Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Konflikt ist in Teheran die Flugabwehr aktiviert worden. Gleichzeitig starteten US-Streitkräfte eine neue Angriffswelle gegen iranische Militäreinrichtungen, darunter Kommandozentren, Marine- und Luftwaffenstützpunkte. Präsident Trump drohte zudem mit Angriffen auf ein als 'Pickaxe Mountain' bekanntes Areal. Die nächtlichen Vorgänge in Teheran könnten auf eine neue Eskalationsphase hindeuten.
Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran -Krieg ist in der Hauptstadt Teheran wieder die Flugabwehr aktiviert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole waren in der Nacht dumpfe Detonationen zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete.
Parallel zu den Explosionen in Teheran informierte das US-Militär über eine neue Welle von Angriffen auf militärische Ziele im Auch iranische Staatsmedien berichteten über Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt, in der rund 15 Millionen Menschen leben. Kurz darauf herrschte wieder Ruhe – und das US-Militär gab das Ende seiner Angriffswelle bekannt.
Mit den Attacken sollten die Möglichkeiten des Irans geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den globalen Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Zu den Zielen der gut einstündigen Angriffswelle gehörten demnach militärische Kommandozentren, die iranische Marine und Standorte der Luftwaffe.
Es war die elfte Nacht in Folge, in der diehatte dem Iran Stunden zuvor mit weiteren Angriffen gedroht und dabei konkret ein Areal rund um eine Anlage genannt, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist.
„Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht“, sagte er am Dienstag im Weißen Haus. Bereits zuvor hatte der Republikaner eine Attacke auf den Komplex angedroht, der in einem Berg südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran verborgen ist. Trump betonte zudem, dass das US-Militär jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die Führung in Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle.
Die nächtlichen Geschehnisse in Teheran könnten darauf hindeuten, dass die Eskalation des Konflikts in eine neue Phase tritt. Die bislang letzten Angriffe auf die Metropole hatte es Anfang Juni gegeben, also vor mehr als einem Monat. Damals hatte die israelische Luftwaffe als Reaktion auf iranische Raketenangriffe Ziele in der Stadt attackiert. Der Konflikt war Anfang Juli erneut aufgeflammt, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschossen hatten.
Die USA flogen daraufhin Hunderte Luftangriffe auf Ziele an der Südküste Irans. US-Präsident Donald Trump erklärte die Anfang April vereinbarte und mehrmals gebrochene Waffenruhe sowie das Mitte Juni ausgehandelte Rahmenabkommen zur Vorbereitung einer möglichen Friedenslösung für beendet. Auch Teheran fühlt sich nicht mehr an die vorläufige Absichtserklärung gebunden. Israel und die USA hatten Ende Februar ihren Krieg gegen den Iran begonnen und das Land fast 40 Tage lang aus der Luft angegriffen.
Zahlreiche einflussreiche Generäle und Spitzenpolitiker wurden gezielt getötet, darunter bereits am ersten Kriegstag Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte reagierten mit heftigen Raketenangriffen auf US-Ziele in mit den Vereinigten Staaten verbündeten Staaten der Golfregion. Die Kosten dieses Krieges sind immens. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums liegen sie allein für die Vereinigten Staaten bei 37,5 Milliarden Dollar .
Pentagon-Chef Pete Hegseth nannte die Summe bei einer Anhörung im US-Senat und machte deutlich, dass neben bisherigen Ausgaben auch erwartete Kosten bis zum Ende des Haushaltsjahres am 30. September eingerechnet seien. Hegseth warb für einen Nachtragshaushalt in Höhe von 67 Milliarden Dollar für das Verteidigungsministerium, um die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte zu sichern, verbrauchtes Material zu ersetzen und Investitionen in Munition sowie neue Waffen zu beschleunigen. Der beantragte Nachtragsetat sei als zusätzliche Soforthilfe über den regulären Verteidigungshaushalt hinaus gedacht.
Sein Ziel sei angesichts der weltweiten Sicherheitslage ein Verteidigungshaushalt von 1,5 Billionen Dollar für das Haushaltsjahr 2026.
Iran USA Teheran Militärschläge Flugabwehr Trump Centcom Straße Von Hormus Israel Eskalation
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
US-Militär startet neue Angriffswelle gegen IranDas US-Militär hat in der zehnten Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen, um die Fähigkeit des Iran, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren, zu schwächen. Centcom teilte den Beginn der Angriffe mit, nannte aber keine genauen Ziele. Teheran hatte zuvor Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten ausgeführt.
Weiterlesen »
US-Militär startet neue Angriffswelle gegen Iran, Eskalation in Hormus-StraßeDas US-Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle gegen iranische Ziele gestartet, um Fähigkeiten zur Bedrohung von Handelsschiffen in der Straße von Hormus zu schwächen. Gleichzeitig wurden Angriffe auf Tanker in der Region gemeldet. Zudem startet Israel ein Pilotprojekt für Sicherheitszonen im Südlibanon und die saudisch geführte Koalition reagiert auf Huthi-Drohungen.
Weiterlesen »
Erstmals wieder Explosionen in Teheran – Flugabwehr im EinsatzErstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist wieder die Flugabwehr in der Hauptstadt Teheran aktiviert worden.
Weiterlesen »
US-Militär greift elfte Nacht in Folge Ziele im Iran an, Flugabwehr in Teheran aktiviertDie USA starten nach eigenen Angaben neue Angriffe auf militärische Ziele im Iran, um die Fähigkeit des Landes zu schwächen, Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen. Zum elften Mal in Folge werden Ziele in der Islamischen Republik bombardiert, darunter mutmaßlich die Anlage 'Pickaxe Mountain'. Erstmals seit Beginn der Eskalation wird die Flugabwehr in Teheran aktiviert, dumpfe Detonationen sind zu hören. Unabhängige Überprüfungen von Angaben zu Opferzahlen oder Kampfdetails sind nicht möglich. Der Bericht stützt sich auf Material von dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Weiterlesen »




