Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka verliert im Viertelfinale von Paris gegen die Russin Diana Shnaider in drei Sätzen. Shnaider trifft im Halbfinale auf Maja Chwalinska.
Am Mittwoch sorgte Diana Shnaider für die große Überraschung beim Tennis turnier in Paris . Die 22-jährige Russin besiegte die an Nummer eins gesetzte Aryna Sabalenka aus Belarus mit 3:6, 7:5, 6:0 und zog ins Halbfinale ein.
Sabalenka, die als klare Favoritin ins Match gegangen war, zeigte zunächst eine souveräne Leistung und gewann den ersten Satz klar. Doch im zweiten Durchgang kämpfte sich Shnaider zurück, nutzte die Fehler ihrer Gegnerin eiskalt aus und erzwang den Entscheidungssatz. Dort brach Sabalenka komplett ein und gab das Match nahezu kampflos aus der Hand. Der Sieg war für Shnaider eine Premiere: Erstmals besiegte sie eine Top-10-Spielerin.
Die Begegnung fand unter schwierigen Bedingungen statt. Bei kühlen 15 Grad und starkem Wind hatte Sabalenka sichtlich Mühe, ihr Spiel zu kontrollieren. Die Belarussin, die durch ihren auffälligen Schmuck während der Matches immer wieder für Gesprächsthemen sorgt, wirkte zunehmend frustriert. Shnaider dagegen blieb ruhig und konzentriert.
Ich bin sprachlos und super glücklich, sagte die Russin nach dem Match. Mit dem Wind waren das heftige Bedingungen. Ich habe das erste Mal gegen sie gespielt und war sehr nervös. Ich wollte Punkt für Punkt angehen, nicht an den Spielstand denken und schauen, was geht.
Das ist ein ganz besonderer Sieg. Ich hätte vielleicht schon den ersten Satz so spielen sollen wie den dritten. Im Halbfinale trifft Shnaider nun auf die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska, die sich ebenfalls überraschend durchsetzte. Die 24-Jährige besiegte die Russin Anna Kalinskaja mit 7:6, 6:3.
Das zweite Halbfinale bestreiten die Russin Mirra Andreeva und die Ukrainerin Marta Kostyuk. Dieses Duell hat nicht nur sportliche, sondern auch politische Brisanz, da Kostyuk aus der Ukraine stammt und bereits mehrfach ihre Ablehnung gegenüber russischen Spielerinnen zum Ausdruck brachte. Sollte Shnaider ihr Endspiel erreichen, könnte es ebenfalls zu einem politisch aufgeladenen Finale kommen. Shnaider wird von dem Münchner Trainer Sascha Bajin betreut, der bereits mit Größen wie Naomi Osaka zusammenarbeitete.
Bajin zeigte sich nach dem Viertelfinale stolz über die Leistung seiner Schützling. Shnaider selbst betonte, dass sie sich auf die Herausforderung im Halbfinale freue. Es wird ein Duell der Linkshänderinnen, denn auch Chwalinska spielt mit der linken Hand. Die Begegnung verspricht Spannung auf höchstem Niveau.
Der Turnierverlauf in Paris bleibt damit weiterhin für Überraschungen gut. Nach dem frühen Aus von Sabalenka ist das Feld nun weit offen. Die verbliebenen Spielerinnen haben alle die Chance, den Titel zu holen. Tennis-Fans dürfen sich auf packende Halbfinals freuen.
Zusätzlich ist erwähnenswert, dass Sabalenka in dieser Saison bislang dominant auftrat und mehrere Turniere gewann. Ihr frühes Ausscheiden in Paris kam daher unerwartet. Shnaider hingegen kämpfte sich durch die Qualifikation und zeigt nun ihr ganzes Können. Die Bedingungen in Paris waren an diesem Tag besonders herausfordernd.
Der Wind wirbelte den Sandplatz auf und erschwerte präzise Schläge. Sabalenka hatte zudem mit ihrer eigenen Unruhe zu kämpfen, was zu ungewöhnlich vielen unforced errors führte. Shnaider nutzte dies konsequent aus und spielte taktisch klug. Auch die Zuschauer wurden Zeugen eines denkwürdigen Spiels, das in die Turniergeschichte eingehen wird.
Die Halbfinalpartien werden am Donnerstag ausgetragen und versprechen hochklassiges Tennis. Experten rechnen mit engen Matches, da alle vier Spielerinnen in guter Form sind. Besonders das Duell zwischen Kostyuk und Andreeva wird mit Spannung erwartet, nicht nur wegen des sportlichen Aspekts, sondern auch aufgrund der politischen Implikationen. Kostyuk hat in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass sie russischen Gegnerinnen kritisch gegenübersteht.
Ein mögliches Finale zwischen ihr und Shnaider würde daher eine zusätzliche Brisanz erhalten. Unabhängig davon bleibt der Fokus auf dem Sport. Die Spielerinnen werden alles geben, um den Titel in Paris zu gewinnen
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