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US-Gericht lehnt Zerschlagung von Google ab

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US-Gericht lehnt Zerschlagung von Google ab
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Ein US-Gericht hat entschieden, dass Google seinen Webbrowser Chrome und sein mobiles Betriebssystem Android nicht verkaufen muss. Die US-Regierung hatte eine Zwangstrennung erwirkt, um Google zu zwängen, aber Richter Amit Mehta entschied, dass die Forderungen zu weit gingen.

Ein US-Gericht hat entschieden, dass Google nicht gezwungen wird, seinen Webbrowser Chrome und sein mobiles Betriebssystem Android zu verkaufen. Die US-Regierung hatte eine Zwangstrennung vom Webbrowser Chrome durchgesetzt erwirkt. Der mit dem Fall befasste Richter Amit Mehta in Washington entschied, dass die Regierung mit ihren Forderungen zu weit gegangen ist. Die Klage war bereits 2020 am Ende der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump eingereicht worden.

\Im 230 Seiten langen Urteilsspruch untersagte der Richter Google exklusive Vereinbarungen für die Verbreitung seiner Dienste wie der Web-Suche, Chrome oder der KI-Software Gemini. Allerdings wird der Konzern andere Unternehmen wie Mozilla grundsätzlich weiterhin dafür bezahlen können, dass sie seine Dienste vorinstallieren oder prominent platzieren. Apple bekommt nach Informationen aus dem Prozess Milliarden Dollar dafür, dass die Google-Suche auf iPhones als Standard vorinstalliert wird. Für die Vorinstallation der Google-Suche im Browser Firefox ist dies eine zentrale Einnahmequelle. In der EU werden Nutzer inzwischen ausdrücklich gefragt, welche Suchmaschine sie nutzen wollen. Einen solchen Auswahl-Zwang für die USA, der stillschweigend getroffene Voreinstellungen verhindern soll, lehnte der Richter ab. \Google wird zugleich einige Daten aus seiner Suchmaschine mit Konkurrenten teilen müssen. Das betrifft unter anderem Teile des Suchmaschinen-Index, den Google beim Durchforsten des Internets erstellt, sowie einige Informationen zu Interaktionen mit Nutzern. Die Daten sollen rivalisierenden Suchmaschinen wie Microsofts Bing und DuckDuckGo, aber auch KI-Firmen wie dem ChatGPT-Entwickler OpenAI und Perplexity bei der Entwicklung ihrer Konkurrenzprodukte helfen. An der Börse wurde das Urteil als Erfolg für Google gesehen: Die Aktie des Mutterkonzerns Alphabet stieg im nachbörslichen Handel um 6,7 Prozent. Auch für das Apple-Papier ging es um knapp drei Prozent aufwärts. Am Ende ändert sich nichts', kommentierte der Investor und langjährige Branchenanalyst Gene Munster das Urteil im Wirtschaftssender CNBC. Jonathan Kanter, der einst für die Wettbewerbspolitik im US-Justizministerium zuständig und damit auch an der Klage gegen Google beteiligt war, sah das Scheitern der Forderung nach Zerschlagung als Sieg für Google. Zugleich wertete er es als Teilerfolg der Regierung, dass der Richter im Urteil neben Suchmaschinen auch das schnell wachsende Geschäft mit Künstlicher Intelligenz und die neuen Google-Konkurrenten berücksichtigte. Perplexity hatte bereits Interesse an einem Kauf von Chrome angemeldet für den Fall, dass Gerichte eine Abspaltung des Webbrowsers verfügen sollten.

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