Mit seinem Ausscheiden unterstützt Pete Buttigieg die moderaten Kandidaten – und versucht, den Sieg von Bernie Sanders zu verhindern. SuperTuesday
Anti-Sanders-Bündnis– das Gegenteil der Einheit, die er laut eigener Aussage doch so dringend herstellen wollte. Oder eher: herstellen will. Denn den Ausschlag für seine Entscheidung dürften auch pragmatische Überlegungen zu einem Anti-Sanders-Bündnis innerhalb der Demokraten gegeben haben.
Am Sonntagvormittag hatte Buttigieg sich noch zum Frühstück mit Jimmy Carter, dem ehemaligen Präsidenten, und dessen Frau Rosalynn in Carters Wohnort Plains in Georgia getroffen. Stunden später dann plötzlich die Meldung: Buttigieg steigt aus. Ob nun er allein die Notwendigkeit dazu sah, ob es zusätzlich Druck aus der Partei gab oder ob es gar ein Deal mit Biden hinsichtlich eines Postens in einer möglichen Regierung war, vielleicht als Gegenentwurf zu Trumps ebenfalls aus Indiana stammenden, erzkonservativen Vizepräsidenten Mike Pence: Buttigiegs Ausscheiden ist ein Indiz dafür, dass die Demokratische Partei sich gegen Bernie Sanders formiert und den moderaten bis konservativen Flügel der Kandidaten neu organisiert, um Bidens Position gegenüber Sanders zu stärken oder Letzteren zu schwächen. Buttigieg und der nach einem schlechten dritten Platz bei der South-Carolina-Vorwahl ebenfalls ausgestiegene Tom Steyer hätten gegen Bernie Sanders und dessen Vorsprung in den Super-Tuesday-Umfragen wenig ausrichten können und stattdessen Biden womöglich noch Konkurrenz gemacht. Amy Klobuchar dagegen könnte Sanders in ihrem Heimatstaat Minnesota Stimmen abjagen, laut Umfragen liegt sie dort in Führung. Wenn sich der Vorwahlkampf aber weiter zu einem Zweikampf zwischen Biden und Sanders entwickelt, was sich am Samstag in South Carolina abzeichnete, wird auch sie bald abbrechen müssen., war eine der stärksten seines Wahlkampfs, wenn nicht sogar seine stärkste überhaupt. Er sprach nicht als gedemütigter Verlierer, sondern wirkte selbstbewusst und gelassen – wie einer, der weiß, dass seine Zeit erst noch kommen wird. In welcher Form auch immer.
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