In einem bemerkenswerten Timing unterzeichnet Putin am Tag von Schwedens NATO-Zusage zwei Dekrete zur Militärneuordnung Russlands. Experten des ISW sehen darin eine klare Vorbereitung auf einen möglichen großangelegten Krieg gegen die NATO.
Im Ukraine-Krieg nimmt die Zahl der Drohnenangriffe weiter zu. Der türkische Präsident Erdogan bietet sich als Vermittler an. Der News-Ticker.Die Luftabwehr in der südrussischen Stadt Taganrog am Asowschen Meer hat offiziellen Angaben zufolge in der Nacht einen massiven Drohnenangriff abgewehrt.
Die Folgen des Angriffs am Boden würden noch erfasst, teilte der Gouverneur der Region Rostow, Wassili Golubew, auf Telegram mit. Vorläufigen Angaben zufolge habe es aber keine Todesopfer gegeben, schrieb Golubew weiter. Zudem habe die Luftverteidigung einen weiteren Angriff über der Region Rostow abgewehrt, hieß es. Beim Anflug auf die Stadt Morosowsk seien mehrere Drohnen zerstört worden. Die Angaben zu den beiden Angriffen ließen sich nicht unabhängig überprüfen.Die Luftabwehr im westrussischen Kursk hat laut Angaben der regionalen Verwaltung in der Nacht eine ukrainische Drohne abgefangen. Trümmerteile seien dabei auf das Dach einer Poliklinik gefallen und hätten dieses beschädigt, teilte der Kursker Gouverneur Roman Starowoit in seinem Telegram-Kanal mit. Verletzte gab es demnach nicht. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.In der Nacht zum Samstag hat Russland die Ukraine erneut mit Schwärmen von Kampfdrohnen iranischer Bauart angegriffen, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. Luftalarm herrschte vor allem im Süden der Ukraine. In der Industriestadt Krywyj Rih seien Explosionen zu hören gewesen, berichtete das öffentlich-rechtliche ukrainische Fernsehen. Angaben zu möglichen Opfern und Schäden wurden nicht gemacht. Auf das Gebiet Charkiw im Osten schossen russische Flugzeuge Gleitbomben ab.Die Türkei bietet sich als Gastgeber für ein Gipfeltreffen zwischen der Ukraine und Russland zur Beendigung des Krieges an. Sein Land sei bereit, einen solchen Gipfel abzuhalten, sagt Präsident Recep Tayyip Erdogan in Istanbul nach Gesprächen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyi. Er bekräftigte, sein Land unterstütze die territoriale Integrität der Ukraine. Bei dem Gespräch mit Selenskyj sei es auch um die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg sowie die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer und das gescheiterte Getreide-Abkommen gegangen. Die Türkei werde zudem nach Ende des Krieges einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau der Ukraine leisten.Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Freitag zu einem Besuch in der Türkei eingetroffen . Wie der türkische Sender TRT berichtete, landete er in Begleitung seines Verteidigungsministers Rustem Umerow am alten Atatürk-Flughafen in Istanbul, später wollte er mit Staatschef Recep Tayyip Erdogan zusammenkommen. Im Mittelpunkt des Treffens stünden die Lage im Ukraine-Krieg sowie „die jüngsten Kontakte zur Wiederherstellung eines sicheren Korridors im Schwarzen Meer“, hatte das türkische Präsidialamt erklärt. Das Treffen zwischen Selenskyj und Erdogan findet im Istanbuler Dolmabahce-Palast statt, in dem der türkische Präsident seinen Amtskollegen bereits im Sommer 2023 bei dessen erstem Türkei-Besuch seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 empfangen hatte. Das Nato-Mitglied Türkei hat seit Kriegsbeginn seine Kontakte sowohl zur Ukraine als auch zu Russland aufrecht erhalten. Zum einen liefert Ankara Kampfdrohnen an Kiew - zum anderen erhält es die Handelsbeziehungen zu Moskau aufrecht und bezieht einen Großteil seiner Energieträger aus Russland. In der vergangenen Woche hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow die Türkei besucht. In den ersten Monaten nach Kriegsbeginn hatte die Türkei eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung des Abkommens zum Export ukrainischen Getreides aus blockierten Häfen über das Schwarze Meer gespielt. Nach Auslaufen des von Russland im Sommer 2023 nicht mehr verlängerten Abkommens nutzt die Ukraine mittlerweile für seine Exporte eine Alternativroute, die entlang der Schwarzmeerküste Bulgariens und Rumäniens führt.Die von Tschechien geführte internationale Initiative für den Einkauf von Waffen für die Ukraine außerhalb von Europa hat nach Angaben von Ministerpräsident Petr Fiala Geld für rund 300.000 Schuss Artilleriemunition gesammelt. Ziel sei es jedoch, „noch viel mehr zu leisten“, erklärte Fiala am Freitag im Onlinedienst X. „Wir suchen weiterhin Partner, damit wir die Ukraine in ihrem tapferen Kampf gegen den russischen Aggressor unterstützen können.“ Die 300.000 Schuss Munition sind deutlich weniger als die zuvor von Tschechiens Präsident Petr Pavel angekündigten 800.000 Schuss. Pavel hatte bei der Münchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar angekündigt, dass Tschechien in der Lage sei, eine beträchtliche Menge Waffen für die Ukraine außerhalb Europas zu beschaffen. Damals sprach der tschechische Präsident von 500.000 Schuss 155-Millimeter-Munition und 300.000 Schuss 122-Millimeter-Munition. Am Donnerstag hatte Pavel gesagt, die Summe für den Kauf sei zusammengebracht worden und die Munition könne die Ukraine „innerhalb weniger Wochen erreichen“.Russland und die Ukraine haben jeweils die Abwehr dutzender Drohnen bei gegenseitigen Angriffen in der Nacht zu Freitag gemeldet. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland drei Raketen und 37 Schahed-Drohnen iranischer Bauart auf das Gebiet der Ukraine ab. 33 Schahed-Drohnen seien über den Regionen Kirowograd, Odessa, Cherson, Mykolajiw und Charkiw abgeschossen worden, erklärte die Luftwaffe im Onlinedienst Telegram. Beim Angriff auf Charkiw wurden nach Angaben des örtlichen Gouverneurs zwei Menschen getötet. Das Verteidigungsministerium in Moskau sprach von 16 abgewehrten ukrainischen Drohnen. 15 davon wurden den Angaben zufolge über der südrussischen Region Wolgograd zerstört, deren nächstgelegener Teil rund 300 Kilometer von den Frontlinien in der Ostukraine entfernt ist. Eine weitere Drohne sei über der Grenzregion Belgorod abgeschossen worden, erklärte das Ministerium weiter. Belgorod war seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 schon mehrfach Ziel von Beschuss und Luftangriffen. Der Gouverneur der Region Charkiw, Oleg Synegubow, erklärte, dass bei einer Angriffsserie auf die frontnahe Stadt Kupjansk am späten Donnerstagabend ein 58-jähriger Mann und eine 64-jährige Frau getötet worden seien. Bei einem weiteren Luftangriff auf eine Wohngegend in der Stadt Tschuhujiw seien sieben Menschen verletzt worden. Synegubow veröffentlichte ein Foto von Geschäften mit zerstörten Fenstern und einem Krater in einer Straße neben einem Wohngebäude.Die britische Regierung will die Ukraine mit insgesamt 10.000 Drohnen unterstützen. Das teilte der britische Verteidigungsminister Grant Shapps am Donnerstagabend mit, nach einem Besuch des Ministers in Kiew. London werde dafür seine bereits bestehende Zusage von Drohnen im Wert von 200 Millionen Pfund auf 325 Millionen Pfund erhöhen, schrieb Shapps auf X . „Drohnen ändern den Kriegsverlauf“, schrieb Shapps. Einer Mitteilung seines Ministeriums zufolge soll es sich hauptsächlich um sogenannte FPV-Drohnen handeln. Sie können aus einer Cockpit-Perspektive gesteuert werden. Diese seien erfolgreich zum Einsatz gekommen, um die russische Luftabwehr zu umgehen und ihre Ziele zu treffen, hieß es in der britischen Mitteilung weiter. Hinzu kommen demnach 1000 Kamikaze-Drohnen sowie Aufklärungs- und Seedrohnen. Shapps zufolge haben die ukrainischen Streitkräfte mithilfe britischer Waffen beinahe 30 Prozent der russischen Schwarzmeerflotte zerstört. Drohnen hätten sich dabei als höchst effektiv herausgestellt, so die Mitteilung. Gemeinsam mit Lettland wolle Großbritannien eine internationale Koalition zum Aufbau der ukrainischen Drohnen-Kapazitäten anführen.Bei einem Angriff auf die Stadt Tschuhujiw im ostukrainischen Gebiet Charkiw sind nach Angaben der örtlichen Militärverwaltung mindestens zwei Menschen verletzt worden. Bei den Verletzten handle es sich um einen 17 Jahre alten Jugendlichen sowie um einen 37 Jahre alten Mann, teilte die Militärverwaltung in der Nacht zum Freitag bei Telegram mit. Zudem sei ein neunstöckiges Wohnhaus zerstört worden. Geschäfte, ein Hotel und Autos wurden demnach beschädigt. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.Die Angaben über Verluste Russlands stammen von der ukrainischen Armee. Sie lassen sich nicht unabhängig prüfen. Russland selbst macht keine Angaben über die eigenen Verluste im Ukraine-Krieg.gründliche Ermittlung an: „Lassen Sie die Fachleute untersuchen, warum das passiert ist“, sagte der Sekretär des Verteidigungsausschusses im ukrainischen Parlament. „Wir sehen, dass der Geheimdienst des Feindes jetzt daran arbeitet, die Himars zu entdecken.“ Es wäre der erste Verlust eines Himars-Raktenwerfers in mehr als anderthalb Jahren.erneut auf mehr Unterstützung bei der Luftverteidigung gepocht. „Wir brauchen mehr Schutz“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Während des Angriffs am Vormittag hatte Selenskyj gerade den griechischen Ministerpräsidenten
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Ukraine-Krieg: NATO-Staaten wollen wohl tausende Drohnen mit KI-Technik liefernIm Ukraine-Krieg macht sich Russlands Stärke bei der Rüstungsproduktion bemerkbar. Nun sollen angeblich 'KI-gesteuerte Drohnenschwärme' Abhilfe schaffen.
Weiterlesen »
Ukraine-Krieg: Bundeswehr-Besprechung von Russland enthüllt – So rutschen wir dem großen Krieg entgegenEs ist ein Super-GAU der Bundeswehr: Luftwaffengeneräle lassen sich per Chat-App abhören. Die 40-minütige Datei bietet Einblicke in die Mechanismen der Eskalation.
Weiterlesen »
„Lehre aus Ukraine-Krieg“: Schweden will seine Kampfjets wie im Kalten Krieg schützenDie Ostsee ist praktisch zum Nato-Meer geworden. Russland sorgt aber trotz seiner begrenzten Zugänge zum Meer dort mit Nadelstichen gezielt für Unruhe. Die Nato-Anrainerstaaten fürchten zudem Sabotageakte auf kritische Untersee-Infrastruktur.
Weiterlesen »
Russland-Ukraine-Krieg im News-Ticker der KW 10Soldaten der Bundeswehr und anderer Nato-Staaten trainieren mit einer Großübung im Norden Europas die Abwehr eines Angriffs auf das Bündnisgebiet. Der britische Außenminister Cameron trifft sich heute mit Baerbock in Berlin. Die News im Ticker.
Weiterlesen »
Ukraine-Krieg News: Erdogan bietet Vermittlung zwischen Ukraine und Russland anIn einem bemerkenswerten Timing unterzeichnet Putin am Tag von Schwedens NATO-Zusage zwei Dekrete zur Militärneuordnung Russlands. Experten des ISW sehen darin eine klare Vorbereitung auf einen möglichen großangelegten Krieg gegen die NATO.
Weiterlesen »
Ukraine-Krieg News: Ukraine und Russland mit massiven DrohnenattackenIn einem bemerkenswerten Timing unterzeichnet Putin am Tag von Schwedens NATO-Zusage zwei Dekrete zur Militärneuordnung Russlands. Experten des ISW sehen darin eine klare Vorbereitung auf einen möglichen großangelegten Krieg gegen die NATO.
Weiterlesen »
