Joe Biden erhöht den Einsatz: Er droht Wladimir Putin damit, zusätzliche US-Truppen nach Europa zu verlegen. Putin gibt sich unbeeindruckt. Die vier wichtigsten Erkenntnisse vom Biden-Putin-Videogipfel.
und Russlands Präsident Wladimir Putin. Zwei Stunden lang diskutierten die beiden bei ihrem vierten Gespräch als Staatschefs. Es sei eine sehr direkte Diskussion gewesen, hieß es danach. Das letzte Gespräch hatte im Sommer in Genf als echtes Gipfeltreffen stattgefunden - ebenfalls nach einem russischen Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze.
Als Drohkulisse ließ die US-Regierung im Vorfeld des Videogipfels Pläne für weitreichende wirtschaftliche Sanktionen kursieren. Diese würden Personen aus dem engsten Umfeld Putins treffen, etwa mit Reiseverboten und dem Einfrieren von Bankkonten. Ähnliche Schritte haben die USA und die EU bereits mehrfach gegen russische Personen und Firmen unternommen, nachdem Russland die Krim annektiert hatte.
Schwerer würde die Extremvariante wiegen, welche die USA ventilierten: Die westlichen Länder könnten Russland aus dem internationalen Zahlungssystem Swift ausschliessen und russische Banken mit zusätzlichen Einschränkungen belegen. Das würde auch den Zugang Russlands zu internationalen Devisen empfindlich einschränken.Die USA haben Russland damit gedroht, die Gas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland doch noch zu blockieren.
Nun, da sich die Pipeline im Bewilligungsprozess auf europäischer Ebene befindet, überlegen sich die USA doch noch, das Milliardenprojekt im allerletzten Moment abzuklemmen. Im Kongress sagten hochrangige Beamte am Dienstag, die USA hätten eine Abmachung mit Deutschland getroffen: Falls Russland in die Ukraine einmarschiere, werde man Nord Stream 2 den Stecker ziehen.
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