In einem bemerkenswerten Timing unterzeichnet Putin am Tag von Schwedens NATO-Zusage zwei Dekrete zur Militärneuordnung Russlands. Experten des ISW sehen darin eine klare Vorbereitung auf einen möglichen großangelegten Krieg gegen die NATO.
Die Türkei bietet sich als Gastgeber für ein Gipfeltreffen zwischen der Ukraine und Russland zur Beendigung des Krieges an. Sein Land sei bereit, einen solchen Gipfel abzuhalten, sagt Präsident Recep Tayyip Erdogan in Istanbul nach Gesprächen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyi.
Er bekräftigte, sein Land unterstütze die territoriale Integrität der Ukraine. Bei dem Gespräch mit Selenskyj sei es auch um die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg sowie die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer und das gescheiterte Getreide-Abkommen gegangen. Die Türkei werde zudem nach Ende des Krieges einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau der Ukraine leisten. Recep Tayyip Erdogan , Staatspräsident der Türkei, und Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, geben sich am Ende einer gemeinsamen Pressekonferenz nach ihrem Treffen im Dolmabahce-Palast die Hand. © Francisco Seco/dpa Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Freitag zu einem Besuch in der Türkei eingetroffen . Wie der türkische Sender TRT berichtete, landete er in Begleitung seines Verteidigungsministers Rustem Umerow am alten Atatürk-Flughafen in Istanbul, später wollte er mit Staatschef Recep Tayyip Erdogan zusammenkommen. Im Mittelpunkt des Treffens stünden die Lage im Ukraine-Krieg sowie „die jüngsten Kontakte zur Wiederherstellung eines sicheren Korridors im Schwarzen Meer“, hatte das türkische Präsidialamt erklärt. Das Treffen zwischen Selenskyj und Erdogan findet im Istanbuler Dolmabahce-Palast statt, in dem der türkische Präsident seinen Amtskollegen bereits im Sommer 2023 bei dessen erstem Türkei-Besuch seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 empfangen hatte. Das Nato-Mitglied Türkei hat seit Kriegsbeginn seine Kontakte sowohl zur Ukraine als auch zu Russland aufrecht erhalten. Zum einen liefert Ankara Kampfdrohnen an Kiew - zum anderen erhält es die Handelsbeziehungen zu Moskau aufrecht und bezieht einen Großteil seiner Energieträger aus Russland. In der vergangenen Woche hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow die Türkei besucht. In den ersten Monaten nach Kriegsbeginn hatte die Türkei eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung des Abkommens zum Export ukrainischen Getreides aus blockierten Häfen über das Schwarze Meer gespielt. Nach Auslaufen des von Russland im Sommer 2023 nicht mehr verlängerten Abkommens nutzt die Ukraine mittlerweile für seine Exporte eine Alternativroute, die entlang der Schwarzmeerküste Bulgariens und Rumäniens führt.Die von Tschechien geführte internationale Initiative für den Einkauf von Waffen für die Ukraine außerhalb von Europa hat nach Angaben von Ministerpräsident Petr Fiala Geld für rund 300.000 Schuss Artilleriemunition gesammelt. Ziel sei es jedoch, „noch viel mehr zu leisten“, erklärte Fiala am Freitag im Onlinedienst X. „Wir suchen weiterhin Partner, damit wir die Ukraine in ihrem tapferen Kampf gegen den russischen Aggressor unterstützen können.“ Die 300.000 Schuss Munition sind deutlich weniger als die zuvor von Tschechiens Präsident Petr Pavel angekündigten 800.000 Schuss. Pavel hatte bei der Münchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar angekündigt, dass Tschechien in der Lage sei, eine beträchtliche Menge Waffen für die Ukraine außerhalb Europas zu beschaffen. Damals sprach der tschechische Präsident von 500.000 Schuss 155-Millimeter-Munition und 300.000 Schuss 122-Millimeter-Munition. Am Donnerstag hatte Pavel gesagt, die Summe für den Kauf sei zusammengebracht worden und die Munition könne die Ukraine „innerhalb weniger Wochen erreichen“.Russland und die Ukraine haben jeweils die Abwehr dutzender Drohnen bei gegenseitigen Angriffen in der Nacht zu Freitag gemeldet. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland drei Raketen und 37 Schahed-Drohnen iranischer Bauart auf das Gebiet der Ukraine ab. 33 Schahed-Drohnen seien über den Regionen Kirowograd, Odessa, Cherson, Mykolajiw und Charkiw abgeschossen worden, erklärte die Luftwaffe im Onlinedienst Telegram. Beim Angriff auf Charkiw wurden nach Angaben des örtlichen Gouverneurs zwei Menschen getötet. Das Verteidigungsministerium in Moskau sprach von 16 abgewehrten ukrainischen Drohnen. 15 davon wurden den Angaben zufolge über der südrussischen Region Wolgograd zerstört, deren nächstgelegener Teil rund 300 Kilometer von den Frontlinien in der Ostukraine entfernt ist. Eine weitere Drohne sei über der Grenzregion Belgorod abgeschossen worden, erklärte das Ministerium weiter. Belgorod war seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 schon mehrfach Ziel von Beschuss und Luftangriffen. Der Gouverneur der Region Charkiw, Oleg Synegubow, erklärte, dass bei einer Angriffsserie auf die frontnahe Stadt Kupjansk am späten Donnerstagabend ein 58-jähriger Mann und eine 64-jährige Frau getötet worden seien. Bei einem weiteren Luftangriff auf eine Wohngegend in der Stadt Tschuhujiw seien sieben Menschen verletzt worden. Synegubow veröffentlichte ein Foto von Geschäften mit zerstörten Fenstern und einem Krater in einer Straße neben einem Wohngebäude.Die britische Regierung will die Ukraine mit insgesamt 10.000 Drohnen unterstützen. Das teilte der britische Verteidigungsminister Grant Shapps am Donnerstagabend mit, nach einem Besuch des Ministers in Kiew. London werde dafür seine bereits bestehende Zusage von Drohnen im Wert von 200 Millionen Pfund auf 325 Millionen Pfund erhöhen, schrieb Shapps auf X . „Drohnen ändern den Kriegsverlauf“, schrieb Shapps. Einer Mitteilung seines Ministeriums zufolge soll es sich hauptsächlich um sogenannte FPV-Drohnen handeln. Sie können aus einer Cockpit-Perspektive gesteuert werden. Diese seien erfolgreich zum Einsatz gekommen, um die russische Luftabwehr zu umgehen und ihre Ziele zu treffen, hieß es in der britischen Mitteilung weiter. Hinzu kommen demnach 1000 Kamikaze-Drohnen sowie Aufklärungs- und Seedrohnen. Shapps zufolge haben die ukrainischen Streitkräfte mithilfe britischer Waffen beinahe 30 Prozent der russischen Schwarzmeerflotte zerstört. Drohnen hätten sich dabei als höchst effektiv herausgestellt, so die Mitteilung. Gemeinsam mit Lettland wolle Großbritannien eine internationale Koalition zum Aufbau der ukrainischen Drohnen-Kapazitäten anführen.Bei einem Angriff auf die Stadt Tschuhujiw im ostukrainischen Gebiet Charkiw sind nach Angaben der örtlichen Militärverwaltung mindestens zwei Menschen verletzt worden. Bei den Verletzten handle es sich um einen 17 Jahre alten Jugendlichen sowie um einen 37 Jahre alten Mann, teilte die Militärverwaltung in der Nacht zum Freitag bei Telegram mit. Zudem sei ein neunstöckiges Wohnhaus zerstört worden. Geschäfte, ein Hotel und Autos wurden demnach beschädigt. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.Der ehemalige Nato-General und Präsident Tschechiens, Petr Pavel, hat mitgeteilt, genügend Mittel von sogenannten Drittstaaten für den Kauf von 800.000 Artilleriegranaten erhalten zu haben. Diese sollen der Ukraine für den Kampf gegen die russische Armee zukommen, berichtet die. Auch Deutschland wolle sich mit einem dreistelligen Millionenbetrag an dem Vorhaben beteiligen. Die Ukraine sei aufgrund fehlender Munition zuletzt vermehrt in die Defensive geraten. Russland hingegen erhalte weiterhin Munition aus Nordkorea oder dem Iran und habe seine eigene Rüstungsindustrie hochgefahren. Tschechiens Vorstoß in der Munitionsbereitstellung werde als Antwort auf den stockenden EU-Plan zur Lieferung von einer Million Schuss an die Ukraine gewertet.Bei seinem Besuch in Kiew hat der britische Verteidigungsminister Grant Shapps mitgeteilt, der Ukraine 325 Millionen Pfund zukommen zu lassen. Damit solle der Kauf von 10.000 Drohnen für den Krieg gegen Russland finanziert werden, berichtete. Shapps habe die Finanzierung bei einem Treffen mit Wolodymyr Selenskyj, dem Präsidenten der Ukraine, bekannt gemacht. Zuvor habe Großbritannien eine Finanzierung von 200 Millionen Pfund angekündigt, nun aber um 125 Millionen erhöht. Mit dem Geld sollen vor allem FPV-Drohnen finanziert werden. Außerdem erhalte die Ukraine 1000 Angriffs-, Überwachungs- und Seedrohnen.. „Durch den Einschlag eines Projektils in ein privates Wohnhaus wurden zwei Bürger verletzt“, teilte die Regionalstaatsanwaltschaft der Region Donezk mit. Demnach seien ein 43-jähriger Mann vor Ort und eine 76-jährige Frau im Krankenhaus behandelt worden. Neben den Verletzten, sollen durch die Explosion mindestens 35 Haushalte, zwei Mehrfamilienhäuser, ein Verwaltungsgebäude, das Stromnetz und fünf PKW beschädigt worden sein.Litauen hat der Ukraine erneut Militärhilfen im Krieg gegen Russland gesendet. Dabei soll es sich um 155-Millimeter-Artilleriegeschosse handeln, berichtete die. Das Nato-Land hat die Munition der Ukraine laut des litauischen Verteidigungsministeriums bereits übergeben. „Wir schicken, was der Ukraine derzeit am meisten fehlt. Wir hören ihre Bitten und unterstützen sie weiter“, so der Verteidigungsminister Arvydas Anusauskas.Die Unionsparteien CDU und CSU wollen im Bundestag einen neuen Antrag auf die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine einbringen. In der kommenden Sitzungswoche würden die Parteien „die Frage der Taurus-Lieferung zur namentlichen Abstimmung im Bundestag stellen“, so Thorsten Frei, parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, gegenüber derIn einem Antrag stellen die Parteien die Forderung an die Bundesregierung, „endlich unverzüglich der ukrainischen Bitte nach Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern aus verfügbaren Beständen der Bundeswehr in größtmöglichem Umfang zu entsprechen.“ Bereits vergangene Woche hätte die Fraktion die Lieferung der Waffensysteme an die Ukraine gefordert, der aber abgelehnt worden sei, berichtete dieDer litauische Geheimdienst hat die Vermutung geäußert, dass sich Russland auf eine Konfrontation mit der Nato vorbereitet. Diese Einschätzung geht aus dem Jahresbericht hervor, der am Donnerstag in Vilnius vorgestellt wurde, berichtete die. Russland zeige keine Absichten, den Krieg in der Ukraine zu deeskalieren. „Gleichzeitig bereitet sich Russland auf eine langfristige Konfrontation mit der Nato vor, auch im Ostseeraum“, schreibt der Geheimdienst in seinem Bericht.Wir sollten eine langfristige Konfrontation als einen Kalten Krieg 2.0 betrachten.“ Die Wahrscheinlichkeit einer Konfrontation hänge mit dem Verlauf und dem Ausgang des Kriegs in der Ukraine zusammen.In der nordrussischen Region Karelien haben Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben einen Mann aus Belarus erschossen, der einen „Terrorakt“ im Auftrag der Ukraine geplant haben soll. Nach einem Schusswechsel seien Waffen und ein improvisierter Sprengsatz sichergestellt worden, teilt der russische Inlandsgeheimdienst FSB laut der staatlichen Nachrichtenagentur RIA mit. Der Mann habe ein Verwaltungsgebäude in der Stadt Olonets, etwa 250 Kilometer von der finnischen Grenze entfernt, in die Luft sprengen wollen. Er habe bei der Verhaftung das Feuer auf Mitglieder einer Spezialeinheit eröffnet und sei dann getötet worden. Laut dem FSB enthielt der Sprengsatz einen in Großbritannien hergestellten Plastiksprengstoff und einen in den USA hergestellten Zünder. Russischen Medien zufolge soll es sich bei dem Mann um einen 49-jährigen Aktivisten aus Belarus handeln, der dort im Jahr 2020 an den Protesten der Opposition teilgenommen habe.In einer Militärakademie in der südwestrussischen Stadt Kasan ist Medienberichten zufolge ein Feuer ausgebrochen. Betroffen sei die Kaserne, die zu der militärische Ausbildungsstätte gehöre, berichten staatliche russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Rettungsdienste. Die Akademie zur Ausbildung von Panzerkommandanten und -besatzungen stehe in Flammen, meldet die NachrichtenagenturRussland kann nach Einschätzung Litauens seinen Krieg gegen die Ukraine noch mindestens zwei Jahre lang in gleichbleibender Intensität führen. Dafür habe Russland genügend Ressourcen, heißt es im jährlichen Bericht der litauischen Geheimdienste zur Bedrohungslage. Die Ölpreise seien hoch, internationale Sanktionen würden umgangen und der russische Staat investiere massiv. Russland habe seine Armee in der Ukraine im Jahr 2023 reformiert und gestärkt und sei auf dem besten Weg, seine militärischen Fähigkeiten entlang seiner Grenze zur Nato zu erweitern. Das gelte auch für die Grenze zu Finnland, das im vergangenen Jahr der Nato beigetreten ist. „Moskau ist in der Lage, die gewonnenen Erkenntnisse auszuwerten und seine Kampfeffektivität zu verbessern.“Der Konflikt in der Ukraine könnte zu einem ausgewachsenen Krieg in Europa eskalieren, warnte ein hochrangiger russischer Offizier. Wladimir Zarudnitski, Leiter der russischen Militärakademie, sagte, die Wahrscheinlichkeit, dass Moskaus Streitkräfte in einen neuen Konflikt verwickelt werden, steige „erheblich“. „Die Möglichkeit einer Eskalation des Konflikts in der Ukraine – von der Ausweitung der Teilnehmer an ‚Stellvertreterkräften‘, die für die militärische Konfrontation mit Russland eingesetzt werden, bis hin zu einem groß angelegten Krieg in Europa – ist nicht auszuschließen“, so Zarudnitski gegenüber russischen Staatsmedien. „Die Wahrscheinlichkeit, dass unser Staat absichtlich in neue militärische Konflikte hineingezogen wird, nimmt deutlich zu.“Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu den Verlusten der russischen Streitkräfte im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Demnach sind binnen eines Tages erneut etwa 1160 Soldaten im Kampf getötet oder verwundet worden. Die Gesamtzahl der russischen Verluste erhöhte sich damit nach Angaben der Ukraine auf mehr als 421.000. Hier ein kurzer Überblick über die weiteren Verluste:Die Angaben über Verluste Russlands stammen von der ukrainischen Armee. Sie lassen sich nicht unabhängig prüfen. Russland selbst macht keine Angaben über die eigenen Verluste im Ukraine-Krieg.gründliche Ermittlung an: „Lassen Sie die Fachleute untersuchen, warum das passiert ist“, sagte der Sekretär des Verteidigungsausschusses im ukrainischen Parlament. „Wir sehen, dass der Geheimdienst des Feindes jetzt daran arbeitet, die Himars zu entdecken.“ Es wäre der erste Verlust eines Himars-Raktenwerfers in mehr als anderthalb Jahren.Russland hat in der Nacht eigenen Angaben zufolge vier Drohnen aus der Ukraine abgeschossen. Verletzte oder Schäden soll es den Behörden zufolge bei den angriffen in den grenznahen russischen Regionen Brjansk und Tula nicht gegeben haben.erneut auf mehr Unterstützung bei der Luftverteidigung gepocht. „Wir brauchen mehr Schutz“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Während des Angriffs am Vormittag hatte Selenskyj gerade den griechischen MinisterpräsidentenDer Präsident und der griechische Regierungschef sind wohlauf, doch ersten Erkenntnissen der ukrainischen Ermittler zufolge wurden durch den Beschuss mindestens fünf Menschen getötet. Mitsotakis zeigte sich später bestürzt über den Vorfall. Es war in mehr als zwei Jahren des Ukraine-Kriegs das erste Mal,Als die Raketen anflogen, zeigte Selenskyj seinem Gast gerade die Hafenanlagen von Odessa am Schwarzen Meer und wies auch auf Schäden durch frühere russische Attacken hin. Gegen Ende dieses Programmpunkts seien Sirenen und Explosionen in der Nähe zu hören gewesen, sagte Mitsotakis ukrainischen Berichten zufolge. „Wir schafften es nicht, in einen Schutzraum zu gelangen.“ Über Odessa wurde nach offiziellen Angaben um 10.40 Uhr Ortszeit Luftalarm ausgelöst. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, durch den Beschuss sei im Hafen von Odessa eine Halle zerstört worden. Dort seien ukrainische Seedrohnen zum Kampfeinsatz vorbereitet worden. Diese Angaben waren unabhängig nicht zu überprüfen.
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