Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 10:25 Ukraine: Gesicht des Putin-Gesandten bei UN verkörpert Krieg +++

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Der russische Diplomat Wassili Alexejewitsch Nebensja ist Ständiger Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen . Sein Gesicht werde in den Geschichtsbüchern als Symbol für Krieg, Massenmord und Lügen stehen, meint einem Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur "Ukrinform" zufolge Serhij Olehowytsch Kyslyzja, Ständiger Vertreter der Ukraine bei UN.

Russland habe ein Gesicht und dies sei nicht nur das Gesicht von Putin, sagt Kyslytsya. Der ukrainische Diplomat begründet dies mit "Lügengeschichten", die Nebensja "Tag für Tag monoton in diesem Parlament" verbreiten würde.Der Autoverkehr über die Krim-Brücke ist nach Angaben russischer Behörden vorübergehend unterbrochen worden. Details werden in der Mitteilung auf Telegram nicht genannt. Die russischen Behörden setzen häufig den Verkehr über die Brücke aus, wenn ukrainische Angriffe erwartet werden oder tatsächlich erfolgt sind. Die Brücke verbindet über die Meerenge von Kertsch das russische Festland mit der 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim. Sie wurde bereits mehrfach von der Ukraine angegriffen und zum Teil erheblich beschädigt. So kam es im Oktober 2022 zu einer heftigen Explosion auf der Brücke. Das Prestigeprojekt, das der russische Präsident Wladimir Putin selbst eingeweiht hatte, wurde damals leicht beschädigt und später wieder repariert. Über die Brücke führen eine Straße und eine Eisenbahnlinie, sie ist für den Nachschub der russischen Truppen von erheblicher Bedeutung. Der Angriff Russlands auf die Ukraine dauert mittlerweile mehr als zwei Jahre. Heute, am 745. Kriegstag, beziffert der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte die russischen Verluste mit 423.160 gefallenen Soldaten. Darin seien 850 Tote des letzten Tages enthalten. Zudem listet der Bericht des Generalstabs diese Verluste der russischen Armee auf: 6.712 Panzer, 12.823 gepanzerte Kampffahrzeuge, 13.683 Fahrzeuge und Treibstofftanks, 10.428 Artilleriesysteme, 1012 Mehrfachraketen-Systeme, 707 Luftabwehrsysteme, 347 Flugzeuge, 325 Hubschrauber, 8041 Drohnen, 26 Schiffe und Boote sowie ein U-Boot. Diese Angaben lassen sich jedoch nicht unabhängig überprüfen.Während seines Besuchs in Istanbul übergibt der ukrainische Präsident Selenskyj dem türkischen Präsidenten Erdogan eine Liste ukrainischer Bürger. Darunter seien auch Krimtataren aus den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten. Diese werden Selenskyj zufolge in russischen Gefängnissen und Lagern unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten. Erdogan dankte Selenskyj für dessen Unterstützung der Krimtataren, die er einen "unverzichtbaren Teil" der Ukraine nannte. Ankara sieht sich traditionell als Schutzmacht für die muslimische Minderheit auf der 2014 von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel.Großbritanniens Außenminister David Cameron bietet Deutschland Unterstützung an, um eine eventuelle Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine zu ermöglichen. "Wir sind entschlossen, in dieser wie in allen anderen Fragen engstens mit unseren deutschen Partnern zusammenzuarbeiten, um der Ukraine zu helfen", sagt er der "Süddeutschen Zeitung" auf die Frage, ob sein Land bereit wäre, die Probleme zu lösen, die einer Taurus-Lieferung entgegenstehen. Möglich sei etwa ein Ringtausch, bei dem Deutschland Taurus-Marschflugkörper an Großbritannien abgibt und London seinerseits weitere Flugkörper vom Typ Storm Shadow an die Ukraine liefert. "Wir sind bereit, uns alle Optionen anzuschauen, um den maximalen Effekt für die Ukraine zu erzielen", sagt Cameron der Zeitung weiter. Er werde aber "keine Details nennen und unseren Gegnern verraten, was wir vorhaben". Bedenken, die Lieferung von Marschflugkörpern könne zu einer Eskalation des russischen Angriffskrieges führen, weist Cameron zurück. Es sei "absolut möglich, Beschränkungen beim Einsatz dieser Waffen festzulegen, um sicherzustellen, dass sie in keiner Weise zu einer Eskalation beitragen. Und das tun sie auch nicht", so Cameron. Sie dienten "der Verteidigung der Ukraine". Großbritannien vertraue entsprechenden Zusicherungen der Ukraine. Bei einer Pressekonferenz mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Freitag in Istanbul hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Nachdruck auf seinen Friedensplan gelegt. Dieser sieht unter anderem einen vollständigen Abzug russischer Truppen aus der Ukraine vor. International soll dies auf einem möglichen Gipfel in der Schweiz beraten werden - aber zunächst ohne Beteiligung Russlands, wie der Selenskyj betont. "Wir sehen nicht, auf welche Weise wir Leute einladen können, die alles blockieren, zerstören und umbringen." Es gehe bei dem Gipfeltreffen um einen gerechten Frieden für die Ukraine. "Daher werden zu Beginn die zivilisierten Länder der Welt einen detaillierten Plan ausarbeiten und ein Ergebnis erzielen." Erst danach sei ein Hinzuziehen von russischen Vertretern möglich, aber nur derjenigen, die einen solchen gerechten Frieden anstreben.In der Nacht greift Russland die Ukraine erneut mit Schwärmen von Kampfdrohnen iranischer Bauart an, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilt. Luftalarm herrscht demzufolge vor allem im Süden der Ukraine. In der Industriestadt Krywyj Rih seien Explosionen zu hören gewesen, berichtet das öffentlich-rechtliche ukrainische Fernsehen. Angaben zu möglichen Opfern und Schäden werden nicht gemacht. Auf das Gebiet Charkiw im Osten sollen russische Flugzeuge Gleitbomben abgeschossen haben. Die großangelegte russische Invasion in das Nachbarland dauert schon mehr als zwei Jahre. Heute ist der 745. Kriegstag.Die niederländische Botschaft in Moskau ruft die Niederländer in Moskau und anderen russischen Großstädten zur Wachsamkeit auf. Es seien mögliche Terroranschläge am Wochenende zu befürchten, teilt die Niederländische Rundfunkstiftung auf ihrer Website mit. Die NOS ist die größte Nachrichtenorganisation der Niederlande. Demnach rät die Botschaft ihren Landsleuten, in den kommenden Tagen überfüllte Orte zu meiden und nennt dabei ausdrücklich Einkaufszentren und Konzerte. "Seien Sie wachsam und befolgen Sie die Anweisungen der örtlichen Behörden", heißt es. Begründet wird dieser Ratschlag mit einer Mitteilung, die auf der Website der US-Botschaft in Moskau veröffentlicht wurde. Die USA warnten dort, dass "Extremisten planen, in naher Zukunft große Versammlungen in Moskau anzugreifen". Wie viele Niederländer sich derzeit in Moskau aufhalten, könne die Botschaft nicht mitteilen.Der amerikanische Kongress wendet einen teilweisen Stillstand der Regierungsgeschäfte in den USA ab. Am Freitagabend verabschiedet nach dem Repräsentantenhaus auch der Senat ein Gesetz, das die Finanzierung einer Reihe von Ministerien und Bundesbehörden für den Rest des Haushaltsjahres - also bis Ende September - sicherstellt. Das Paket hat einen Umfang von mehr als 467 Milliarden US-Dollar . Trotzdem ist die Zukunft neuer Finanzhilfen der USA für die Ukraine weiterhin unklar. Biden hatte schon vor Monaten ein großes Milliarden-Paket für Kiew beim Kongress beantragt. Einige Republikaner sehen die Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine aber skeptisch oder lehnen diese ab. Die innenpolitische Blockade verhindert seit geraumer Zeit die Lieferung von militärischem Nachschub aus den USA an Kiew.Russland versuche, den Seekorridor der Ukraine durch ständige Angriffe auf Odessa zu stören, sagt der Ständige Vertreter der Ukraine bei den Vereinten Nationen, Sergiy Kyslytsya. Die ukrainische Marine eröffnete im August 2023 einen vorübergehenden Schwarzmeerkorridor, nachdem Russland einseitig das Schwarzmeergetreideabkommen gekündigt hatte und damit die Möglichkeit der Ukraine, ihr Getreide zu verschiffen, gefährdet war. Kyslytsya erklärt, dass seit der Einrichtung der Schifffahrtsroute fast 30 Millionen Tonnen Waren von den Häfen Odesa, Pivdennyi und Chornomorsk in 42 verschiedene Länder exportiert worden sind. Allein im Februar wurden mehr als acht Millionen Tonnen exportiert.Die Luftabwehr im westrussischen Kursk hat laut Angaben der regionalen Verwaltung in der Nacht eine ukrainische Drohne abgefangen. Trümmerteile seien dabei auf das Dach einer Poliklinik gefallen und hätten dieses beschädigt, teilt der Kursker Gouverneur Roman Starowoit in seinem Telegram-Kanal mit. Verletzte gab es demnach nicht. Wegen der Gefahr einer Explosion seien jedoch die Patienten der Intensivstation des benachbarten Krankenhauses mit Krankenwagen und Sanitätsflugzeugen in andere medizinische Einrichtungen in der Stadt gebracht worden. Das Personal und andere Patienten seien ebenfalls in Sicherheit gebracht worden, heißt es weiter.Die Luftabwehr in der südrussischen Stadt Taganrog am Asowschen Meer hat offiziellen Angaben zufolge in der Nacht einen massiven Drohnenangriff abgewehrt. Die Folgen des Angriffs am Boden würden noch erfasst, teilt der Gouverneur der Region Rostow, Wassili Golubew, am Samstagmorgen in seinem Telegram-Kanal mit. Vorläufigen Angaben zufolge habe es aber keine Todesopfer gegeben, schreibt Golubew weiter. Ein Mitarbeiter des Notfallministeriums, der an der Begutachtung der Folgen beteiligt war, sei mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, es bestehe aber keine Lebensgefahr.Der tschechische Nationale Sicherheitsberater Tomas Pojar bezweifelt die Aussage des Präsidenten Petr Pavel über die Beschaffung aller für den Kauf von 800.000 Artilleriegranaten für die Ukraine erforderlichen Mittel, berichtet die tschechische Nachrichtenagentur Denik N. "Ich gehe davon aus, dass der Herr Präsident die Deckung der ersten Charge und nicht unsere gesamte Initiative meinte. Auf jeden Fall haben wir sie bisher nicht abgedeckt", sagte Pojar gegenüber Denik N.Bei einem Angriff der russischen Streitkräfte auf Cherson wurde ein siebenjähriger Junge verletzt, teilt die Militärverwaltung des Gebiets über Telegramm mit. Dem Post zufolge wurde der Junge verletzt, nachdem eine Fliegerbombe sein Haus getroffen hatte. Ein medizinisches Team brachte ihn ins Krankenhaus, wo "eine Explosionsverletzung und eine Prellung" diagnostiziert wurde.Estland plant die Unterzeichnung eines bilateralen Abkommens über Sicherheitsgarantien im Rahmen der gemeinsamen Erklärung der G7 zur Unterstützung der Ukraine, sagt der estnische Außenminister Margus Tsahkna auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Vilnius. Die Außenminister der Ukraine, Lettlands, Litauens, Estlands und Frankreichs trafen sich am 8. März, um über weitere Hilfe für die Ukraine inmitten der laufenden russischen Invasion zu beraten. "Wir werden ein bilaterales Abkommen zwischen Estland und der Ukraine unterzeichnen, das auch ein langfristiges Engagement vorsieht. Estland hat 1,4 % seines BIP in die Ukraine investiert, um den Sieg des Landes zu unterstützen, und wir werden das fortsetzen", sagt Tsahkna.Der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Henning Otte, sieht kein Hindernis für die Lieferung deutscher Marschflugkörper vom Typ "Taurus" an die Ukraine und hat von Verteidigungsminister Boris Pistorius Aufklärung verlangt. Otte sagte der "Rheinischen Post" und dem "General-Anzeiger" mit Blick auf die Sondersitzung des Bundestagsverteidigungsausschusses in der kommenden Woche: "Die Luftwaffen-Führung hat deutlich gemacht, dass deutsche Soldaten für Taurus in der Ukraine nicht gebraucht werden. Wir sollten also liefern können." Otte forderte, Verteidigungsminister Boris Pistorius müsse am Montag im Ausschuss den Widerspruch aufklären, ob deutsche Soldaten im Falle einer Lieferung von Taurus in der Ukraine gebraucht werden - oder eben nicht. "Die Führung der Luftwaffe sagt Nein, der Kanzler sagt Ja. Was gilt denn nun? Es zeigt sich hier ein Disput zwischen dem Verteidigungsminister und dem Bundeskanzler." Otte kritisierte, dass Scholz der Einladung des Verteidigungsausschusses zur Information der Abgeordneten nicht folgen werde: "Olaf Scholz kneift und will nicht zur Verfügung stehen. Das muss nun der Verteidigungsminister übernehmen."Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich als Gastgeber für Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine angeboten. "Wir sind bereit, einen Friedensgipfel auszurichten, bei dem auch Russland vertreten ist", sagte Erdogan nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Istanbul. Die Türkei unterstütze die Souveränität und territoriale Integrität ihres "strategischen Partners, der Ukraine", sagte der Präsident. Zugleich setze sie sich dafür ein, dass dieser Krieg ende und "ein gerechter Frieden" ausgehandelt werde.

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