Starkregen hat auf Kreta Überschwemmungen ausgelöst. Menschen wurden in Autos eingeschlossen, Touristen evakuiert und Straßen beschädigt. Behörden sind im Einsatz.
Auf der griechischen Insel Kreta haben heftige Regenfälle am Samstag Überschwemmungen ausgelöst und Schäden verursacht. Menschen steckten in ihren Autos fest, einige Touristen mussten evakuiert werden, wie die Behörden mitteilten. Besonders betroffen waren die Regionen um die Hafenstadt Ierapetra und die bei Touristen beliebte Stadt Canea.
Ereignisse in Ierapetra und Umgebung
In Ierapetra musste eine Frau sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht werden, sagte Bürgermeister Manolis Frangoulis der Nachrichtenagentur AFP. Durch die Überschwemmungen wurden einige Autos und Bäume ins Meer gespült. Auf der Straße zwischen Ierapetra und Sitia, wie der Fernsehsender ERT berichtete, wurden drei Touristen und ihr Taxifahrer im Auto von einem Sturzbach fortgerissen. Sie konnten aussteigen und sich in Sicherheit bringen, als das Taxi an einer Böschung hängenblieb.
Schäden in Canea und Rettungseinsätze
In dem bei Touristen beliebten Hafen Canea beschädigten riesige Wellen Restaurants und andere Treffpunkte von Touristen an der Strandpromenade. Der stellvertretende Gouverneur der Region Heraklion, Nikos Syrigonakis, teilte mit, Hilfsdienste seien dabei, kleine Erdrutsche zu beseitigen und Straßen von Geröll zu befreien. Sie seien weiter in Alarmbereitschaft und behielten die Pegel von Bächen und Flüssen im Blick, sagte er der griechischen Nachrichtenagentur ANA. In der Samaria-Schlucht, einem beliebten Ausflugsziel für Kreta-Urlauber, steckten acht Mitarbeiter des Nationalparks wegen der starken Regenfälle fest, wie ANA weiter berichtete. Nach Angaben der Behörden waren sie jedoch an einem sicheren Ort. Der für den Zivilschutz zuständige Vize-Gouverneur der Region, Giorgos Tsapakos, sagte der Nachrichtenagentur ANA, die Situation sei voll unter Kontrolle. Die Eingeschlossenen hätten etwas zu essen und Medikamente und seien an einem warmen Ort, aber der Flusspegel erlaube es nicht, dass sie den Ort verlassen.
Wetterdaten und Hintergrund
Von Freitag bis Samstagnachmittag fielen im Gebiet Canea 420 Millimeter Regen, wie es auf der Website des nationalen Observatoriums in Athen hieß. Hinzu kamen Windstärken von acht bis neun auf der Beaufort-Skala. Solche extremen Wetterereignisse sind auf Kreta nicht ungewöhnlich, doch die Intensität und die Menge des Regens in kurzer Zeit haben zu erheblichen Problemen geführt. Die Behörden warnen weiterhin vor möglichen Überschwemmungen und raten zur Vorsicht in den betroffenen Gebieten.
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