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Übernahmekampf: Woher stammen die Commerzbank-Aktien für Unicredit?

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Übernahmekampf: Woher stammen die Commerzbank-Aktien für Unicredit?
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Die italienische Bank erhielt trotz eines relativ unattraktiven Angebots überraschend viele Commerzbank-Anteile. Doch die Herkunft der Aktien wirft Fragen auf.

im Rahmen ihres öffentlichen Angebots erhalten hat, stammen womöglich größtenteils von mit Unicredit verbündeten Investmentbanken – und nicht von langjährigen Commerzbank-Aktionären. Diesen Verdacht teilte die zweitgrößte deutsche Privatbank ihren Beschäftigten am Dienstagabend im Intranet mit.

„Nach uns vorliegenden Informationen könnten die angedienten Aktien zu einem wesentlichen Teil von Marktteilnehmern stammen, die zugleich Gegenparteien für Derivate mit der Unicredit sind“, hieß es im Intranet-Beitrag, der dem Handelsblatt vorliegt. „Daher analysieren und beobachten wir diesen Vorgang sehr genau und stehen dazu auch in Kontakt mit der Bafin“, so der Beitrag. Diese Information widerspricht dem von Unicredit verbreiteten Narrativ, das öffentliche Angebot für Commerzbank-Aktien sei so attraktiv, dass viele Aktionäre es akzeptiert hätten.

Aktuell ist der direkte Verkauf von Commerzbank-Aktien und der Kauf von Unicredit-Aktien am Markt attraktiver als die Umtauschofferte der Mailänder Großbank. Im Rahmen der seit Anfang Mai laufenden Offerte erhalten Commerzbank-Aktionäre lediglich 0,485 Unicredit-Aktien für jede Commerzbank-Aktie. Der Angebotspreis liegt damit rund zwei Euro unter dem Commerzbank-Kurs von 37,03 Euro. Dennoch hatte Unicredit am Dienstag mitgeteilt, dass ihr Anteilseigner im Rahmen des Übernahmeangebots bisher 7,6 Prozent der Commerzbank-Aktien angedient hat.

Damit würde der Anteil des italienischen Geldhauses am deutschen Konkurrenten von 26,8 auf 34,4 Prozent steigen.fragte Finanzkreisen zufolge daraufhin bei Depotbanken und anderen sogenannten Custodians, die Wertpapiere für Kunden verwahren, nach, wer aktuell die Aktien des Instituts hält. Die Ergebnisse legen den Kreisen zufolge nahe, dass Unicredit die überraschend hohe Akzeptanz vermutlich nicht typischen Commerzbank-Aktionären verdankt.engagiert waren, ihre Aktien Unicredit angedient.

Einige der Anteilseigner haben sich die Papiere nach Einschätzung der Commerzbank dabei sogar nur geliehen.einen signifikanten Anteil an Commerzbank-Aktien Unicredit angedient. Das ist brisant, schließlich arbeitet Nomura mit Unicredit im Rahmen des Übernahmeangebots zusammen.hat Unicredit mit Nomura einen sogenannten Total Return Swap vereinbart. Dadurch hat das italienische Geldhaus das Recht, sich 2,44 Prozent der Commerzbank-Aktien bis Mai 2027 entweder physisch liefern oder ihren Gegenwert in bar auszahlen zu lassen.hielt Nomura am 25.

Mai 3,87 Prozent der Commerzbank-Aktien sowie zusätzlich Finanzinstrumente in Höhe von 4,24 Prozent. Neben Nomura ist Unicredit auch Total Return Swaps mit der US-Bank Citi und dem größten französischen Geldhaus BNP Paribas eingegangen. Aus Sicht von Commerzbankern wirft es Fragen auf, dass mit Nomura ein Geschäftspartner von Unicredit zahlreiche Aktien angedient hat. Dies konterkariert aus Sicht des Frankfurter Geldhauses die Darstellung von Unicredit, Investoren hätten das Übernahmeangebot angenommen, weil sie dessen Nomura wollte sich auf Handelsblatt-Anfrage nicht zum Thema äußern.

Ein Unicredit-Sprecher erklärte: „Wir kommentieren keine Marktgerüchte oder Unterstellungen, die keine sachliche Grundlage haben.

“ Zudem verwies er auf Unicredits Stellungnahme von Dienstag. Darin hatte das Institut erklärt, seine Gesamtposition bei der Commerzbank belaufe sich aktuell auf 43,2 Prozent – bestehend aus einem Aktienanteil von 26,8 Prozent sowie Finanzinstrumenten in Höhe von 16,4 Prozent. Hinzu kämen die bis Anfang Juni angedienten Aktien in Höhe von 7,6 Prozent. Unicredit ist 2024 bei der Commerzbank eingestiegen und würde das Institut am liebsten komplett übernehmen.

Die Commerzbank-Spitze, die Beschäftigten und die Bundesregierung, die mit 13 Prozent zweitgrößter Aktionär ist, lehnen einen Verkauf bisher jedoch strikt ab.zu erlangen. Er wollte seine Beteiligung mit der freiwilligen Offerte allerdings auf mehr als 30 Prozent ausbauen. Damit vermeidet Orcel die Abgabe eines Pflichtangebots, das sonst beim Überschreiten der 30-Prozent-Schwelle fällig wäre. Dieses Ziel habe Unicredit erreicht und sich damit auch „die Flexibilität geschaffen, bei entsprechender Gelegenheit weitere Aktien zu kaufen“, erklärte Unicredit am Dienstag.

Für eine Mehrheit auf der Commerzbank-Hauptversammlung 2027 bräuchte Orcel Schätzungen zufolge eine Beteiligung von rund 40 Prozent. Durchregieren könnte er mit einem solchen Anteil allerdings noch nicht. Für wichtige Strukturmaßnahmen wie eine Gewinnabführung, eine Verschmelzung oder den Wechsel der Rechtsform bräuchten die Italiener auf der Commerzbank-Hauptversammlung

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