US-Verteidigungsminister Pete Hegseth stoppt die Vergabe von Tenure an zivile Professoren der Militärakademien

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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verbietet den Militärakademien, zivile Professoren künftig auf Lebenszeit zu berufen. Bestehende Stellen bleiben erhalten.

will die Ausbildung an den US-Militärakademien stärker auf den militärischen Auftrag ausrichten. Deshalb dürfen West Point, die Marineakademie in Annapolis und die Luftwaffenakademie künftig keine zivilen Professoren mehr auf Lebenszeit berufen.

Hegseth unterzeichnete die entsprechende Anweisung am Dienstag, berichtet Die sogenannte Tenure gibt Hochschullehrern eine weitreichende berufliche Absicherung. Eine Kündigung ist danach nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Befürworter sehen darin einen Schutz der wissenschaftlichen Freiheit. Hegseth sieht die Regelung dagegen als Hindernis für Veränderungen an den Militärakademien.

In seinem Memo schreibt Hegseth, die lebenslangen Stellen könnten zu Stillstand und mangelnder Anpassungsfähigkeit führen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass sich Lehrpläne von der Ausbildung künftiger Soldaten entfernten und stärker an den Forschungsinteressen der Professoren orientierten. Sein Ziel sei es, Strukturen abzubauen, die aus seiner Sicht den militärischen Auftrag verwässern. Die Regelung betrifft nach Angaben der Nachrichtenagentur nicht die Professoren, die bereits eine Tenure-Stelle besitzen.

Wie die neuen Vorgaben genau umgesetzt werden, war zunächst offen. Die betroffenen Akademien und das Verteidigungsministerium machten dazu zunächst keine weiteren Angaben. An den Militärakademien unterrichten sowohl Offiziere als auch zivile Lehrkräfte. An der Marineakademie in Annapolis sind laut AP etwa die Hälfte der rund 600 Lehrkräfte Zivilisten.

Sie vermitteln unter anderem Englisch und Geisteswissenschaften. Die Akademien verbinden militärische Ausbildung mit einem klassischen Hochschulstudium. Künftige Offiziere sollen dort auch lernen, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und schwierige Entscheidungen zu treffen. Zivile Professoren bringen dafür häufig akademische und pädagogische Erfahrungen aus dem Hochschulbereich mit.

Eric Merriam, Professor an der University of Central Florida und früherer Professor an der Luftwaffenakademie, sieht in der Entscheidung eine stärkere Ausrichtung auf militärische Inhalte. Gegenüber AP sagte er, zivile Lehrkräfte verfügten an den Akademien häufig über mehr Lehrerfahrung und akademische Qualifikationen als ihre militärischen Kollegen. Hegseths Entscheidung reiht sich in weitere Veränderungen der militärischen Bildung ein. Das Pentagon hat unter seiner Leitung unter anderem Lehrinhalte zu Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion eingeschränkt.

Zudem beendete das Ministerium langjährige Beziehungen zu einigen Universitäten und baute neue Verbindungen zu anderen Hochschulen auf. Bereits bei seiner Anhörung zur Bestätigung als Verteidigungsminister hatte Hegseth zivile Professoren an den Militärakademien kritisiert. Er sprach sich dafür aus, mehr Militärangehörige als Lehrkräfte einzusetzen und ihre Erfahrungen aus dem Dienst an die künftigen Offiziere weiterzugeben. Kritik kommt auch aus den USA selbst.

Eric Merriam sagte der AP, die Militärakademien hätten neben der Ausbildung von Offizieren auch den Auftrag, eine breit angelegte Hochschulbildung zu vermitteln. Die Entscheidung von Hegseth sei aus seiner Sicht ein Rückschritt für dieses Modell.

“, das Ende neuer Tenure-Stellen erschwere es, herausragende Wissenschaftler für die Militärakademien zu gewinnen, und könne den Druck auf Professoren erhöhen, sich an den Erwartungen politischer Entscheidungsträger zu orientieren.

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