Über 5000 Festnahmen bei Schülerprotesten in Frankreich

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Über 5000 Festnahmen bei Schülerprotesten in Frankreich
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Seit Montag wurden bei Protesten französischer Schüler mehr als 5000 Menschen festgenommen. Innenminister Laurent Nuñez nennt die Gewalt besorgniserregend.

Bei den anhaltenden Protesten französischer Schüler sind seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Das teilte Innenminister Laurent Nuñez am Freitag im französischen Fernsehsender TF1 mit. Allein am Freitag wurden 1747 Personen festgenommen, am Donnerstag 1954. Rund 85 Prozent der Festgenommenen sind minderjährig, die meisten von ihnen Schülerinnen und Schüler.

Hintergrund der Schülerproteste

Auslöser der Unruhen war eine Schule in einer Pariser Vorstadt, in der Personal fehlte. Landesweit waren zum Schuljahresbeginn 2025/26 gut 2000 Lehrerstellen unbesetzt. Die Schüler fordern eine bessere Ausstattung der Schulen, mehr Lehrer und kritisieren die Verschmutzung der Gebäude sowie überfüllte Klassen.

Die Proteste hatten sich seit Montag ausgeweitet und zu erheblichen Ausschreitungen geführt. Innenminister Nuñez bezeichnete das Ausmaß der Proteste als erheblich und überraschend. Er führte dies unter anderem auf soziale Netzwerke und den Einfluss der linken Partei La France Insoumise (LFI) zurück. Die politische Mobilisierung habe der Bewegung eine gewisse Größenordnung verliehen, sagte Nuñez. Die Gewalt sei den Verantwortlichen jedoch völlig entglitten.

Gewalt und Reaktionen der Behörden

Im Umfeld von 158 Einrichtungen kam es zu Ausschreitungen. Dabei wurden Wurfgeschosse eingesetzt und es gab Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten und Passanten. Nuñez erklärte, die Sicherheitskräfte griffen bei Ausschreitungen, Sachbeschädigungen und Gewalttaten systematisch ein. Für Aufsehen sorgte am Freitag unter anderem ein Video, das zeigt, wie ein Polizist zu Boden geworfen und getreten wird.

Justizminister Gerald Darmanin sagte im Sender RTL Radio, die Proteste hätten sich zu einem Problem für die öffentliche Ordnung entwickelt. An den Ausschreitungen sei eine aktive und gewalttätige Minderheit beteiligt. Teilweise sei unklar, ob es sich überhaupt um Schüler handle. Wenn Menschen Busse angreifen und Schulen in Brand setzen, handle es sich nicht mehr nur um eine Protestaktion, sagte Darmanin. Er forderte zudem, dass die Eltern für die von ihren Kindern verursachten Schäden aufkommen sollten.

Kritik und Forderungen der Schüler

Schülervertreter distanzierten sich von Gewalt, riefen zugleich aber dazu auf, die Proteste fortzusetzen. Es gab aber auch Kritik an den Sicherheitskräften. Obwohl die Regierung betont, Polizei und Gendarmerie würden zurückhaltend vorgehen, werfen andere ihnen übermäßige Gewalt vor. Die Schüler fordern eine bessere Ausstattung der Schulen und mehr Lehrer. Sie kritisieren die Verschmutzung der Gebäude und überfüllte Klassen.

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