Das US-Militär setzt erneut einen Tanker im Golf von Oman außer Gefecht. An Bord waren offenbar vor allem indische Seeleute.
Das US-Militär setzt erneut einen Tanker im Golf von Oman außer Gefecht. An Bord waren offenbar vor allem indische Seeleute. Bei einem mutmaßlichen US-Angriff auf einen Öltanker vor der omanischen Küste sind nach Angaben maritimer Behörden ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen und zwei weitere werden vermisst.
Das US-Militär bestätigte im Onlinedienst X, ein Schiff im Rahmen seiner Wie das US-Regionalkommando Centcom mitteilte, beschoss ein amerikanisches Flugzeug am Dienstagabend um 23.14 Uhr Ortszeit den unter der Flagge Palaus fahrenden Tanker „Settebello“ im Golf von Oman mit Präzisionsmunition. Die Besatzung habe wiederholt Aufforderungen der US-Streitkräfte nicht befolgt. Getroffen worden sei der Maschinenraum. Die britische Behörde für maritime Sicherheit UKMTO meldete unter Berufung auf omanische Stellen einen Brand an Bord rund 20 Seemeilen nordöstlich der Stadt Suhar.
Das Sicherheitsunternehmen Vanguard Tech berichtete, die Besatzung habe nach einem Raketentreffer im Maschinenraum einen Notruf abgesetzt. Die omanische Marine sei zu Hilfe geeilt. Umweltschäden seien zunächst nicht gemeldet worden.haben US-Streitkräfte seit Beginn der Blockade am 13. April insgesamt acht Schiffe außer Gefecht gesetzt, 134 weitere zur Umkehr gezwungen und 42 Schiffe mit humanitärer Hilfe passieren lassen.
Die USA hatten die Blockade verhängt, nachdem der Iran die Straße von Hormus durch Beschuss und Drohungen gegen Tanker faktisch unpassierbar gemacht hatte.aktuell wieder mehr Öl aus der Golfregion auf den Weltmarkt. Satellitenbilder des EU-Programms Copernicus zeigten am vergangenen Wochenende 16 Tanker, die vor der omanischen Küste Millionen Barrel Öl umgeladen hätten. Viele Schiffe schalteten ihre Transponder ab und führen mit gelöschten Lichtern, um vom Iran nicht entdeckt zu werden.
Nach Schätzungen der Rapidan Energy Group, auf die Bloomberg sich bezieht, fließen derzeit rund zwei Millionen Barrel Öl und verwandte Produkte täglich aus dem Golf – deutlich weniger als vor dem Krieg, aber mehr als zu Beginn des Konflikts. US-Energieminister Chris Wright sagte auf einer Konferenz, der Tankerverkehr nehme „sehr deutlich“ zu. US-Präsident Donald Trump erklärte auf seiner Plattform, „eine Menge Öl“ gelange aus der Meerenge heraus.
Zugleich drohte er demDer Generalsekretär der UN-Schifffahrtsorganisation IMO, Arsenio Dominguez, rief laut Reuters alle Beteiligten dazu auf, mit „höchster Verantwortung“ zu handeln und keine Handlungen vorzunehmen, die zivile Seeleute gefährdeten. Schiff im Golf unter Beschuss: US-Militär setzt Tanker vor Iran außer Gefecht
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