Trotz angespannter Sicherheitslage will Merz in Kiew ein Zeichen setzen, Wirtschaftsministerin Reiche begleitet ihn. Russland hatte zuvor eine deutliche Warnung ausgeprochen.
Um 21:28 Uhr setzte sich der blau-gelbe Sonderzug im polnischen Przemysl ruckelnd in Bewegung. Ziel der geheimen Fahrt war Kiew, an Bord der deutsche Bundeskanzler.
Neun Stunden später erreichte der Konvoi am Sonntagmorgen sein Ziel, den Hauptbahnhof der ukrainischen Hauptstadt.nach der Ankunft. Er werde bei seinem Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigen, dass die Ukraine weiter auf die deutsche Hilfe zählen könne.
„Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns. “ Es ist das zweite Mal, dass Merz seit Amtsantritt in die Ukraine reist. Doch dieses Mal ist die Sicherheitslage deutlich angespannter. Nur eine Handvoll Journalisten ist auf der Reise dabei, darunter das Handelsblatt.
Russland verschärfte zuletzt die Angriffe auf Kiew mit ballistischen Raketen und Kampfdrohnen. Erst vor ein paar Tagen drohte Moskau indirekt mit einem Atomschlag. Hintergrund war eine umfangreiche Militärübung der Allianz nahe der russischen Exklave Kaliningrad. Am Samstag legte Moskau abermals nach: Es werde deutlich davor gewarnt, als Ausländer oder Diplomat in die ukrainische Hauptstadt zu reisen, verkündete das russische Außenministerium.
Weitere „massive Attacken“ seien geplant. Davon lasse man sich nicht einschüchtern, heißt es in der deutschen Delegation. Der Besuch soll als Zeichen der anhaltenden Unterstützung für die Ukraine gelten.
Nach den AfD‑Wahlerfolgen bei den Landtagswahlen und der zunehmend wackeligen Lage der Koalition wächst auch in der Ukraine die Sorge, dassin einer außenpolitischen Grundsatzrede in Münster eindringlich vor einer wachsenden Gefahr Russlands und sagte der Ukraine weitere Hilfe zu So will Deutschland die Ukraine mit Anti-Jet-Drohnen aus der Produktion der deutschen Rüstungsfirma Quantum unterstützen, heißt es in Regierungskreisen. Diese könnten die Luftverteidigungslücke gegen die neuen düsengetriebenen Drohnen der Russen schließen,350 Millionen Euro sollen zudem in den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur fließen, um die Energieversorgung im Winter zu sichern.
Mehrere Absichtserklärungen zur vertieften Zusammenarbeit in der Wirtschaft und und einer Wirtschaftsdelegation begleitet, darunter Christian Bruch, Präsident von Siemens Energy, Sven Kruck von Quantum, und Gundbert Scherf, Geschäftsführer des Rüstungsunternehmens Helsing. Angesichts der AfD-Erfolge bei den Landtagswahlen und der wachsenden Kritik an den Ukrainehilfen betonte der Kanzler, dass Deutschland die Verantwortung habe, die Ukraine militärisch gegen den russischen Angriff zu unterstützen. Sonst würden „Massenmigration Richtung Westen und die Destabilisierung des ukrainischen Staats“ drohen.
Die Verteidigung der Freiheit der Ukraine sei im deutschen Interesse, sagte Merz.
„Wir leisten sie vor allem anderen, um die Freiheit und die Sicherheit der Menschen in unserem Land zu schützen. “
Rubbel die nächste Story frei
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
(S+) Ukraine-Krieg: Setzt Russland jetzt auf Flugabwehr aus China?Die Ukraine greift Russland mittlerweile monatlich mit über 17.000 Drohnen an. Dort könnte die Luftverteidigung knapp werden. Fernsehbilder deuten nun auf chinesische Waffen bei den Kremltruppen hin.
Weiterlesen »
Ukraine-Krieg: 250 russische Soldaten bei Lyman gefangen genommenBei der ukrainischen Offensive Vivaldi im Raum Lyman haben Soldaten des 3. Armeekorps mehr als 250 russische Militärangehörige gefangen genommen. Gefangene berichten von Versorgungsproblemen.
Weiterlesen »
Ukraine-Krieg: Bund leitet Reprivatisierung von Gazprom-Tochter Sefe einDer Bund hatte die ehemalige Gazprom-Tochter nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine mit rund sechs Milliarden Euro gerettet und verstaatlicht. Für einen Verkauf gibt es wohl ein Datum.
Weiterlesen »
Ukraine-Krieg: Ukraine-Friedensgespräche sollen an großen Öl-Deal geknüpft werdenBei den US-Gesprächen mit Russland über ein Ende des Krieges geht es einem Bericht zufolge auch um Ölgeschäfte. Profitieren könnten Geschäftspartner aus dem Umfeld von Witkoff und Kushner.
Weiterlesen »
