US-Verstärkung im Nahen Osten vor möglicher Iran-Offensive

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US-Verstärkung im Nahen Osten vor möglicher Iran-Offensive
Donald Trump, Iran, Naher Osten

Das Pentagon erhöht die US-Truppenpräsenz im Nahen Osten. Rund 10.000 zusätzliche Soldaten sollen im November einsatzbereit sein, nach den Kongresswahlen.

Das Pentagon hat die US-Truppenpräsenz im Nahen Osten deutlich verstärkt. In San Diego (Kalifornien) ist der Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt mit seinem Flottenverband ausgelaufen. Zusätzlich wurde die USS Makin Island Amphibious Ready Group mit drei Landungsschiffen und Marines mobilisiert. Auch bestehende Einsätze von Luftabwehr-Einheiten und der 82nd Airborne Division wurden verlängert. Damit sind rund 10.000 zusätzliche US-Soldaten unterwegs, die im November einsatzbereit sein sollen.

Mögliche Offensive nach den Kongresswahlen

Beobachter sehen einen Zusammenhang mit den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen am 3. November. US-Präsident Donald Trump (80) hatte mehrfach angedeutet, dass während des Wahlkampfes für die Midterms die Waffen eher ruhen sollen. Der Iran-Krieg ist in den USA extrem unpopulär, und Trumps Republikanern drohen herbe Niederlagen. Trump will die Lage nicht noch trister machen. Doch für die Zeit nach den Wahlen werden seine Drohungen häufiger und lauter.

In einem Time-Interview bestätigte Trump gerade, dass neue Angriffe gegen den Iran möglich sind. Der frühere Militärgeheimdienstler Michael Pregent (56) will zunächst abwarten, ob die Roosevelt einen anderen Flugzeugträger in der Region ablöst. Dann wäre es eher ein normaler Austausch, sagt der Experte. Teheran wolle aber zugleich demonstrieren, dass er trotz des innenpolitischen Drucks weiterhin militärischen Spielraum habe. Es sei eine Machtdemonstration.

Drei Flugzeugträger und 60.000 Soldaten

Bleiben die bereits stationierten Flugzeugträger USS George H.W. Bush und USS George vor Ort, hätten die USA dann drei Carrier-Gruppen gleichzeitig in der Region und insgesamt rund 60.000 Soldaten. Die Verstärkung umfasst auch Luftabwehr-Einheiten und die 82nd Airborne Division, deren Einsätze verlängert wurden. Die USS Makin Island Amphibious Ready Group bringt drei Landungsschiffe und Marines in die Region.

Die USA hatten bereits vor Wochen ihre Präsenz erhöht. Nun kommt der Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt hinzu, der in San Diego auslief. Damit steigt die Zahl der Soldaten und Schiffe deutlich. Die zusätzlichen 10.000 Soldaten sollen im November einsatzbereit sein, also kurz nach den Kongresswahlen.

Wirtschaftskrise im Iran und Straße von Hormus

Auch Teheran geriet zuletzt massiv unter Druck. Die US-Blockade gegen iranische Häfen löste eine schwere Wirtschaftskrise aus. Die Ölexporte als wichtigste Devisenquelle sind eingebrochen, Bürger leiden unter extremer Inflation und Versorgungsengpässen. Gleichzeitig verliert Teheran zunehmend die Kontrolle über die Öl-Transportroute durch die Straße von Hormus, bislang eines seiner wichtigsten politischen Druckmittel.

Die US-Regierung hatte die Sanktionen gegen den Iran verschärft. Die Blockade betrifft vor allem die Ölausfuhren, die für den Iran lebenswichtig sind. Die Wirtschaftskrise hat die Bevölkerung hart getroffen. Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Wasserstraße, durch die ein Großteil des weltweiten Öls transportiert wird. Der Iran hatte bisher gedroht, die Route zu blockieren, verliert aber nun an Einfluss.

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