Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 01:10 Ukraine leitet Massenevakuierung in nördlicher Region ein +++

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Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 01:10 Ukraine leitet Massenevakuierung in nördlicher Region ein +++
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Die ukrainischen Behörden haben mit Massenevakuierungen von Gemeinden in der nördlichen Region Sumy nahe der russischen Grenze begonnen. Wie die Militärverwaltung der Region Sumy über die Nachrichten-App Telegram erklärt, wurden allein in den vergangenen drei Tagen mehr als 180 Bewohner der grenznahen Gemeinde Velikopysarska in Sicherheit gebracht.

Das Gebiet habe Behörden zufolge seit Langem täglich unter Beschuss gestanden, nun hätten sich die Angriffe verschärft. Insgesamt seien bereits 22 Dörfer in der Region Sumy evakuiert worden, was mehr als 4500 Einwohner betreffe. In welchem Zeitrahmen die Evakuierung stattgefunden hat, gibt die Verwaltung jedoch nicht an.Die russische Armee hat nach ukrainischen Angaben am Abend die Grenzregion Sumy mit Lenkbomben angegriffen. Die Attacken hätten die zivile Infrastruktur in der Stadt Konotop getroffen, teilt die Militärverwaltung der Region mit. Zum genauen Ausmaß der Schäden äußert sie sich nicht.UN-Generalsekretär António Guterres kritisiert die Abstimmungen zur russischen Präsidentschaftswahl in den völkerrechtswidrig besetzten Gebieten der Ukraine. Guterres erinnere daran, dass der Versuch der illegalen Annexion dieser Regionen der Ukraine nach internationalem Recht keine Gültigkeit habe, teilt sein Sprecher Stéphane Dujarric mit. "Die Vereinten Nationen bleiben standhaft der Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und der territorialen Integrität der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen verpflichtet." In den besetzten Teilen der ukrainischen Gebiete Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson sind nach russischen Angaben 4,5 Millionen Menschen zum Urnengang aufgerufen. Abgestimmt wird auch auf der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim, die Moskau bereits 2014 annektiert hatte. Die Ukraine hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, die Ergebnisse der Wahl nicht anzuerkennen.Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden demokratischen Industriestaaten warnen den Iran vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs vor einer Weitergabe ballistischer Raketen an Russland. Die G7-Gruppe drohte Teheran für diesen Fall auch mit neuen Sanktionen. "Sollte Iran tatsächlich ballistische Raketen oder diesbezügliche Technologie an Russland liefern, sind wir darauf vorbereitet, rasch und in abgestimmter Weise zu reagieren, auch mit neuen und schwerwiegenden Maßnahmen gegen Iran", heißt in der gemeinsamen Erklärung. Der Iran habe Russland bereits mit Drohnen beliefert, die in erbarmungslosen Angriffen auf die Zivilbevölkerung in der Ukraine eingesetzt würden. "Wir bekräftigen unsere Aufforderung an Dritte, die materielle Unterstützung des illegalen und ungerechtfertigten Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine unverzüglich einzustellen, da sie sonst mit hohen Kosten rechnen müssen", erklären die Staats- und Regierungschefs weiter.Der russische Ex-Präsident Medwedew beschimpft auf seinem englischsprachigen X-Kanal, der von ihm vorrangig dazu genutzt wird, Botschaften an den Westen zu schicken, den lettischen Präsidenten Edgars Rinkēvičs als "Nazi-Bastard". Zudem schreibt er, Rinkēvičs sei Präsident eines "nicht existierenden Lettlands" und müsse sich an "das Schicksal der Faschisten erinnern, auch an den Prozess von Charkow 1943. Vergeltung ist unvermeidlich." Damals wurden drei deutsche Militärangehörige und ein ukrainischer Kollaborateur angeklagt und zum Tode verurteilt. Medwedew postet außerdem ein Bild mit vier Galgen. Aus Russland gibt es immer wieder Drohungen gegen Lettland, vor einigen Monaten beklagte Präsident Wladimir Putin eine angeblich schlechte Behandlung der russischen Bevölkerung . Er sagte, wer Teile seiner Bevölkerung - so wörtlich - schweinisch behandele, brauche sich nicht zu wundern, wenn sich dies gegen einen selbst kehre. Mit Nazi-Vorwürfen gegen die Regierung und angeblich schlechter Behandlung der russischen Bevölkerung begründet der Kreml die Invasion in der Ukraine. Auch hat Moskau der Ukraine immer wieder das Existenzrecht abgesprochen. Lettland fürchtet ebenfalls einen Einmarsch. Der ukrainische Präsident Selenskyj teilt auf Telegram mit, man habe "die verwundbarsten Punkte des Feindes identifiziert, an denen wir den größten Schaden anrichten können. Und wir werden es tun." Die Ukraine. Selenskyj berichtet von einem Treffen mit Vertretern des Ministerkabinetts, der Verteidigungsindustrie und anderen Stellen, "um über die Herstellung von Hightech-Drohnen für diese und künftige Operationen zu sprechen". Die Waffen müssten noch reichweitenstärker, massiver und leistungsfähiger werden, so der ukrainische Präsident. "Wir haben die entsprechenden Aufgaben und Fristen festgelegt." Ukrainer in den von Russland besetzten Gebieten erleben enormen Druck durch den Kreml. Wer nicht schnell genug seinen Pass abgibt und ihn gegen einen russischen ersetzen lässt, muss mit Drohungen und Gewalt rechnen. Männer fürchten, gegen ihre eigenen Landsleute in den Krieg ziehen zu müssen:Hat auch Russland größere Probleme bei der Mobilisierung? Petro Jazenko, Vertreter des Koordinierungshauptquartiers der Ukraine für die Behandlung von Kriegsgefangenen, sagt laut dem Medium Ukrainska Prawda bei einer Pressekonferenz: "Russlands Mobilisierungsressourcen gehen zur Neige. Und wir sehen, dass Russland seine Bemühungen verstärkt hat, Bürger aus Ländern mit einer schwierigen wirtschaftlichen Situation für den Kampf an der Front zu rekrutieren." Mit bei der Pressekonferenz dabei waren fünf nepalesische Staatsangehörige, die von ukrainischen Streitkräften gefangen genommen wurden, sowie Bürger aus Kuba, Sierra Leone und Somalia. Sie behaupteten, ihnen sei Arbeit in der Logistik und in Feldlazaretten versprochen worden, sie seien aber stattdessen auf das Schlachtfeld geschickt worden. Eine Darstellung, die den Erzählungen der Familie eines kürzlich in der Ukraine verstorbenen Inders ähnelt: Der russische Präsident Wladimir Putin hat am ersten Tag der Scheinwahlen für das Präsidentenamt seine Stimme überraschenderweise online abgegeben und nicht an einer Wahlurne. Das teilt der Kreml mit und zeigt ein inszeniertes Video der Stimmabgabe. Bei einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates beschuldigt der 71-Jährige die Ukraine, die Präsidentschaftswahlen stören zu wollen. Zu diesem Zweck habe die Ukraine russisches Territorium beschossen und Soldaten eingesetzt, um die Grenzen seines Landes zu überqueren. "Diese feindlichen Angriffe werden nicht ungestraft bleiben", droht Putin, der ukrainisches Territorium bereits seit zehn Jahren angreifen lässt. Laut dem autoritären Staatschef gab es vier Angriffe auf die Region Belgorod und einen auf die Region Kursk durch bewaffnete ukrainische Einheiten.+++ 18:29 Geheime Taurus-Details geleakt: Ausschuss-Mitglied spricht von "Verzerrung" - und will weiter liefern +++ Laut einem Bericht von t-online braucht es, um den Taurus-Marschflugkörper mit all seinen Vorteilen einzusetzen, angeblich eine enorme und komplexe Mengen an Daten, die nur durch spezifische technische Anlagen verarbeitet werden können. Diese technischen Anlagen gibt es nach Informationen des Portals nur in begrenztem Maße in Deutschland. Würden sie bei einer Taurus-Lieferung an die Ukraine transferiert, stünden sie der Bundeswehr nicht mehr zur Verfügung, heißt es - der mögliche Grund für das Nein von Olaf Scholz . An der Darstellung in dem Bericht, der auf einer geheimen Sitzung des Verteidigungsausschusses beruhen soll, werden jedoch Zweifel laut: Die stellvertretende Vorsitzende der Grünen im Bundestag, Agnieszka Brugger, schreibt auf X: "Hier plaudert jemand mit sehr offensichtlichen Eigeninteressen aus einer Sitzung, die als geheim eingestuft war & behauptet Dinge, die freundlich gesagt sehr verzerrt sind." Näheres will die Grünen-Politikerin, die bei der Sitzung dabei war, aufgrund der Geheimhaltung nicht erläutern. Sie hält die Lieferung von Taurus an die Ukraine weiter für "überfällig".

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