Das WM-Viertelfinale zwischen Norwegen und England hat zwei große Aufreger: Vor dem Tor von Jude Bellingham soll der Ball die Spider-Cam touchiert haben, zudem wurde ein Tor der Norweger aberkannt.
Das WM-Viertelfinale zwischen Norwegen und England hat zwei Aufreger: Vor dem Tor von Jude Bellingham touchierte der Ball die über dem Spielfeld in der Luft hängende Spider-Cam.
Dazu wurde ein Norwegen-Treffer aberkannt und das Spiel mit einer Eckball-Wiederholung fortgesetzt. Norwegen hatte im Miami Stadium durch Andreas Schjelderup in Führung gelegen, ehe es in der zweiten Minute der Nachspielzeit des ersten Durchgangs kurios wurde. Jude Bellingham erzielte nach einem fulminanten Solo den Ausgleich, doch die Norweger protestierten. Vor allem Keeper Orjan Nyland und Coach Stale Solbakken gestikulierten beim Gang in die Pause aufgeregt mit Schiedsrichter Clément Turpin.
Dabei zeigten Nyland und Solbakken gen Himmel - sie meinten damit die an Drahtseilen aufgehängte Spider-Cam. Tatsächlich gab es Bilder, die eindeutig belegten, dass der Abstoß von Nyland vor dem Ausgleich die in der Luft hängende Kamera berührt hatte, die Kugel fiel nach der Berührung deutlich ruckartiger zu Boden als es die normale Flugbahn hergegeben hätte. Die Engländer kamen im Anschluss an den Ball, leiteten den Angriff ein - und das Tor von Bellingham zählte, der VAR griff nicht ein.
Das hätte er nach Ansicht des ehemaligen FIFA-Schiedsrichters Mark Clattenburg aber tun müssen.
"Wenn der Ball ein Objekt berührt, das nicht zum Spielfeld gehört, muss das Spiel unterbrochen werden"Die FIFA stellte noch während des Spiels klar, dass der Sensor im Ball keinen"Herzschlag" gezeigt habe,"es gibt daher keinen Beweis, dass der Ball das Kabel berührt und die Bewegung des Balls verändert hat". Und die Norweger hatten noch einmal Grund zum Hadern. In der 55. Minute traf Torbjörn Heggem in Anschluss an einen Eckball zur vermeintlichen 2:1-Führung.
Doch diesmal schaltete sich die Videoabteilung ein und beorderte Turpin an den Bildschirm. Überprüft wurde eine Rangelei zwischen Elliot Anderson und Erling Haaland, in deren Verlauf Anderson zu Boden ging. Turpin wertete die Szene nach Ansicht der Bilder als Foul. Da der Eckball im Moment des Schubsers aber noch gar nicht ausgeführt war, gab es weder Freistoß für England noch Schiedsrichterball - sondern ein Wiederholung der Ecke.
"Für mich lag ein Foul von Haaland vor, die Ecke war noch nicht ausgeführt - also alles völlig korrekt entschieden, dass dann in diesem Fall die Ecke tatsächlich wiederholt wird. "
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