund. Was nicht heißt, dass es bei mir nicht auch was zum Nachdenken gibt. Aber das Wichtigste ist für mich, dass ich die Besucherinnen und Besucher zwei Stunden lang unterhalte, in denen sie viele schlechte Nachrichten einfach mal vergessen können.
Besonders mag ich die Nummer mit dem leider in diesem Jahr verstorbenen Hans Kieseier als Brummi-Fahrer auf der Mülheimer Brücke aus dem Jahr 2014. Der hat 22 seiner 23 Dienstjahre auf Kölner Brücken verbracht und hält die Liebesschlösser auf der Hohenzollernbrücke durchaus für wichtig, weil sie das ganze Bauwerk zusammenhalten.
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Enthüllt: Das sind die Kandidaten für das 'LOL'-Weihnachtsspecial – das eine große Neuerung mit sich bringtVor kurzem wurde bekannt, dass Amazon Prime Video zu Weihnachten 2023 eine Sonderausgabe seines Comedy-Hits „LOL: Last One Laughing“ herausbringt. Dabei wird es ein Wiedersehen mit alten Bekannten, aber auch etwas ganz Neues geben.
Weiterlesen »
Enthüllt: Das sind die Kandidaten für das 'LOL'-Weihnachtsspecial – das eine große Neuerung mit sich bringtVor kurzem wurde bekannt, dass Amazon Prime Video zu Weihnachten 2023 eine Sonderausgabe seines Comedy-Hits „LOL: Last One Laughing“ herausbringt. Dabei wird es ein Wiedersehen mit alten Bekannten, aber auch etwas ganz Neues geben.
Weiterlesen »
Zum großen Jubiläum: Kölner Stunksitzung bricht mit beliebter Parodie: „Vielleicht hilft das ja“In der kommenden Session feiert die legendäre Stunksitzung in Köln ihr 40-jähriges Bestehen. Auch in diesem Jahr gibt es wieder viele Themen, an denen sich die Stunker abarbeiten wollen.
Weiterlesen »
(S+) Rudern: Extremsportler ohne viel Geld und Ruhm – warum tut sich Oliver Zeidler das an?Oliver Zeidler ist dreifacher Weltmeister im Einer – doch die Welt nimmt davon wenig Notiz. Warum tut sich jemand so etwas an?
Weiterlesen »
Der nächste Tiefpunkt: Kölner Top-Job: Rekers Kandidat macht schon vor dem Start die BiegeDie quälende Suche nach einem neuen Direktor für das Kölner Stadtmuseum geht weiter. Der vorgeschlagene Kandidat Dr. Philipp Hoffmann steht nicht mehr zur Verfügung.
Weiterlesen »
Das perfekte Dinner: 'Das perfekte Dinner' trifft auf Savoir-vivreAm zweiten Tag von 'Das perfekte Dinner' präsentiert Karsten (42) seine Vision des idealen Lebens: 'Leben in Frankreich, Arbeiten in der Schweiz, Einkaufen in Deutschland.' Das stößt aber nicht bei allen auf Begeisterung.
Weiterlesen »